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Venous StentsJuly 19, 2023INVAMED Medical Affairs

Venenstent-Dimensionierung: Warum Durchmesser und Länge entscheidend sind

Verstehen Sie die Prinzipien der Venenstent-Dimensionierung, einschließlich Stentdurchmesserwahl, Landungszonen und wie IVUS-Messung die Verfahrensplanung unterstützt.

Die Venenstent-Dimensionierung ist eine der folgenreichsten Entscheidungen, die ein Arzt bei der Planung eines endovaskulären Eingriffs zur Behandlung einer venösen Abflussobstruktion trifft, da ein zu kleiner, zu großer oder falsch platzierter Stent sowohl das unmittelbare Ergebnis als auch die langfristige Haltbarkeit beeinträchtigen kann. Um Durchmesser, Länge und Wahl der Landungszone richtig zu bestimmen, sind eine sorgfältige präprozedurale Bildgebung und klinisches Urteilsvermögen erforderlich. Dieser Artikel führt durch die grundlegenden Prinzipien der Venenstent-Dimensionierung und erklärt, warum sie für die Verfahrensplanung von Bedeutung sind.

Warum ist die Wahl des Stentdurchmessers so entscheidend?

Die Wahl des Stentdurchmessers beeinflusst direkt, wie gut sich ein selbstexpandierendes Gerät an die Gefäßwand anlegt. Ist ein Stent im Verhältnis zur Zielvene zu klein dimensioniert, kann er möglicherweise keine ausreichende Wandanlage erzielen, was das Risiko einer Migration oder unvollständigen Gefäßstützung erhöht. Ist er hingegen überdimensioniert, könnte die übermäßige Radialkraft gegen die Gefäßwand zu Reizungen beitragen oder das langfristige Gefäß-Remodeling beeinträchtigen. Ärzte wählen den Stentdurchmesser üblicherweise anhand von Messungen der gesunden Gefäßabschnitte unmittelbar ober- und unterhalb der Obstruktion, da das erkrankte Segment selbst häufig verengt oder vernarbt ist und nicht den natürlichen Durchmesser des Gefäßes widerspiegelt. Größentabellen des Herstellers und die Gebrauchsanweisung (IFU) des Geräts liefern die Referenzbereiche, mit denen ein bestimmtes Stentmodell dem gemessenen Gefäß zugeordnet wird.

Was sind Landungszonen, und warum werden sie sorgfältig gewählt?

Landungszonen bezeichnen die gesunden Venenabschnitte an beiden Enden des Stents, an denen das Gerät seinen primären Kontakt mit einer relativ normalen Gefäßwand herstellt und den Stent so verankert. Die Wahl geeigneter Landungszonen ist wichtig, da ein Stent, der innerhalb erkrankten oder vernarbten Gewebes endet, möglicherweise keine stabile Fixierung erreicht und an den Rändern eine residuale Verengung unbehandelt lassen kann. Ärzte streben in der Regel an, den Stent geringfügig über die sichtbare Ausdehnung der Erkrankung hinaus in gesundes oder nahezu gesundes Gefäß zu verlängern, wobei dies gegen das Ziel abgewogen wird, so viel natives, ungestentetes Venengewebe wie vernünftigerweise möglich zu erhalten. Gefäßschlängelung und die Nähe zu wichtigen anatomischen Landmarken, etwa Venenzusammenflüssen, fließen ebenfalls in die Wahl der Landungszone ein.

Wie unterstützt die IVUS-Messung die Verfahrensplanung?

Der intravaskuläre Ultraschall, gebräuchlich als IVUS abgekürzt, ist eine Bildgebungstechnik, die Querschnittsansichten des Gefäßes von innerhalb des Lumens liefert und Details zu Gefäßdurchmesser, Wandbeschaffenheit und dem Ausmaß chronischer Vernarbungen bietet, die auf der Standard-Venographie nicht immer vollständig sichtbar sind. Die IVUS-Messung wird bei der Venenstent-Planung breit eingesetzt, da chronische venöse Obstruktionen, wie sie beim postthrombotischen Syndrom auftreten, mit Kontrastmittelbildgebung allein oft schwer vollständig zu charakterisieren sind – insbesondere wenn die Vene komprimiert statt eindeutig verengt auf einem zweidimensionalen Bild erscheint. Durch die Messung des tatsächlichen Gefäßdurchmessers und die Kartierung des Krankheitsausmaßes an mehreren Punkten entlang der Vene ermöglicht IVUS eine präzisere Wahl von Stentdurchmesser und Landungszonenplatzierung als die externe Bildgebung allein.

Wie fügt sich der Atlas Venenstent in die Dimensionierungsüberlegungen ein?

Der Atlas Venenstent ist ein selbstexpandierendes Nitinol-Implantatsystem mit einem dauerhaften Gerüst, das den Gefäßdurchmesser nach der Freisetzung erhalten soll. Wie bei jeder selbstexpandierenden Venenstent-Plattform ist eine angemessene Dimensionierung im Verhältnis zum durch präprozedurale Bildgebung – einschließlich Techniken wie IVUS – gemessenen Gefäß ein zentraler Faktor für eine stabile Wandanlage und ein reduziertes Migrationsrisiko unter den variablen Druckverhältnissen des venösen Systems. Der Hersteller weist darauf hin, dass starke Gefäßschlängelung oder erhebliche Durchmesserabweichungen bei der Dimensionierung und Patientenauswahl als Kontraindikationen zu berücksichtigen sind, was unterstreicht, dass eine genaue Messung eine Voraussetzung und keine optionale Maßnahme ist.

Was geschieht, wenn die Dimensionierung nicht gut auf das Gefäß abgestimmt ist?

Stimmt die Dimensionierung nicht eng mit der Gefäßanatomie überein, können mögliche Folgen unter anderem eine Stentmigration, eine unvollständige Wandanlage mit anhaltendem Fluss um statt durch das Gerät oder eine Untertherapie der über das gestentete Segment hinausreichenden Erkrankung sein. Aus diesem Grund verlassen sich Ärzte auf eine Kombination aus Bildgebungsverfahren, sorgfältigen Messprotokollen und Herstellervorgaben zur Dimensionierung, anstatt die Maße visuell zu schätzen. Nachsorgebildgebung nach der Platzierung ermöglicht es dem behandelnden Team zudem zu bestätigen, dass der platzierte Stent wie beabsichtigt funktioniert.

Einen Überblick über die übergeordnete Geräteklasse finden Sie auf der Produktseite Venenstents.

Kann ein Venenstent nach der Platzierung neu dimensioniert werden?

Selbstexpandierende Venenstents werden auf einen festen Durchmesser gefertigt und nach der Freisetzung nicht neu dimensioniert – deshalb wird die präprozedurale Dimensionierung besonders betont. Werden nach der Platzierung Dimensionierungsprobleme festgestellt, entscheidet der behandelnde Arzt, ob ein weiterer Eingriff erforderlich ist.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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