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Coronary Artery Disease & Cardiac InterventionsJuly 8, 2024INVAMED Medical Affairs

Behandlung der In-Stent-Restenose: Optionen innerhalb des Stents

Behandlung der In-Stent-Restenose im Überblick: wie eine ISR entsteht, wie sie diagnostiziert wird und welche Optionen interventionelle Kardiologen abwägen.

Ein Patient kommt Monate oder Jahre nach der Implantation eines Koronarstents zurück und berichtet über Brustschmerzen, die sich vertraut anfühlen. Die erneute Angiografie zeigt den Übeltäter: Gewebewachstum innerhalb des zuvor behandelten Segments – ein Zustand, der als In-Stent-Restenose (ISR) bezeichnet wird. Die Behandlung der In-Stent-Restenose ist ein eigenständiges Feld der interventionellen Kardiologie, da das Problem innerhalb eines bereits vorhandenen Metallgerüsts auftritt, was die verfügbaren Werkzeuge einschränkt und bestimmt. Dieser Artikel erläutert, was eine ISR ist, wie sie üblicherweise diagnostiziert wird und welche allgemeinen Behandlungskategorien ein interventionelles kardiologisches Team in Betracht ziehen kann.

Was ist eine In-Stent-Restenose und warum tritt sie auf?

Die In-Stent-Restenose ist die erneute Verengung eines Koronararteriensegments, das bereits mit einem Stent behandelt wurde, in der Regel verursacht durch übermäßiges Gewebewachstum (neointimale Hyperplasie) innerhalb oder um die Stentstreben herum. Sie wird häufig als mögliche Folge jeder Koronarstent-Implantation beschrieben, wobei Häufigkeit und klinisches Erscheinungsbild je nach Stenttyp, Gefäßgröße und individuellen Patientenfaktoren variieren. Eine ISR kann sich als wiederkehrende Angina (Brustschmerzen) äußern, und da neue oder sich verschlimmernde Brustschmerzen auch auf andere ernsthafte Erkrankungen hindeuten können, sollten Betroffene umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen oder sich zeitnah an eine medizinische Fachkraft wenden, anstatt abzuwarten, ob die Symptome von selbst abklingen. Die Diagnose erfolgt üblicherweise durch eine erneute Koronarangiografie, teils ergänzt durch intravaskuläre Bildgebung wie IVUS oder OCT, um Muster und Schweregrad des Gewebewachstums zu charakterisieren.

Wie wird eine In-Stent-Restenose nach der Diagnose behandelt?

Das Management einer ISR hängt maßgeblich vom Muster der erneuten Verengung, der Gefäßgröße sowie davon ab, ob die Restenose fokal (auf ein kurzes Segment begrenzt) oder diffus (über die Länge des Stents oder darüber hinaus verteilt) ist. Grundsätzlich wägt ein interventioneller Kardiologe mehrere Optionskategorien ab: alleinige Ballonangioplastie, Angioplastie mit einem medikamentenbeschichteten Ballon (DCB), Implantation eines zusätzlichen Stents (erneute Stentimplantation) oder in manchen Fällen die Überweisung zur chirurgischen Abklärung. Die Wahl richtet sich nach den Läsionscharakteristika, der Vorgeschichte des Stents, der Gefäßgröße und der klinischen Beurteilung des Arztes – es gibt kein einheitliches Vorgehen, das in jedem Fall angewendet wird.

Welche Rolle spielen medikamentenbeschichtete Ballons bei der ISR?

Der medikamentenbeschichtete Ballon (DCB) hat sich bei der ISR-Behandlung zu einer vielbeachteten Option entwickelt, da er es dem Arzt ermöglicht, das erneut verengte Segment zu behandeln, ohne der Arterie zwangsläufig eine weitere Metallschicht hinzuzufügen. Ein medikamentenbeschichteter Ballon wird im erkrankten Segment aufgeblasen, um die Verengung mechanisch zu behandeln und gleichzeitig eine antiproliferative Wirkstoffbeschichtung abzugeben, die dazu beitragen soll, das Gewebewachstum zu reduzieren, das die Restenose ursprünglich verursacht hat. Dieser Ansatz ist eines von mehreren verfügbaren Werkzeugen bei der ISR und wird im Allgemeinen als Alternative zur erneuten Stentimplantation betrachtet und nicht als automatischer Standardweg; die Entscheidung liegt weiterhin beim behandelnden Arzt auf Grundlage des jeweiligen Falls.

Wann wird stattdessen eine erneute Stentimplantation erwogen?

Eine erneute Stentimplantation – das Einsetzen eines neuen Stents innerhalb des ursprünglichen oder überlappend zu diesem – kann erwogen werden, wenn von ballonbasierten Ansätzen allein keine ausreichende Behebung der mechanischen oder strukturellen Ursache der Restenose erwartet wird, etwa bei einer in der intravaskulären Bildgebung festgestellten Unterexpansion des Stents. Da eine erneute Stentimplantation eine weitere Metallschicht hinzufügt, bringt sie eigene langfristige Erwägungen mit sich, weshalb ballonbasierte Optionen in geeigneten Fällen oft zuerst evaluiert werden. Wie bei allen Entscheidungen zum ISR-Management trifft diese Beurteilung der für den Fall zuständige interventionelle Kardiologe.

Eine bei ISR eingesetzte Ballonoption

Zu den Werkzeugen, die für die Angioplastie-Komponente des ISR-Managements eingesetzt werden, zählt der Extender Drug Eluting PTCA Balloon Catheter (Paclitaxel) von INVAMED, ein mit Paclitaxel beschichteter Koronarballon, der zur Reduktion der Restenose während der perkutanen transluminalen Koronarangioplastie (PTCA) beitragen soll. Er ist in Ballondurchmessern von 2,0–5,0 mm sowie in den Längen 10, 15, 17, 20, 26 und 30 mm erhältlich; die Beschichtung ist so konzipiert, dass sie Paclitaxel während einer kurzen Inflation mit minimiertem Wirkstoffverlust (Washout) während der Applikation abgibt. Devices dieser Art kommen unter anderem beim Management der In-Stent-Restenose und bei Erkrankungen kleiner Gefäße zum Einsatz, wobei die Eignung für den einzelnen Patienten vom behandelnden Arzt bestimmt wird. Allgemeine Hintergrundinformationen zu Koronarinterventionen finden sich auf der Kategorieseite Koronare Herzkrankheit und kardiale Interventionen von INVAMED.

Bedeutet eine In-Stent-Restenose, dass der ursprüngliche Stent versagt hat?

Nicht zwangsläufig – die In-Stent-Restenose ist eine häufig beobachtete biologische Reaktion (Gewebeüberwucherung), die nach jeder Koronarstent-Implantation auftreten kann, und wird im Allgemeinen als anerkannte Möglichkeit betrachtet, nicht als Defekt des Devices selbst. Ein qualifizierter Arzt kann den jeweiligen Fall beurteilen, um die wahrscheinlich beitragenden Faktoren zu bestimmen.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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