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Digital Health & Remote MonitoringJune 8, 2018INVAMED Medical Affairs

Synkope (Ohnmacht): Abklärung im Überblick

Synkope (Ohnmacht) im Überblick: häufige Ursachen, wie Ärzte Ohnmachtsanfälle abklären und welche Rolle die Herzrhythmusüberwachung dabei spielt.

Synkope, im Alltag als Ohnmacht oder Ohnmachtsanfall bekannt, ist ein vorübergehender Bewusstseinsverlust, der meist durch eine kurzzeitige Verringerung der Blutzufuhr zum Gehirn verursacht wird. Ein einzelner Ohnmachtsanfall kann viele mögliche Erklärungen haben, doch eine sorgfältige Synkopenabklärung hilft Ärzten festzustellen, ob die Ursache harmlos ist oder mit einer zugrunde liegenden Erkrankung zusammenhängt, darunter auch bestimmte Herzrhythmusstörungen. Dieser Artikel bietet einen allgemeinen, informativen Überblick; wer eine Ohnmacht erlebt, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen.

Was Sind Häufige Ursachen Einer Synkope?

Eine Synkope kann viele mögliche Ursachen haben, und die Klärung des zugrunde liegenden Grundes ist ein wichtiger Teil der Abklärung. Zu den groben Kategorien gehören:

  • Vasovagale (neural vermittelte) Synkope — häufig ausgelöst durch langes Stehen, Schmerzen, emotionalen Stress oder Flüssigkeitsmangel; gilt allgemein als eine der häufigeren Ursachen
  • Orthostatische Hypotonie — ein Blutdruckabfall beim Aufstehen, manchmal im Zusammenhang mit Medikamenten, Flüssigkeitsmangel oder einer Störung des autonomen Nervensystems
  • Kardiale Ursachen — einschließlich Arrhythmien (sowohl Bradykardie als auch Tachykardie), struktureller Herzerkrankungen oder anderer Erkrankungen, die die Fähigkeit des Herzens beeinträchtigen, eine ausreichende Blutzufuhr aufrechtzuerhalten
  • Andere Ursachen — einschließlich bestimmter neurologischer oder metabolischer Erkrankungen, die jedoch separat von kardialen Ursachen abgeklärt werden

Warum Ist Eine Kardiale Abklärung Nach Einer Ohnmacht Wichtig?

Kardiale Ursachen einer Synkope stehen bei der Abklärung besonders im Fokus, da bestimmte Arrhythmien, einschließlich mancher Formen von Bradykardie und Tachykardie, sich durch Ohnmacht äußern können und unter Umständen andere klinische Implikationen haben als nicht-kardiale Ursachen. Ein Arzt wird in der Regel detaillierte Fragen zu den Umständen des Ohnmachtsanfalls stellen — etwa was der Patient zuvor getan hat, ob es Warnsymptome gab und wie schnell das Bewusstsein zurückkehrte —, um zwischen wahrscheinlich kardialen und nicht-kardialen Ursachen zu unterscheiden.

Wie Klären Ärzte Eine Synkope Ab?

Eine Synkopenabklärung beginnt in der Regel mit einer ausführlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung, einschließlich Blutdruckmessungen in verschiedenen Körperpositionen, gefolgt von einem Basis-EKG. Besteht der Verdacht auf eine kardiale Ursache, die durch das erste EKG nicht bestätigt wird, kann ein Arzt eine verlängerte Rhythmusüberwachung empfehlen — etwa mit einem Holter-Monitor, einem Ereignisrekorder oder einem mobilen Herztelemetrie-System —, da Arrhythmien, die eine Synkope verursachen, oft intermittierend auftreten und bei einem kurzen Praxisbesuch möglicherweise nicht erfasst werden. Je nach klinischem Bild können auch zusätzliche Untersuchungen wie eine Echokardiografie oder ein Kipptischtest in Betracht gezogen werden.

Welche Rolle Spielt Die Verlängerte Überwachung?

Da mit Arrhythmien verbundene Ohnmachtsanfälle sporadisch und unvorhersehbar auftreten können, sind Geräte zur verlängerten Überwachung darauf ausgelegt, das Beobachtungsfenster zu vergrößern und so die Chance zu erhöhen, eine Rhythmusstörung mit einer berichteten Episode in Verbindung zu bringen. Mobile Herztelemetrie-Systeme beispielsweise sind für einen kontinuierlichen Tragezeitraum über einen längeren Zeitraum mit automatisierter Erkennung signifikanter Rhythmusveränderungen ausgelegt, was besonders hilfreich sein kann, wenn Synkopen-Episoden selten auftreten.

Häufig gestellte Fragen

Hängt Ohnmacht immer mit einem Herzproblem zusammen?

Nein. Viele Ohnmachtsanfälle stehen im Zusammenhang mit nicht-kardialen Ursachen, wie vasovagalen Reaktionen oder orthostatischen Blutdruckveränderungen. Da kardiale Ursachen jedoch schwerwiegender sein können, ist eine ärztliche Abklärung wichtig, um den zugrunde liegenden Grund festzustellen.

Sollte ich nach einem einzelnen Ohnmachtsanfall einen Arzt aufsuchen?

Es wird im Allgemeinen empfohlen, nach jedem Ohnmachtsanfall einen Arzt aufzusuchen, insbesondere wenn es sich um das erste Ereignis handelt, kein eindeutiger Auslöser erkennbar ist oder weitere Symptome wie Brustschmerzen oder Herzklopfen auftreten.

Wie lange dauert eine Synkopenabklärung in der Regel?

Die Dauer variiert je nach vermuteter Ursache und dem Umfang der erforderlichen Untersuchungen. Manche Abklärungen können relativ schnell abgeschlossen werden, während andere, die eine verlängerte Herzüberwachung beinhalten, Tage bis Wochen dauern können, wie vom Arzt festgelegt.

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