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Pain Management & Spine (Algology)August 1, 2022INVAMED Medical Affairs

Rückenmarkstimulationssysteme: Ein Überblick für Ärzte

Ein klinischer Überblick über Rückenmarkstimulationssysteme: Neuromodulationskonzept, Elektrodenplatzierung und der Test-Implantat-Pfad.

Rückenmarkstimulationssysteme stellen einen neuromodulatorischen Ansatz innerhalb des breiteren interventionellen Schmerzmanagement-Instrumentariums dar. Dieser Überblick fasst das allgemeine Gerätekonzept, den Implantationspfad und die klinische Einordnung zusammen, die für Ärzte relevant sind, die diese Technologie im Rahmen eines multidisziplinären Schmerzprogramms bewerten.

Was ist das allgemeine Gerätekonzept?

Ein SCS-System (Spinal Cord Stimulation, Rückenmarkstimulation) ist dafür vorgesehen, kontrollierte elektrische Impulse über eine oder mehrere im Epiduralraum platzierte Elektroden an die dorsale Seite des Rückenmarks abzugeben; die Elektroden sind mit einem programmierbaren Impulsgenerator verbunden. Der beabsichtigte Wirkmechanismus ist neuromodulatorisch und nicht ablativ: Anstatt Gewebe zu zerstören, ist das System darauf ausgelegt, die Verarbeitung und Weiterleitung von Schmerzsignalen entlang des Rückenmarks zu beeinflussen, was die wahrgenommene Schmerzintensität bei entsprechend ausgewählten Patienten verändern kann. Das Schmerzmanagement-Portfolio von INVAMED umfasst Rückenmarkstimulatoren, die diesen Neuromodulationsansatz unterstützen sollen.

Was sind die allgemeinen Komponenten eines SCS-Systems?

Auch wenn sich die konkrete Systemarchitektur je nach Hersteller und Modell unterscheidet, umfassen Rückenmarkstimulationssysteme im Allgemeinen:

  • Perkutane Elektroden oder Paddle-Elektroden — dünne Drahtelektroden (perkutan) oder flachere Paddle-Elektroden, die unter Bildgebungskontrolle nahe den anvisierten Rückenmarksegmenten platziert werden.
  • Impulsgenerator — die Komponente, die für die Erzeugung der programmierbaren elektrischen Stimulation verantwortlich ist; sie kann bei permanenten Systemen subkutan implantiert oder während der Testphase extern angeschlossen werden.
  • Programmierschnittstelle — ermöglicht dem Arzt die Einstellung der Stimulationsparameter und erlaubt in vielen Systemen dem Patienten eine begrenzte Anpassung innerhalb ärztlich definierter Bereiche.
  • Verlängerungskabel/Konnektoren — verbinden die epiduralen Elektroden mit dem Generator, was insbesondere beim Übergang von der Testphase zum permanenten Implantat relevant ist.

Wie funktioniert der Test-Implantat-Pfad in der klinischen Praxis?

Ein charakteristischer klinischer Arbeitsablauf für SCS ist der gestufte Test-Implantat-Ansatz:

  1. Multidisziplinäre Eignungsbeurteilung, einschließlich Überprüfung der Schmerzanamnese, vorheriger Behandlungen und häufig einer psychologischen Beurteilung.
  2. Perkutane Testelektrodenplatzierung, verbunden mit einem externen Generator, üblicherweise für einen kurzen, definierten Zeitraum.
  3. Strukturierte Ergebnisbeurteilung während der Testphase, bei der Veränderungen der berichteten Schmerzen, der Funktion und der Patientenzufriedenheit bewertet werden.
  4. Entscheidung über das permanente Implantat, die gemeinsam von Arzt und Patient getroffen wird, sofern die Testphase ein bedeutsames, reproduzierbares Ansprechen zeigt.
  5. Implantation des permanenten Systems, einschließlich subkutaner Platzierung des Generators und sicherer Verankerung der Elektroden, gefolgt von der Programmierung nach der Implantation.

Dieser gestufte Ansatz ist gezielt darauf ausgelegt, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Patienten, die voraussichtlich nicht davon profitieren, zu einem permanenten Implantat übergehen, da die Testphase vollständig reversibel ist.

Welche klinischen und regulatorischen Aspekte sind zu beachten?

Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet SCS von der radiofrequenzbasierten Denervation?

Die RF-Denervation ist im Allgemeinen ablativ und nutzt Wärme, um die Nervenleitung an einem spezifischen Ziel, wie beispielsweise dem medialen Ast eines Facettengelenks, zu unterbrechen. SCS ist neuromodulatorisch und nutzt die elektrische Stimulation des Rückenmarks selbst, um die Verarbeitung von Schmerzsignalen zu beeinflussen; es wird typischerweise für andere, häufig diffusere oder neuropathische chronische Schmerzmuster in Betracht gezogen.

Warum gilt eine Testphase vor der permanenten Implantation als wesentlich?

Die Testphase ermöglicht es Arzt und Patient, das Ansprechen auf vollständig reversible Weise zu beurteilen, und hilft dabei, Patienten zu identifizieren, die vor einer Implantation als angemessene Kandidaten für ein permanentes System infrage kommen könnten.

Sind SCS-Systeme nach der Implantation anpassbar?

Viele Systeme erlauben Programmierungsanpassungen durch den Arzt nach der Implantation, und einige Designs gestatten eine begrenzte, patientengesteuerte Anpassung innerhalb der vom behandelnden Arzt festgelegten Bereiche; die Möglichkeiten variieren jedoch je nach spezifischem Gerät.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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