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Oncology AblationAugust 25, 2025INVAMED Medical Affairs

RFA bei Lebertumoren: Wie Hitze das HCC behandelt

Wie die Radiofrequenzablation der Leber bei hepatozellulärem Karzinom wirkt — mit Fokus auf thermische Nekrose und perkutane RFA-Technik.

Die Radiofrequenzablation der Leber ist eine der etabliertesten perkutanen Optionen zur Behandlung des hepatozellulären Karzinoms (HCC), insbesondere bei Patienten mit kleineren Tumoren, für die eine chirurgische Resektion oder Transplantation nicht infrage kommt. Das Verfahren beruht auf kontrollierter thermischer Nekrose zur direkten Zerstörung von Tumorgewebe in der Leber, wobei eine Elektrode mittels Bildgebungskontrolle präzise in der Läsion platziert wird. Dieser Artikel erläutert den Wirkmechanismus der RFA bei Lebertumoren, wie der Eingriff im Allgemeinen durchgeführt wird und welchen Stellenwert die perkutane RFA innerhalb des breiteren Spektrums der HCC-Behandlungsoptionen einnimmt.

Was ist ein hepatozelluläres Karzinom und warum wird eine Ablation in Betracht gezogen?

Das hepatozelluläre Karzinom ist die häufigste Form des primären Leberkrebses und entsteht häufig im Rahmen einer chronischen Lebererkrankung, etwa einer Leberzirrhose infolge viraler Hepatitis oder anderer Ursachen. Für Patienten mit HCC im Frühstadium — typischerweise kleinere, auf die Leber begrenzte Tumoren — können die Behandlungsoptionen chirurgische Resektion, Lebertransplantation oder perkutane Ablation umfassen, abhängig von Tumorgröße, -anzahl, -lokalisation und der zugrunde liegenden Leberfunktion des Patienten. Die Radiofrequenzablation wird häufig bei Patienten mit eingeschränkten chirurgischen Optionen aufgrund einer zugrunde liegenden Lebererkrankung oder Tumorlokalisation in Betracht gezogen, da sie mit einem kleineren Zugang und im Allgemeinen kürzerer Erholungszeit als eine offene Resektion durchgeführt werden kann. Die Entscheidung, eine Ablation anderen Behandlungsansätzen vorzuziehen, trifft ein multidisziplinäres Team aus Hepatologie und Onkologie anhand der Krankheitsmerkmale des einzelnen Patienten.

Wie erzeugt die Radiofrequenzablation eine thermische Nekrose im Lebergewebe?

Die Radiofrequenzablation nutzt hochfrequenten elektrischen Wechselstrom, der über eine direkt in den Tumor eingeführte Nadelelektrode abgegeben wird, typischerweise unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle. Während der Strom das Gewebe rund um die Elektrodenspitze durchfließt, erzeugt die Reibung durch Ionenbewegung Wärme, die die lokale Gewebetemperatur auf ein Niveau anhebt, das eine koagulative Nekrose bewirkt — die irreversible Zerstörung der Zielzellen. RFA-Generatoren sind darauf ausgelegt, Gewebeimpedanz und Temperatur während des gesamten Eingriffs zu überwachen und die Energieabgabe anzupassen, um eine wirksame Ablationszone zu erhalten und eine unbeabsichtigte thermische Ausbreitung auf gesundes umliegendes Lebergewebe zu begrenzen. Bei RFA-Systemen kommen sowohl einfache Einzelnadelelektroden als auch expandierbare Multi-Tine-Arrays zum Einsatz, die eine größere Ablationszone für größere Tumoren in einer einzigen Anwendung erzeugen sollen.

Was umfasst der perkutane RFA-Eingriff?

Die perkutane RFA bei Lebertumoren erfolgt typischerweise unter Sedierung oder Vollnarkose, wobei der interventionelle Radiologe die Elektrode mittels Echtzeitbildgebung durch die Haut und die Leberkapsel bis zur Zielläsion führt. Nach der Positionierung gibt der Generator über einen festgelegten, anhand von Tumorgröße und -lokalisation bestimmten Zeitraum Radiofrequenzenergie ab, um eine Ablationszone zu erreichen, die den sichtbaren Tumorrand in der Regel geringfügig überschreitet. Dieser Sicherheitsrand soll eine mikroskopische Tumorausdehnung erfassen, die in der Bildgebung möglicherweise nicht sichtbar ist. Nach dem Eingriff werden Patienten üblicherweise für einen bestimmten Zeitraum vor der Entlassung überwacht, und eine Verlaufsbildgebung dient der Beurteilung des Therapieansprechens sowie der Überwachung auf verbliebene oder rezidivierende Erkrankung.

Das Peta-Radiofrequenzablationssystem von INVAMED

Zu den Systemen für die perkutane Radiofrequenzablation zählt das Peta Radiofrequency Ablation (RFA) System, Teil des Onkologie-Ablationsportfolios von INVAMED. Das System ist für den Einsatz bei perkutanen Radiofrequenzablationsverfahren gemäß dem oben beschriebenen allgemeinen RFA-Ansatz konzipiert. Wie bei jedem RFA-System sollten konkrete Elektrodenkonfigurationen, Generatoreinstellungen und klinische Indikationen anhand der Gebrauchsanweisung (IFU) des Herstellers bestätigt werden, und die Eignung für den Lebertumor eines bestimmten Patienten wird vom behandelnden interventionellen Radiologen und dem onkologischen Team festgelegt.

Welche allgemeinen Erwägungen und Einschränkungen gelten für die RFA bei Lebertumoren?

Obwohl die Radiofrequenzablation eine gut etablierte Option für geeignet ausgewählte HCC-Fälle darstellt, ist sie nicht für jeden Tumor geeignet. Faktoren, die die Eignung häufig beeinflussen, sind die Tumorgröße — größere Tumoren lassen sich im Allgemeinen schwerer in einer einzigen Behandlung vollständig abladieren —, die Nähe zu großen Blutgefäßen, die Wärme aus der Ablationszone abtransportieren und die Behandlungswirksamkeit verringern können (ein Phänomen, das mitunter als „Heat-Sink-Effekt" bezeichnet wird), sowie die Gesamtleberfunktion. Wie bei jeder onkologischen Behandlung birgt die RFA Risiken, die Blutungen, Infektionen, Verletzungen angrenzender Strukturen oder eine unvollständige Tumorzerstörung mit der Notwendigkeit einer Wiederholungsbehandlung umfassen können. Diese Risiken sowie die grundsätzliche Eignung der RFA für einen bestimmten Patienten werden vom behandelnden Arzt vor jedem Eingriff beurteilt und besprochen.

Ist die RFA eine Heilung des hepatozellulären Karzinoms?

Die Radiofrequenzablation dient der Zerstörung des gezielten Tumorgewebes durch thermische Nekrose, wird jedoch nicht generell als Heilung beschrieben, und die Ergebnisse variieren je nach Tumorgröße, -anzahl und der zugrunde liegenden Lebererkrankung des Patienten. Manche Patienten benötigen nach der Ablation zusätzliche Behandlungen oder eine fortlaufende Überwachung. Langzeitergebnisse und die Wahrscheinlichkeit einer Tumorkontrolle werden am besten mit dem behandelnden onkologischen Team anhand des individuellen Falls besprochen.

Wie unterscheidet sich die RFA von der chirurgischen Entfernung eines Lebertumors?

Die RFA ist ein perkutanes Verfahren, das Tumorgewebe an Ort und Stelle mittels Hitze zerstört, typischerweise durch eine kleine Nadelpunktion statt durch einen offenen chirurgischen Zugang, während die chirurgische Resektion den Tumor und umliegendes Lebergewebe physisch entfernt. Die RFA ist im Allgemeinen mit einer kürzeren Erholungszeit verbunden, kann jedoch für größere Tumoren oder bestimmte Lokalisationen innerhalb der Leber ungeeignet sein. Die Wahl zwischen diesen Ansätzen hängt von den Tumoreigenschaften und der Gesamtleberfunktion des Patienten ab, wie sie vom behandelnden chirurgischen und onkologischen Team festgelegt wird.

Welche Nachsorge ist nach einer RFA bei einem Lebertumor erforderlich?

Die Nachsorge nach einer RFA umfasst typischerweise regelmäßige Bildgebung, etwa mittels CT oder MRT, um den behandelten Bereich zu beurteilen und auf Anzeichen von verbliebenem oder rezidivierendem Tumorgewebe zu überwachen. Der konkrete Nachsorgeplan hängt von den ursprünglichen Tumoreigenschaften und dem individuellen Rezidivrisiko des Patienten ab. Patienten sollten dem von ihrem behandelnden Arzt festgelegten Überwachungsplan folgen und nicht einem allgemeinen Zeitplan.

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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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