Skip to main content
INVAMED
StartseiteINVAblogRFA-Generatoren: Technische Daten, die die Behandlung prägen
Oncology AblationOctober 21, 2022INVAMED Medical Affairs

RFA-Generatoren: Technische Daten, die die Behandlung prägen

Wie ein RFA-Generator Leistungsabgabe, Impedanzüberwachung und einstellbare Parameter nutzt, um die Radiofrequenzablation zu steuern.

Hinter jedem Radiofrequenzablationsverfahren steht ein Generator – das Gerät, das die über eine Elektrode in das Gewebe abgegebene elektrische Energie erzeugt und steuert. Auch wenn die Elektrode einen Großteil der klinischen Aufmerksamkeit erhält, spielt der RFA-Generator selbst, zusammen mit den vom Anwender gewählten Einstellungen, eine wesentliche Rolle dabei, wie sich eine Behandlungszone ausbildet. Ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise dieser Generatoren verdeutlicht, warum die RFA in der Onkologie und interventionellen Radiologie auf diese Weise eingesetzt wird.

Wie funktioniert ein RFA-Generator tatsächlich?

Die Radiofrequenzablation beruht auf hochfrequentem Wechselstrom, der in der Regel über eine im oder nahe dem Zieltumor platzierte Elektrode zugeführt wird. Dieser Strom bewirkt, dass Ionen im umliegenden Gewebe rasch oszillieren, wodurch Reibungswärme entsteht. Steigt die Gewebetemperatur über einen bestimmten Schwellenwert, kommt es zu einer koagulativen Nekrose, das heißt, die behandelten Zellen verlieren ihre Struktur und Funktion. Der Generator ist die Komponente, die für die Erzeugung dieses Wechselstroms und die Steuerung der über die Zeit abgegebenen Energiemenge verantwortlich ist.

Die meisten Systeme dieser Kategorie umfassen zudem eine Neutralelektrode, gelegentlich auch als Erdungspad bezeichnet, die den Stromkreis über den Körper des Patienten zurück zum Generator schließt. Die korrekte Platzierung dieses Rückleitungspfads gehört zur Standardtechnik, da sie sowohl die Sicherheit als auch die Art der Energieverteilung beeinflusst.

Was steuern die Einstellungen der RF-Leistungsabgabe?

Die RF-Leistungsabgabe bezeichnet die Menge an elektrischer Energie, die der Generator abgibt, im Allgemeinen gemessen in Watt. Ärzte wählen die Leistungseinstellung üblicherweise basierend auf Tumorgröße, -lokalisation und dem jeweils angewandten Ablationsprotokoll. Höhere Leistungseinstellungen können die Erwärmung innerhalb der Behandlungszone beschleunigen, während niedrigere Einstellungen für eine schrittweisere, kontrolliertere Ablation eingesetzt werden können, insbesondere in der Nähe empfindlicher Strukturen. Das Zusammenspiel zwischen Leistung, Gewebeart und Behandlungsdauer ist eine zentrale Variable, die erfahrene Anwender anhand der Echtzeit-Rückmeldung während des Eingriffs anpassen.

Warum ist die Impedanzüberwachung wichtig?

Die Impedanz bezeichnet den Widerstand, den das Gewebe dem elektrischen Stromfluss entgegensetzt, und verändert sich, während das Gewebe erwärmt wird und sein Wassergehalt abnimmt. Die meisten RFA-Generatoren überwachen die Impedanz kontinuierlich während des gesamten Eingriffs, da ein plötzlicher oder übermäßiger Impedanzanstieg darauf hindeuten kann, dass das Gewebe nahe der Elektrode ausgetrocknet oder verkohlt ist – was die weitere Energieübertragung verringert und darauf hinweisen kann, dass die Ablationszone bei dieser Leistungseinstellung eine natürliche Grenze erreicht hat.

Durch die Überwachung der Impedanz zusammen mit Temperatur und Leistungsabgabe können Generatoren dem Anwender helfen zu erkennen, wann eine Pause, eine Leistungsanpassung oder eine Neupositionierung der Elektrode erforderlich ist. Diese Rückkopplungsschleife ist einer der Gründe, warum die RFA als kontrollierte, überwachte Form der thermischen Therapie beschrieben wird und nicht als Behandlung mit fester Dosis.

Welche weiteren Generatoreinstellungen passen Ärzte an?

Neben der Leistungsabgabe arbeiten Ärzte üblicherweise mit Einstellungen zu Behandlungsdauer, Zieltemperaturen und, bei manchen Systemen, gepulster oder zyklischer Energieabgabe, die den Impedanzanstieg steuern und die effektive Ablationszone vergrößern soll. Da diese Einstellungen mit Tumorgröße, -lokalisation und dem Blutfluss in der Nähe des Zielbereichs zusammenwirken, passt ein erfahrener interventioneller Radiologe oder Chirurg den Ansatz in der Regel individuell an den jeweiligen Fall an, statt ein einziges Standardprotokoll zu verwenden.

INVAMED bietet RFA-Technologie innerhalb seines Onkologie-Ablationsportfolios an, darunter das Peta Radiofrequenzablations (RFA)-System, Nerve, das Teil der hier beschriebenen breiteren Kategorie generatorbasierter Systeme ist. Wie bei jedem generatorbasierten System sollten genaue technische Daten, Leistungsbereiche und empfohlene Einstellungen anhand der aktuellen Gebrauchsanweisung (IFU) des Herstellers überprüft werden, da Verfügbarkeit und Konfiguration je nach Land variieren können. Interessierte können zudem die vollständige INVAMED Kategorieseite für Onkologie-Ablation für verwandte Systeme durchsuchen.

Sind alle RFA-Generatoreinstellungen bei jedem Eingriff gleich?

Nein. Leistungsabgabe, Behandlungsdauer und Zieltemperaturen werden im Allgemeinen anhand von Tumorgröße, -lokalisation und Nähe zu empfindlichen Strukturen angepasst. Ein qualifizierter Arzt wählt und passt diese Einstellungen für jeden individuellen Fall an, statt ein einziges festes Protokoll universell anzuwenden.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

RFA generatorrf power outputimpedance monitoringgenerator settingsmedical technologyinterventional radiology
RFA-Generatoren: Technische Daten, die die Behandlung prägen | INVAMED