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Hemorrhoid & Fistula ManagementFebruary 11, 2024INVAMED Medical Affairs

Radiofrequenz-Koagulation bei Hämorrhoiden: Kontrollierte thermische Behandlung

Wie die Radiofrequenz-Koagulation Hämorrhoiden mit kontrollierter thermischer Energie behandelt – inklusive des 4-MHz-Mechanismus proktologischer Sonden.

Die Radiofrequenz-Koagulation (RF-Koagulation) ist ein minimal-invasives Verfahren, das in der Proktologie zur Behandlung symptomatischer Hämorrhoiden eingesetzt wird, indem kontrollierte thermische Energie gezielt in das betroffene Gewebe eingebracht wird. Statt die Hämorrhoidalknoten physisch zu exzidieren, löst dieser Ansatz eine lokal begrenzte koagulative Reaktion aus, die das Gewebevolumen und die vaskuläre Stauung im Lauf der Zeit reduzieren kann. Das Verständnis des zugrunde liegenden Radiofrequenzmechanismus erklärt sowohl den beabsichtigten Nutzen als auch die Stellung dieser Methode innerhalb des breiteren Spektrums der Hämorrhoidenbehandlung.

Was ist Radiofrequenz-Koagulation und wie wird die Energie appliziert?

RF-Koagulationsgeräte applizieren Energie über eine Sonde, die direkt am oder in der Nähe des Ziel-Hämorrhoidalgewebes platziert wird. Die Sondenspitze erzeugt Radiofrequenzenergie – bei speziellen proktologischen Instrumenten üblicherweise im Bereich von 4 MHz –, die eine lokal begrenzte Erwärmung im Gewebe bewirkt. Diese Erwärmung induziert eine koagulative Nekrose, einen kontrollierten Prozess, bei dem behandelte Gewebezellen in einer klar definierten, gezielten Zone ihre Vitalität verlieren, während der Arzt Tiefe und Dauer der Energieapplikation steuern kann, um die Wirkung auf den beabsichtigten Bereich zu begrenzen. Ziel ist es, Volumen und Vaskularität der Hämorrhoidalpolster präzise und gezielt zu reduzieren, statt dies durch eine offene Exzision zu erreichen.

Wie läuft ein Eingriff typischerweise ab?

Ein RF-Koagulationseingriff bei Hämorrhoiden wird im Allgemeinen ambulant oder im Praxissetting durchgeführt, häufig ohne die Notwendigkeit einer Vollnarkose. Der Arzt positioniert die Sonde an der Basis oder am Körper des Ziel-Hämorrhoidalknotens unter visueller Kontrolle mittels Anoskop und appliziert die Energie für eine kontrollierte Dauer gemäß den Betriebsparametern des Geräts. Häufig können mehrere Hämorrhoidalknoten in einer einzigen Sitzung behandelt werden. Da der Analkanal unterhalb der Linea dentata über eine dichte sensorische Innervation verfügt, wird bei Anästhesie und Sondenplatzierung sorgfältig auf den Patientenkomfort während des Eingriffs geachtet.

Was unterscheidet diesen Ansatz von der klassischen Hämorrhoidektomie?

Die klassische chirurgische Hämorrhoidektomie beinhaltet das Schneiden und Entfernen von Hämorrhoidalgewebe und in vielen Fällen das Verschließen oder Offenlassen einer Operationswunde, die eine längere Heilungsphase erfordert. Die RF-Koagulation vermeidet eine offene Operationswunde und setzt stattdessen auf die körpereigene Gewebeumbaureaktion nach der kontrollierten thermischen Verletzung. Dies führt im Allgemeinen zu einer anderen Erholungserfahrung, häufig mit weniger unmittelbaren postoperativen Schmerzen im Vergleich zur exzisionalen Operation, wobei individuelle Ergebnisse und Heilungsverläufe variieren. Keiner der beiden Ansätze wird generell bevorzugt – die RF-Koagulation gilt im Allgemeinen als eher geeignet für niedriggradige oder mittelgradige Hämorrhoidalerkrankungen, während die chirurgische Exzision eine etablierte Option für fortgeschrittenere Prolapsformen bleibt.

Die INVAMED ThermoBLOCK Proktologiesonde

INVAMEDs ThermoBLOCK Thermische Koagulations-Ablationssonde für Hämorrhoiden & Analfisteln ist ein CE-gekennzeichnetes proktologisches Gerät, das laut Herstellerangaben präzise thermische Energie über eine minimal-invasive Sonde appliziert und dabei 4-MHz-Radiofrequenz an der Sondenspitze nutzt, um eine koagulative Nekrose im Zielgewebe zu induzieren. Das Gerät ist sowohl für hämorrhoidale als auch für ausgewählte Analfistel-Anwendungen vorgesehen. Weitere Spezifikationen finden Sie auf der Produktseite ThermoBLOCK Thermische Koagulations-Ablationssonde, und weitere proktologische Geräte können auf der Kategorieseite Hämorrhoiden- und Fistelbehandlung eingesehen werden.

Wer könnte für diese Behandlung infrage kommen?

Die RF-Koagulation wird im Allgemeinen für Patienten mit symptomatischen inneren Hämorrhoiden erwogen, insbesondere bei Grad-I–III-Erkrankung, die durch konservative Maßnahmen keine ausreichende Linderung erzielt haben oder eine ambulante Alternative zur Operation bevorzugen. Wie bei anderen Hämorrhoidenbehandlungen bestimmt ein qualifizierter Arzt die Eignung anhand des Hämorrhoidengrades, des Prolapsausmaßes und der bisherigen Behandlungsgeschichte, da dieser Ansatz nicht für jede Ausgangslage geeignet sein kann.

Behandelt die RF-Koagulation auch äußere Hämorrhoiden, nicht nur innere?

RF-Koagulationstechniken richten sich im Allgemeinen an inneres Hämorrhoidalgewebe oberhalb der Linea dentata, wo die sensorische Innervation sich von der hochempfindlichen äußeren Analhaut unterscheidet. Ein Arzt kann klären, welche Hämorrhoidalkomponenten ein bestimmtes Gerät und Verfahren zu behandeln vorgesehen sind.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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