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Ophthalmic & Vision CareJanuary 29, 2023INVAMED Medical Affairs

Netzhautriss-Laser: Die Netzhaut in Minuten versiegeln

Was Sie bei der Laserbehandlung eines Netzhautrisses erwartet: Laser-Retinopexie, typische Symptome wie Blitze und Mouches volantes und Ablösungsprävention.

Ein Netzhautriss-Laserverfahren, auch Laser-Retinopexie genannt, wird in der Regel als dringliche, aber kurze ambulante Behandlung durchgeführt, um zu verhindern, dass ein Netzhautriss zu einer vollständigen Netzhautablösung fortschreitet. Da eine Ablösung bei ausbleibender Behandlung einen dauerhaften Sehverlust zur Folge haben kann, sind das rasche Erkennen der Symptome und ein schneller Zugang zu diesem Verfahren entscheidend für den Erhalt der Sehkraft.

Welche Symptome führen zur Diagnose eines Netzhautrisses?

Lichtblitze und Mouches volantes (fliegende Mücken) sind die klassischen Warnsymptome eines Netzhautrisses. Lichtblitze werden häufig als kurze Lichtstreifen oder Flackern beschrieben, die besonders im peripheren Sichtfeld oder bei schwachem Licht auffallen, während Mouches volantes als kleine Punkte, Spinnweben oder geschlängelte Linien im Sichtfeld wahrgenommen werden. Diese Symptome treten auf, wenn sich der Glaskörper im Auge von der Netzhaut löst – ein bei vielen Menschen normaler, altersbedingter Vorgang, der jedoch gelegentlich genügend Zugkraft erzeugt, um Netzhautgewebe einzureißen. Wer eine plötzliche Zunahme von Lichtblitzen und Mouches volantes oder einen Schatten- beziehungsweise Vorhangeffekt im Sichtfeld bemerkt, sollte umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen, da dies auch auf eine bereits fortschreitende Netzhautablösung hindeuten kann.

Wie wird ein Netzhautriss festgestellt?

Ein Ophthalmologe diagnostiziert einen Netzhautriss durch eine Untersuchung des Augenhintergrunds bei erweiterter Pupille, bei der die Pupille mit Augentropfen geweitet wird, um mit speziellen Linsen einen detaillierten Blick auf die periphere Netzhaut zu ermöglichen. Diese Untersuchung bestimmt Lage, Größe und Merkmale des Risses, die anschließend den Laserbehandlungsplan bestimmen. In manchen Fällen, insbesondere wenn die brechenden Medien des Auges getrübt sind, kann eine Ultraschalluntersuchung die Untersuchung ergänzen.

Was geschieht bei der Laser-Retinopexie?

Die Laser-Retinopexie wird in der Regel ambulant durchgeführt und nicht im Operationssaal. Betäubende Augentropfen werden appliziert, und eine spezielle Kontaktlinse wird auf das Auge gesetzt, um den Laser zu fokussieren. Der Ophthalmologe setzt dann einen Ring aus Laserherden rund um den Netzhautriss, der eine Narbe erzeugt, die die Netzhaut mit der darunterliegenden Gewebeschicht verbindet und den Riss so wirksam abgrenzt, dass keine Flüssigkeit hindurchtreten und die Netzhaut weiter ablösen kann. Das Verfahren dauert in der Regel nur wenige Minuten, wobei die genaue Anzahl der Laseranwendungen von Größe und Lage des Risses abhängt.

Wie verlaufen Genesung und Nachsorge?

Nach der Laser-Retinopexie berichten Patienten häufig über leichte Augenreizung, Lichtempfindlichkeit oder verschwommenes Sehen für eine kurze Zeit, und die meisten nehmen nach Rücksprache mit ihrem Arzt noch am selben oder folgenden Tag ihre normalen Aktivitäten wieder auf. Die Lasernarbe selbst benötigt Zeit, um auszureifen und sich zu festigen – üblicherweise wird ein Zeitraum von ein bis zwei Wochen angegeben –, während dessen Patienten möglicherweise angehalten werden, anstrengende Aktivitäten zu vermeiden, die die Zugbelastung der Netzhaut erhöhen könnten. Nachuntersuchungen werden in der Regel angesetzt, um zu bestätigen, dass der Riss ordnungsgemäß verschlossen ist, und um auf neue Risse zu prüfen, da derselbe Glaskörperzug-Prozess, der den ursprünglichen Riss verursacht hat, gelegentlich weitere Risse hervorrufen kann.

Warum ist eine rasche Behandlung für die Ablösungsprävention wichtig?

Der wesentliche Zweck der Netzhautriss-Laserbehandlung ist die Ablösungsprävention. Ein unbehandelter Netzhautriss lässt Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum unter die Netzhaut sickern und trennt sie so schrittweise von dem darunterliegenden Gewebe, das sie mit Blut und Nährstoffen versorgt. Dieses Fortschreiten zu einer Netzhautablösung kann bei ausbleibender rascher Behandlung einen dauerhaften, schweren Sehverlust zur Folge haben. Ein qualifizierter Ophthalmologe entscheidet über Dringlichkeit und konkretes Vorgehen anhand von Größe und Lage des Risses sowie dem Vorliegen einer beginnenden Ablösung – weshalb plötzliche Sehsymptome eine umgehende Abklärung erfordern und kein abwartendes Vorgehen angezeigt ist.

Wie schnell nach dem Auftreten von Symptomen sollte bei Verdacht auf einen Netzhautriss ein Arzt aufgesucht werden?

Da ein Netzhautriss zu einer Ablösung fortschreiten kann, sollten neue Lichtblitze, Mouches volantes oder ein vorhangähnlicher Schatten im Sichtfeld umgehend abgeklärt werden; eine Untersuchung noch am selben oder am folgenden Tag wird häufig empfohlen. Wer plötzliche Sehveränderungen bemerkt, sollte umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen, anstatt abzuwarten, ob sich die Symptome von selbst bessern.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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