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EmbolizationJune 22, 2016INVAMED Medical Affairs

Radialer vs. femoraler Zugang bei Embolisationsverfahren

Radialer vs. femoraler Zugang bei Embolisation: Vergleich dieser beiden von interventionellen Radiologen genutzten Gefäßzugangswege. Zum Überblick.

Die Wahl der Gefäßzugangsstelle ist eine der frühesten und folgenreichsten Entscheidungen bei der Planung eines Embolisationsverfahrens. Interventionelle Radiologen wägen zunehmend radialen vs. femoralen Zugang anhand von Lage des Zielgefäßes, Patientenanatomie und prozeduralen Faktoren ab. Dieser Vergleich stellt die allgemeinen Merkmale jedes Zugangswegs im Zusammenhang mit Embolisationsverfahren dar, ohne zu behaupten, dass ein Ansatz universell überlegen ist.

Was ist der femorale Zugang?

Der femorale Zugang umfasst die Katheterinsertion durch die Arteria femoralis communis in der Leiste, historisch der Standardzugangsweg für die meisten endovaskulären und Embolisationsverfahren. Der femorale Zugang bietet ein großkalibriges Gefäß, das eine breite Palette an Katheter- und Schleusengrößen aufnimmt, und ermöglicht einen relativ direkten Weg zu vielen abdominalen, pelvinen und Gefäßen der unteren Extremitäten.

Allgemeine Merkmale des femoralen Zugangs:

  • Den meisten interventionellen Teams vertraut, mit etablierten Techniken und Ausrüstung
  • Nimmt bei Bedarf größere Schleusengrößen für sperrigere Einbringsysteme auf
  • Häufig ein direkterer Weg zu iliakalen, renalen, splenischen, hepatischen und pelvinen Gefäßen
  • Erfordert nach dem Eingriff die Versorgung der Leistenpunktionsstelle, was einen Zeitraum der Bettruhe oder den Einsatz eines Verschlusssystems umfassen kann

Was ist der radiale Zugang?

Der radiale Zugang umfasst die Katheterinsertion durch die Arteria radialis am Handgelenk, ein Ansatz, der in der interventionellen Radiologie zunehmend gebräuchlich geworden ist und häufig aus Techniken übernommen wurde, die ursprünglich in der interventionellen Kardiologie entwickelt wurden. Der radiale Zugang ist im Allgemeinen mit einem geringeren Risiko für Blutungskomplikationen an der Zugangsstelle verbunden und ermöglicht im Vergleich zum femoralen Zugang eine frühere Mobilität des Patienten nach dem Eingriff.

Allgemeine Merkmale des radialen Zugangs:

  • Gefäß mit kleinerem Kaliber, im Allgemeinen für kleinere Schleusen- und Katheterprofile geeignet
  • In der veröffentlichten Literatur mit reduziertem Blutungsrisiko an der Zugangsstelle assoziiert
  • Ermöglicht eine frühere Mobilisation, da das Handgelenk nicht denselben Positionierungseinschränkungen unterliegt wie die Leiste
  • Kann einen längeren Katheterweg erfordern, um bestimmte abdominale oder pelvine Zielgefäße zu erreichen

Wie vergleichen sich die beiden Ansätze bei der Embolisation?

Faktor Femoraler Zugang Radialer Zugang
Gefäßkaliber Größer Kleiner
Blutungskomplikationsrisiko Höher im Vergleich zu radial in veröffentlichten Daten Im Allgemeinen niedriger
Mobilität nach dem Eingriff Häufig vorübergehend eingeschränkt In der Regel schneller
Weg zu abdominalen/pelvinen Gefäßen Häufig direkter Kann längeren Katheterweg erfordern
Schleusen-/Gerätekompatibilität Nimmt größere Geräte auf Durch kleineres Gefäßkaliber begrenzt

Welche Faktoren beeinflussen die Wahl der Zugangsstelle?

Die Wahl der Zugangsstelle für Embolisationsverfahren hängt von mehreren Variablen ab, darunter die Lage des Zielgefäßes, das erforderliche Kaliber von Kathetern und Geräten (größere Plugs oder Einbringsysteme können einen femoralen Zugang erforderlich machen), die Gefäßanatomie des Patienten (einschließlich der Größe der Radialarterie und etwaiger vorheriger radialer Eingriffe) sowie institutionelle oder ärztliche Erfahrung mit jedem Ansatz. Der radiale Zugang ersetzt den femoralen Zugang nicht universell; beide bleiben wertvolle Werkzeuge, und die geeignete Wahl wird vom behandelnden Arzt anhand des konkret geplanten Eingriffs bestimmt.

Häufig gestellte Fragen

Ist der radiale Zugang dem femoralen Zugang immer vorzuziehen?

Nein. Während der radiale Zugang mit bestimmten Vorteilen wie reduziertem Blutungsrisiko und schnellerer Mobilität verbunden ist, bleibt der femorale Zugang für Eingriffe, die größere Einbringsysteme oder direktere Wege zu bestimmten Zielgefäßen erfordern, geeignet und oft notwendig.

Beeinflusst die Zugangsstelle, welches Embolisationsgerät verwendet werden kann?

Ja, bis zu einem gewissen Grad. Größere Gefäßplugs oder komplexe Einbringsysteme erfordern möglicherweise die größere Schleusenkompatibilität des femoralen Zugangs, während der radiale Zugang im Allgemeinen für kleinerprofilige Mikrokatheter und Coil-Einbringsysteme geeignet ist.

Wie wird die Zugangsstelle für ein konkretes Embolisationsverfahren festgelegt?

Der behandelnde Arzt wählt die Zugangsstelle anhand der Lage des Zielgefäßes, der erforderlichen Gerätekompatibilität, der Gefäßanatomie des Patienten und der gesamten Verfahrensplanung.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

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