Die Prostataarterienembolisation (PAE) ist ein minimalinvasives, katheterbasiertes Verfahren, das zunehmend als Option zur Behandlung von Symptomen einer benignen Prostatahyperplasie (BPH), im Volksmund als vergrößerte Prostata bekannt, diskutiert wird. Dieser Überblick erklärt, was BPH ist, wie die PAE allgemein funktioniert, und wie Ärzte diese Option beurteilen – stets im Rahmen einer individualisierten medizinischen Versorgung.
Was ist BPH?
Die benigne Prostatahyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die sich häufig mit zunehmendem Alter bei Männern entwickelt. Wenn sich die Prostata vergrößert, kann sie auf die Harnröhre drücken, was zu Harnwegssymptomen wie häufigem Wasserlassen, Schwierigkeiten beim Beginnen oder Beenden des Wasserlassens, schwachem Harnstrahl oder nächtlichem Wasserlassen führen kann. Der Schweregrad der Symptome variiert erheblich zwischen einzelnen Personen und korreliert nicht immer direkt mit der Prostatagröße.
Wie funktioniert die Prostataarterienembolisation?
Die PAE soll die Durchblutung der Prostata reduzieren, indem embolisches Material in die Prostataarterien eingebracht wird. Das allgemeine Konzept ist, dass eine reduzierte Blutversorgung im Laufe der Zeit zu einer Abnahme des Prostatavolumens führen kann, was bei manchen Patienten zur Linderung BPH-bedingter Harnwegssymptome beitragen kann. Wie bei jedem Verfahren variieren die individuellen Ergebnisse und sind nicht garantiert.
Der Eingriff wird üblicherweise von einem interventionellen Radiologen durchgeführt und umfasst in der Regel:
- Zugang zum arteriellen System, häufig über das Handgelenk oder die Leiste.
- Navigation eines Katheters zu den Prostataarterien unter Bildgebungskontrolle, da die Anatomie der Prostataarterien komplex und zwischen Patienten unterschiedlich sein kann.
- Bestätigung der Gefäßanatomie mittels Angiographie vor der Embolisatapplikation.
- Einbringen von embolischem Material, häufig Partikel, in die Zieläste der Prostataarterien.
- Wiederholung des Vorgangs auf der gegenüberliegenden Seite, da die Prostata üblicherweise von beiden Seiten mit Blut versorgt wird.
Warum wird die PAE zunehmend diskutiert?
Seit ihrer Einführung in die klinische Praxis wird die PAE zunehmend als Option diskutiert, die zwischen medikamentöser Behandlung und traditionellen chirurgischen Ansätzen bei BPH, wie der transurethralen Resektion der Prostata (TURP), angesiedelt ist. Sie wird in der Fachliteratur allgemein als minimalinvasiv beschrieben, und das Interesse ist gewachsen, da mehr Programme der interventionellen Radiologie Erfahrung mit der Technik sammeln. Die PAE ist jedoch nicht für jeden Patienten geeignet, und die vergleichende Entscheidungsfindung sollte stets sowohl urologische als auch interventionell-radiologische Perspektiven einbeziehen.
Wie wird die Eignung festgelegt?
Die Eignung für eine PAE wird von einem Arzt anhand von Prostatagröße und -anatomie, Anatomie der Prostataarterien (mittels Bildgebung beurteilt), Symptomschwere, zuvor versuchten Behandlungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand festgelegt. Eine gründliche urologische Untersuchung, häufig einschließlich Bildgebung und urodynamischer Beurteilung, ist in der Regel erforderlich, bevor diese Entscheidung getroffen werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Ist die PAE in allen BPH-Fällen ein Ersatz für die Operation?
Nein. Die PAE ist eine von mehreren Optionen, die Ärzte bei BPH besprechen können, und ob sie im Vergleich zu medikamentöser oder chirurgischer Behandlung angemessen ist, hängt von der individuellen Anatomie, der Symptomschwere und der Patientenpräferenz ab, wie vom behandelnden Arzt festgelegt.
Wie schnell können sich die Symptome nach der PAE bessern?
Die Zeiträume bis zur Symptombesserung variieren je nach Person und sind für keinen Patienten garantiert. Ärzte können anhand des konkreten Falls allgemeine erwartete Zeitrahmen besprechen und sollten direkt bezüglich der zu erwartenden Entwicklung konsultiert werden.
Beeinflusst die Prostatagröße die Eignung für eine PAE?
Prostatagröße und -anatomie gehören zu den Faktoren, die ein Arzt bei der Besprechung der PAE berücksichtigt, werden jedoch zusammen mit der Anatomie der Prostataarterien, den Symptomen und dem allgemeinen Gesundheitszustand betrachtet, nicht isoliert.
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