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EmbolizationAugust 9, 2015INVAMED Medical Affairs

Pfortaderembolisation: Ein klinischer Überblick

Verstehen Sie die Pfortaderembolisation, ihre Rolle in der Leberchirurgieplanung und allgemeine verfahrenstechnische Überlegungen in diesem klinikerorientierten Überblick.

Die Pfortaderembolisation (PVE, portal vein embolization) ist ein präoperatives interventionelles Verfahren, mit dem der portalvenöse Blutfluss von einem zur chirurgischen Resektion vorgesehenen Lebersegment umgeleitet wird, mit dem Ziel, eine kompensatorische Hypertrophie in dem Leberanteil auszulösen, der verbleiben wird. Dieser Überblick stellt die klinische Begründung und die allgemeinen verfahrenstechnischen Konzepte vor, die für interventionelle und hepatobiliäre chirurgische Teams relevant sind.

Was ist die klinische Begründung für die PVE?

Größere Leberresektionen bergen das Risiko eines postoperativen Leberversagens, wenn das verbleibende Lebergewebe, bekannt als der zukünftige Leberrest (future liver remnant, FLR), nicht ausreicht, um nach der Operation eine angemessene Leberfunktion zu unterstützen. Die PVE soll dieses Risiko durch den Verschluss der portalvenösen Äste angehen, die die zur Entfernung vorgesehenen Lebersegmente versorgen.

Sobald diese Äste embolisiert sind, wird der portale Blutfluss zum zukünftigen Leberrest umgeleitet, was über einen Zeitraum von mehreren Wochen vor der geplanten Resektion eine kompensatorische Hypertrophie – eine Zunahme von Größe und Funktionskapazität des verbleibenden Lebergewebes – anregen soll.

Wie wird die Eignung für eine PVE üblicherweise beurteilt?

Die Eignung für eine PVE wird vom hepatobiliären chirurgischen und interventionellen Team anhand einer volumetrischen Bildgebungsbeurteilung festgelegt. Schnittbildgebung, in der Regel CT (Computertomographie), wird verwendet, um das geschätzte Volumen des zukünftigen Leberrests im Verhältnis zum Gesamtlebervolumen zu berechnen und die Beurteilung des Teams zu unterstützen, ob der FLR für eine sichere Resektion voraussichtlich ausreichend ist oder ob eine PVE-induzierte Hypertrophie zuvor angezeigt sein könnte.

Welches embolische Material wird bei der PVE verwendet?

In der PVE-Fachliteratur werden mehrere Kategorien embolischen Materials diskutiert, und die Materialauswahl wird vom behandelnden interventionellen Arzt anhand des institutionellen Protokolls und fallspezifischer Faktoren festgelegt:

  • Partikel oder Mikrosphären, manchmal in Kombination mit Coils für einen proximaleren Verschluss größerer Gefäße.
  • Flüssige Embolisationsmittel, die bei ausgewählten Ansätzen für einen distaleren oder vollständigeren Gefäßverschluss eingesetzt werden können.
  • Coils oder vaskuläre Plugs, häufig zum Verschluss größerer, proximalerer Pfortaderäste eingesetzt.

Die selektive Katheterisierung der Pfortaderäste erfolgt in der Regel über einen perkutanen transhepatischen Zugang, der geeignet dimensionierte Mikrokatheter und Führungsdrähte erfordert, die mit dem gewählten embolischen Material kompatibel sind.

Welche Nachsorge ist üblicherweise erforderlich?

Nach der PVE werden Patienten in der Regel mit Nachsorge-Schnittbildgebung überwacht, um das Volumen des zukünftigen Leberrests neu zu beurteilen und eine ausreichende Hypertrophie zu bestätigen, bevor mit der chirurgischen Resektion fortgefahren wird. Das Intervall zwischen PVE und geplanter Operation variiert je nach institutionellem Protokoll und individuellem Hypertrophieverlauf. Wie bei allen Embolisationsverfahren birgt die PVE inhärente verfahrensbedingte Risiken, und ihre Eignung wird im Einzelfall vom behandelnden Ärzteteam festgelegt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange nach der PVE wird die Operation üblicherweise geplant?

Das Intervall variiert je nach institutionellem Protokoll und der bei der Nachsorgebildgebung beobachteten Rate der Leberhypertrophie und wird vom behandelnden chirurgischen und interventionellen Team anhand des individuellen Verlaufs festgelegt.

Wird die PVE bei allen Patienten mit größerer Leberresektion durchgeführt?

Nein. Die PVE wird im Allgemeinen für Fälle vorbehalten, in denen die volumetrische Beurteilung darauf hindeutet, dass der zukünftige Leberrest ohne präoperative Intervention unzureichend sein könnte. Diese Entscheidung wird vom behandelnden hepatobiliären und interventionellen Team getroffen.

Welcher Zugangsweg wird üblicherweise für die PVE verwendet?

Ein perkutaner transhepatischer Zugang wird häufig verwendet, um das portalvenöse System für die Embolisation zu erreichen, wobei die spezifische Technik vom institutionellen Protokoll und der individuellen Patientenanatomie abhängt, wie vom behandelnden Arzt festgelegt.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

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