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Neuro, Spine & CranialMay 18, 2023INVAMED Medical Affairs

Pedikelschraubenfixation erklärt: Funktionsweise

Pedikelschraubenfixation erklärt: wie diese Implantate die Wirbelsäule stabilisieren, Konstruktionsmerkmale und warum Chirurgen diese Technik nutzen.

Die Pedikelschraubenfixation ist eine Grundlagentechnik der modernen spinalen Instrumentierung, die zur Erzielung einer starren Drei-Säulen-Stabilisierung bei Fusions- und Deformitätskorrektureingriffen eingesetzt wird. Seit ihrer klinischen Einführung vor Jahrzehnten hat sich die Pedikelschraubenfixation von einer experimentellen Technik zu einem weit verbreiteten Standard für die posteriore Wirbelsäulenstabilisierung entwickelt. Dieser Artikel beschreibt das biomechanische Konzept, gängige Konstruktionselemente und klinische Erwägungen, die für Wirbelsäulenteams relevant sind.

Was ist die Pedikelschraubenfixation?

Bei der Pedikelschraubenfixation werden Schrauben durch den Pedikel – die knöcherne Brücke, die den Wirbelkörper mit den posterioren Elementen verbindet – eingebracht, um Stäbe oder Platten zu verankern, die ein oder mehrere Wirbelsäulensegmente überspannen. Da der Pedikel einen starken Verankerungspunkt im Wirbelkörper bietet, soll diese Technik eine robuste Drei-Säulen-Kontrolle bieten, die Flexion, Extension, Rotation und Translation wirksamer entgegenwirkt als frühere haken- oder drahtbasierte Konstrukte.

Was sind die Kernkomponenten eines Pedikelschraubensystems?

Ein typisches modulares Pedikelschraubenkonstrukt ist um mehrere miteinander verbundene Elemente herum konzipiert:

  • Schraubenschaft — der Gewindeteil, der über den Pedikel im Wirbelkörper verankert wird, erhältlich in unterschiedlichen Durchmessern und Längen für verschiedene anatomische Ebenen
  • Schraubenkopf — konstruiert, um einen Verbindungsstab aufzunehmen, häufig über einen polyaxialen Mechanismus, der eine winkelbezogene Anpassung während der Platzierung ermöglicht
  • Verbindungsstäbe — in der Regel aus Titanlegierung, die die instrumentierten Segmente überspannen und die Schraubenköpfe miteinander verbinden
  • Verschlussschrauben oder Verriegelungskappen — dienen dazu, den Stab nach Erreichen der endgültigen Position im Schraubenkopf zu fixieren
  • Reduktions- und Extensionsinstrumente — Zusatzinstrumente, die die Ausrichtungskorrektur vor der endgültigen Stabpositionierung unterstützen sollen

Wie hat sich das Design von Pedikelschrauben weiterentwickelt?

Frühe Schraubendesigns mit fester Achse wurden weitgehend durch polyaxiale Systeme abgelöst, die Chirurgen mehr intraoperative Flexibilität bei der Stabplatzierung über gekrümmte oder deformierte Anatomie hinweg bieten sollen. Weitere branchenweite Weiterentwicklungen umfassen:

  • Fenestrierte oder kanülierte Schraubendesigns zur Zementaugmentation bei verminderter Knochendichte
  • Oberflächenbehandlungen, die das knöcherne Anwachsen unterstützen sollen
  • Modulare Extensionslaschen zur Unterstützung der perkutanen, minimalinvasiven Platzierung
  • Navigations- und robotikkompatible Schrauben- und Instrumentenschnittstellen

Welche klinischen Faktoren beeinflussen die Schraubenauswahl?

Schraubendurchmesser, -länge und -trajektorie werden im Allgemeinen basierend auf der Pedikelmorphologie ausgewählt, die je nach Wirbelsäulenebene und individueller Anatomie variiert. Präoperative CT-Bildgebung wird häufig eingesetzt, um die Pedikelabmessungen zu beurteilen, insbesondere in der Brustwirbelsäule, wo die Pedikelbreite gering sein kann. Trajektorieoptionen – einschließlich geradliniger, anatomischer und kortikaler Knochentrajektorietechniken – bringen jeweils unterschiedliche biomechanische und weichteilbezogene Erwägungen mit sich, die das chirurgische Team von Fall zu Fall bewertet.

Was sollten chirurgische Teams bei der Anwendung beachten?

Wie bei jedem spinalen Implantat sind eine angemessene Dimensionierung, Trajektorieplanung und Technik unerlässlich, und alle Pedikelschraubeneingriffe bergen inhärente Risiken, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Schraubenfehlpositionierung, neuronale oder vaskuläre Verletzungen sowie hardwarebezogene Komplikationen. Die Anwendung sollte der jeweils geltenden Gebrauchsanweisung (IFU) folgen, und die Eignung des Patienten wird vom behandelnden Arzt auf Basis einer vollständigen klinischen und radiografischen Beurteilung festgelegt.

Häufig gestellte Fragen

Aus welchem Material bestehen Pedikelschrauben typischerweise?

Pedikelschrauben und Verbindungsstäbe werden üblicherweise aus Titanlegierung hergestellt, die für ihre Biokompatibilität, Festigkeit und Kompatibilität mit postoperativer MRT-Bildgebung geschätzt wird, wobei die genaue Materialzusammensetzung je nach Hersteller und Produktlinie variiert.

Werden Pedikelschrauben bei jeder Art von Wirbelsäulenoperation eingesetzt?

Nein. Die Pedikelschraubenfixation ist eine von mehreren Stabilisierungstechniken und wird basierend auf der spezifischen Pathologie, der Wirbelsäulenebene und den chirurgischen Zielen ausgewählt. Bei manchen Eingriffen kommen alternative oder ergänzende Fixationsmethoden zum Einsatz.

Können Pedikelschrauben mit minimalinvasiven Techniken platziert werden?

Ja, die perkutane Pedikelschraubenplatzierung ist eine etablierte minimalinvasive Technik, bei der spezialisierte Instrumente und häufig eine Bildgebungsunterstützung eingesetzt werden, um Schrauben durch kleinere Schnitte als bei der traditionellen offenen Freilegung zu platzieren.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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