Das May-Thurner-Syndrom beschreibt eine Kompression der linken Vena iliaca communis dort, wo die rechte Arteria iliaca communis diese gegen die Lendenwirbelsäule kreuzt. Die chronische Kompression und das wiederholte pulsierende Trauma können zu einer Obstruktion des venösen Abflusses, einer Schwellung des linken Beins und einer Prädisposition für eine iliofemorale tiefe Venenthrombose führen.
Klinisches Erscheinungsbild
Bei den Patienten handelt es sich häufig um Frauen im jungen bis mittleren Alter, die sich mit einseitiger Schwellung, Schweregefühl oder Schmerzen im linken Bein und in einigen Fällen einer akuten iliofemoralen TVT vorstellen. In chronischen Fällen können Anzeichen einer venösen Hypertonie auftreten, einschließlich Krampfadern oder Hautveränderungen. Ein hoher Verdachtsindex ist wichtig, da die anatomische Läsion leicht übersehen wird.
Diagnosekriterien
- Querschnittsbildgebung (CT- oder MR-Venographie) zeigt den arteriellen Crossover und die Verengung der Beckenvene.
- Duplex-Ultraschall unterstützt die Beurteilung von Blutfluss und Thrombose, obwohl das Beckensegment schwierig zu erkennen sein kann visualisieren.
- Intravaskulärer Ultraschall (IVUS) ist besonders wertvoll, da er den Grad der Kompression quantifiziert und die Stentgröße während des Eingriffs steuert.
- Venographie zeigt Stenose und Kollateralbildung.
Interventionelles Management
Bei symptomatischer Kompression stellen Angioplastie und Platzierung eines speziellen venösen Stents den Abfluss wieder her. Wenn May-Thurner eine akute iliofemorale TVT vorstellt, wird die Thrombusentfernung (kathetergesteuerte Thrombolyse oder mechanische Thrombektomie) mit der Stentimplantation der zugrunde liegenden Läsion kombiniert. Spezielle venöse Stents bieten im Gegensatz zu arteriellen Designs die Druckfestigkeit und den Durchmesser, die für das Beckensegment erforderlich sind.
Ergebnisse und Nachbeobachtung
Berichtete Ergebnisse nach der Stentimplantation zeigen eine dauerhafte Linderung der Symptome und eine gute Durchgängigkeit, wenn die Läsion vollständig behandelt ist, wobei die IVUS-gesteuerte Größenbestimmung die Ergebnisse verbessert. Antithrombotische Therapie und bildgebende Überwachung unterstützen die langfristige Durchgängigkeit von Stents.
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Geräteverfügbarkeit und zugelassene Indikationen variieren je nach Land. Dieser Inhalt richtet sich an medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder das klinische Urteil noch die Gebrauchsanweisung.
