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Ophthalmic & Vision CareApril 14, 2022INVAMED Medical Affairs

Laser-Photokoagulation: Die Netzhaut mit Licht behandeln

Wie die Laser-Photokoagulation bei Netzhauterkrankungen wirkt: Mechanismus, häufige Indikationen und die Rolle von Endolaser-Sonden.

Die Laser-Photokoagulation zählt zu den am längsten etablierten Verfahren der Augenheilkunde zur Behandlung von Erkrankungen der Netzhaut, dem lichtempfindlichen Gewebe an der Rückwand des Auges. Anstatt Gewebe zu schneiden oder zu entfernen, nutzt diese Netzhautlaser-Technik gebündelte Lichtenergie, um kontrollierte, mikroskopisch kleine Verödungen zu setzen, die Blutgefäße verschließen, abnormales Gewebe zerstören oder geschwächte Netzhautbereiche stabilisieren. Sie bleibt bei mehreren häufigen Netzhauterkrankungen ein zentraler Bestandteil der Behandlung.

Wie funktioniert der Photokoagulationsmechanismus?

Der Photokoagulationsmechanismus beruht darauf, dass Licht von Pigmenten in der Netzhaut, vor allem im retinalen Pigmentepithel, absorbiert und in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme löst eine kontrollierte thermische Reaktion im Zielgewebe aus, die abnormale Blutgefäße koaguliert oder kleine Narben erzeugt, welche Netzhautrisse verschließen oder den Sauerstoffbedarf in schlecht durchbluteten Netzhautbereichen senken können. Wellenlänge, Spotgröße, Dauer und Leistung des Lasers werden vom behandelnden Ophthalmologen individuell eingestellt, um die gewünschte Wirkung zu erzielen und dabei Schäden am umliegenden gesunden Gewebe zu begrenzen. Da die Behandlung präzise und fein abgestuft erfolgt, lässt sie sich an ein breites Spektrum anpassen – von einem kleinen, isolierten Netzhautriss bis hin zu ausgedehnten diabetesbedingten Veränderungen der gesamten Netzhaut.

Bei welchen Erkrankungen kommt die Laser-Photokoagulation zum Einsatz?

Die Laser-Photokoagulation wird häufig bei diabetischer Retinopathie eingesetzt, bei der infolge dauerhaft erhöhter Blutzuckerwerte abnormale oder undichte Blutgefäße entstehen, sowie bei Netzhautrissen, bei denen der Laser eine Narbe erzeugt, um den Riss abzugrenzen und das Risiko einer fortschreitenden Netzhautablösung zu senken. Sie wird zudem in manchen Fällen von Makulaödem und retinalem Venenverschluss angewendet, bei denen Flüssigkeitsaustritt oder abnormales Gefäßwachstum das zentrale Sehvermögen bedrohen. In jedem dieser Fälle besteht das Ziel nicht darin, bereits eingetretenen Sehverlust rückgängig zu machen, sondern die Netzhaut zu stabilisieren und das Risiko einer weiteren Verschlechterung zu verringern.

Wie wird der Laser während der Behandlung appliziert?

Die Laser-Photokoagulation kann in zwei unterschiedlichen Settings erfolgen. In der ambulanten Praxis wird der Laser ohne Schnitt durch die Pupille appliziert, wobei eine spezielle Kontaktlinse zum Einsatz kommt. Im Rahmen einer vitreoretinalen Operation wird ein faseroptisches Instrument, die sogenannte Endolaser-Sonde, direkt in das Auge eingeführt, um Laserenergie unter direkter Sicht auf die Netzhaut aufzubringen – besonders nützlich bei schwer von außen erreichbaren Bereichen oder in Kombination mit weiteren chirurgischen Schritten wie einer Vitrektomie. Endolaser-Sonden werden in verschiedenen Gauge-Größen hergestellt, um unterschiedlichen chirurgischen Ansätzen und Instrumentensystemen gerecht zu werden.

Ein Beispiel für Endolaser-Technologie

INVAMED stellt die Horus Optic Laser Probes her, eine Produktlinie von Photokoagulationssonden für den Einsatz in der vitreoretinalen Chirurgie. Laut Herstellerangaben sind diese Sonden aus medizinischer Faseroptik gefertigt und in den Gauge-Größen 20, 23, 25 und 27 erhältlich, um unterschiedlichen chirurgischen Anforderungen gerecht zu werden. Weitere Informationen finden Sie auf der INVAMED-Produktseite zu den Horus Optic Laser Probes; das gesamte Portfolio kann auf der INVAMED-Kategorieseite Ophthalmic & Vision Care eingesehen werden.

Was können Patienten hinsichtlich der Behandlungsergebnisse erwarten?

Die Laser-Photokoagulation wird im Allgemeinen als stabilisierende Behandlung beschrieben und nicht als Verfahren, das bereits verlorenes Sehvermögen wiederherstellt. Ihr Zweck besteht meist darin, ein weiteres Fortschreiten der Netzhauterkrankung zu verhindern, etwa das Voranschreiten einer diabetischen Retinopathie zu verlangsamen oder einen Netzhautriss zu verschließen, bevor er sich verschlimmert. Ein qualifizierter Arzt entscheidet auf Basis der spezifischen Netzhauterkrankung, ihres Schweregrads und der anatomischen Gegebenheiten, ob eine Laser-Photokoagulation für den jeweiligen Patienten geeignet ist, da Behandlungsergebnisse und Eignung individuell erheblich variieren können.

Wie viele Lasersitzungen sind in der Regel notwendig?

Die Anzahl der Sitzungen variiert je nach Erkrankung und Schweregrad; manche Netzhautrisse lassen sich in einer einzigen Sitzung verschließen, während eine diabetische Retinopathie oder ausgedehnte Gefäßveränderungen mehrere Sitzungen über einen längeren Zeitraum erfordern können. Der behandelnde Ophthalmologe legt den geeigneten Behandlungsplan anhand der fortlaufenden Netzhautuntersuchung fest.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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