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Digital Health & Remote MonitoringOctober 19, 2021INVAMED Medical Affairs

KI bei der Erkennung von Arrhythmien: Algorithmen im Takt

Wie KI und maschinelles Lernen die Arrhythmieerkennung bei der Herzüberwachung unterstützen, vom automatisierten EKG-Screening bis hin zu Überlegungen zur Alarmgenauigkeit.

Eine erweiterte Herzüberwachung erzeugt eine enorme Menge an EKG-Daten – weit mehr, als ein Kliniker manuell Schlag für Schlag über eine mehrtägige Aufzeichnung hinweg überprüfen könnte. Aus diesem Grund ist KI bei der Erkennung von Arrhythmien zu einer praktischen Notwendigkeit geworden. Dabei werden maschinelle Lernmodelle eingesetzt, die darauf trainiert sind, mit Arrhythmien verbundene Muster zu erkennen und die relevanten Segmente für die menschliche Überprüfung zu kennzeichnen. In diesem Artikel wird allgemein erläutert, wie diese Systeme funktionieren und wo ihre Grenzen liegen.

Wie funktioniert die EKG-Analyse durch maschinelles Lernen?

Bei einem maschinellen Lernansatz für die EKG-Analyse wird typischerweise ein Algorithmus anhand großer Sätze zuvor gekennzeichneter Rhythmusdaten trainiert und ihm beigebracht, die elektrischen Signaturen zu erkennen, die mit bestimmten Mustern verbunden sind – unregelmäßige R-R-Intervalle, die auf Vorhofflimmern hinweisen, weitkomplexe schnelle Rhythmen, die auf ventrikuläre Tachykardie hinweisen, oder längere Pausen. Nach dem Training kann der Algorithmus eine neue, unbeschriftete Aufzeichnung verarbeiten und Segmente kennzeichnen, die diesen erlernten Mustern ähneln, und so effektiv als First-Pass-Filter über Tage oder Wochen kontinuierlicher Daten hinweg fungieren.

Warum wird die automatische Erkennung statt der manuellen Überprüfung allein verwendet?

Der Umfang der mit der erweiterten Überwachung verbundenen Daten macht das automatisierte Screening zu einer praktischen Ergänzung zur menschlichen Überprüfung und nicht zu einem Ersatz dafür. Eine ein- oder zweiwöchige kontinuierliche Aufzeichnung kann außerordentlich viele Herzschläge enthalten, und die manuelle Überprüfung jedes einzelnen Herzschlags wäre sowohl unpraktisch als auch anfällig für ermüdungsbedingte Versehen. Durch die automatische Erkennung wird diese Menge auf einen überschaubaren Satz markierter Kandidatenereignisse eingegrenzt, die dann von einem Kardiologen oder ausgebildeten Techniker überprüft und klassifiziert werden – ein Arbeitsablauf, der algorithmische Effizienz mit klinischer Beurteilung verbindet.

Was bedeutet Warnungsgenauigkeit in diesem Zusammenhang?

Alarmgenauigkeit bezieht sich darauf, wie zuverlässig die von einem Algorithmus gekennzeichneten Ereignisse echten, klinisch relevanten Befunden entsprechen, im Gegensatz zu falsch-positiven Ergebnissen (Kennzeichnen einer normalen Variation als abnormal) oder falsch-negativen Ergebnissen (ein echtes abnormales Ereignis wird übersehen). Kein Erkennungsalgorithmus erreicht eine perfekte Genauigkeit, weshalb die Überprüfung markierter Streifen durch den Menschen weiterhin ein Standardbestandteil des klinischen Arbeitsablaufs und kein optionaler Schritt ist. Hersteller geben üblicherweise Leistungsmerkmale für ihre Erkennungsalgorithmen an, diese Zahlen sollten jedoch immer als vom Hersteller angegeben und spezifisch für die in ihren Materialien beschriebenen Validierungsbedingungen verstanden werden.

Wie wird dies in der Monitoring-Plattform von INVAMED angewendet?

INVAMEDs RhythmTrack Mobile Cardiac Telemetry Monitoring-Plattform integriert geräteinterne Arrhythmie-Erkennungsalgorithmen, die darauf ausgelegt sind, Muster wie Vorhofflimmern und ventrikuläre Tachykardie in kontinuierlichen EKG-Daten zu identifizieren und die Übertragung des relevanten Segments an ein Überwachungszentrum zur klinischen Überprüfung auszulösen. Diese Struktur spiegelt den breiteren Branchenansatz wider, die automatisierte Erkennung als eine durch menschliche Aufsicht unterstützte Screening-Ebene und nicht als völlig autonomes Diagnosetool zu verwenden. Weitere Informationen zu dieser Kategorie finden Sie auf der Seite für digitale Gesundheit und Fernüberwachung von invamed.com.

Ist die KI-basierte Überwachung für alle Patienten verfügbar?

Die Verfügbarkeit hängt von dem von einem Arzt verschriebenen spezifischen Überwachungsgerät sowie seiner behördlichen Zulassung und Marktverfügbarkeit in einem bestimmten Land ab. Ein qualifizierter Arzt bestimmt, welcher Überwachungsansatz, ob KI-gestützt oder nicht, für die klinische Situation einer Person geeignet ist.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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