Wie funktioniert die Laser-Venenbehandlung? Im Kern nutzt die endovenöse Laserablation (EVLA) Lichtenergie, die in Wärme umgewandelt wird, um eine erkrankte Vene von innen zu verschließen – ohne die umfangreicheren Schnitte, die mit der klassischen Venenchirurgie verbunden sind. Hier ein verständlicher Überblick darüber, wie der Prozess im Allgemeinen abläuft.
Laserenergie gelangt in die Vene
Die Laser-Venenbehandlung beginnt damit, dass ein Arzt mithilfe von Ultraschall die betroffene Vene lokalisiert – häufig die Vena saphena magna, die entlang der Innenseite von Oberschenkel und Wade verläuft. Ein dünner Katheter wird durch eine kleine Punktion in der Haut eingeführt, und eine Laserfaser wird durch den Katheter in die Vene vorgeschoben.
Da die Faser während des gesamten Vorgangs durch Ultraschall geführt wird, kann der Arzt genau sehen, wo sie positioniert ist, bevor Energie abgegeben wird.
Licht wird zu Wärme
Sobald die Faser positioniert ist, aktiviert der Arzt den Laser. Die Faserspitze gibt Laserenergie bei einer bestimmten Wellenlänge ab – bei modernen Systemen häufig 1470 nm, wobei auch andere Wellenlängen wie 980 nm weiterhin verwendet werden. Diese Lichtenergie wird vom Gewebe und Wasser in der Venenwand absorbiert und in Wärme umgewandelt.
Während die Faser langsam entlang der gesamten Länge der erkrankten Vene zurückgezogen wird, wird diese Wärme kontrolliert und kontinuierlich appliziert, nicht auf einmal.
Warum verschließt Wärme die Vene?
Die vom Laser erzeugte Wärme führt dazu, dass das Kollagen in der Venenwand sich zusammenzieht und die Vene selbst schrumpft und sich verschließt. Da die Vene nicht mehr offen ist, kann kein Blut mehr durch sie fließen – stattdessen wird das Blut auf natürliche Weise über nahegelegene gesunde Venen umgeleitet, die den normalen Blutfluss bewältigen können.
In den folgenden Wochen und Monaten resorbiert der Körper typischerweise das verschlossene, nicht mehr funktionsfähige Venengewebe, und es verschwindet aus dem Sichtfeld.
Was schützt das umliegende Gewebe?
Bevor Laserenergie abgegeben wird, injiziert ein Arzt in der Regel eine verdünnte Betäubungsflüssigkeit – die sogenannte Tumeszenzanästhesie – rund um die Vene. Diese Flüssigkeit betäubt nicht nur den Bereich: Sie hilft auch, die umliegende Haut und das Gewebe vor der Wärme zu isolieren und hält die Vene gegen die Faser komprimiert, um einen gleichmäßigeren Energiekontakt zu gewährleisten.
Warum gilt dieser Ansatz als minimalinvasiv?
Da die Laser-Venenbehandlung über eine kleine Punktion statt eines chirurgischen Schnitts erfolgt und die Vene verschlossen statt chirurgisch entfernt wird, erleben viele Patienten eine im Vergleich zum klassischen Venenstripping vergleichsweise einfachere Erholung. Dennoch birgt jeder Eingriff ein gewisses Risiko, und die individuellen Ergebnisse variieren. Nur ein qualifizierter Arzt kann feststellen, ob dieser Ansatz für einen bestimmten Patienten geeignet ist.
Häufig gestellte Fragen
Tut die Laser-Venenbehandlung weh?
Die meisten Patienten erhalten eine Lokal- oder Tumeszenzanästhesie, die die Beschwerden während des Eingriffs verringern soll. Ein gewisses Spannungsgefühl oder leichte Schmerzen danach werden häufig berichtet. Ihr Arzt kann besprechen, was Sie in Ihrem spezifischen Fall erwarten können.
Wie wird die Vene nach der Laserbehandlung aus dem Körper entfernt?
Die Vene wird nicht chirurgisch entfernt. Stattdessen wird sie durch Wärme verschlossen, und der Körper resorbiert das verschlossene Gewebe im Laufe der Zeit allmählich.
Ist die Laser-Venenbehandlung dauerhaft?
Das behandelte Venensegment soll dauerhaft verschlossen bleiben, doch wie bei jedem medizinischen Eingriff variieren die individuellen Ergebnisse, und im Laufe der Zeit können sich an anderer Stelle neue venöse Probleme entwickeln. Ihr Arzt kann besprechen, was langfristig zu erwarten ist.
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