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Urology & Incontinence ManagementJuly 10, 2011INVAMED Medical Affairs

Hämaturie: Blut im Urin — Wann zum Arzt?

Blut im Urin bemerkt? Erfahren Sie, was Hämaturie bedeuten kann und warum eine rasche ärztliche Abklärung wichtig ist. Immer einen Arzt aufsuchen.

Blut im Urin zu bemerken, medizinisch Hämaturie genannt, kann beunruhigend sein — verständlicherweise. Auch wenn es viele mögliche Erklärungen gibt, die von geringfügig bis bedeutsamer reichen, sollte Hämaturie stets Anlass für einen Arztbesuch zur richtigen Abklärung sein. Dieser Artikel bietet allgemeine, aufklärende Informationen und ersetzt keine ärztliche Beurteilung.

Was ist Hämaturie?

Hämaturie bedeutet schlicht das Vorhandensein von Blut im Urin. Sie wird im Allgemeinen in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Sichtbare (makroskopische) Hämaturie — mit bloßem Auge erkennbares Blut, das den Urin rosa, rot oder braun färben kann.
  • Mikroskopische Hämaturie — Blut, das nur durch Labortests nachweisbar ist, nicht mit bloßem Auge sichtbar, häufig zufällig im Rahmen einer Routine-Urinuntersuchung entdeckt.

Beide Kategorien erfordern eine ärztliche Abklärung, auch wenn sichtbare Hämaturie aufgrund ihrer Erkennbarkeit tendenziell unmittelbarere Besorgnis auslöst.

Was kann Blut im Urin verursachen?

Hämaturie kann durch eine Vielzahl zugrunde liegender Erkrankungen entstehen, die jeden Teil des Harntrakts betreffen können, darunter:

  • Harnwegsinfektionen
  • Nierensteine
  • Vergrößerte Prostata (bei Männern)
  • Nieren- oder Blasenerkrankungen, einschließlich entzündlicher oder struktureller Probleme
  • Intensive körperliche Anstrengung, die bei manchen Personen eine vorübergehende, gutartige Hämaturie verursachen kann
  • Bestimmte Medikamente, einschließlich mancher Blutverdünner, die bestehende Blutungen deutlicher sichtbar machen können

Da die möglichen Ursachen von geringfügig und selbstlimitierend bis zu ernsteren, rasch behandlungsbedürftigen Erkrankungen reichen, ist eine Selbstdiagnose allein anhand des Erscheinungsbilds nicht zuverlässig — eine ärztliche Abklärung ist erforderlich, um die zugrunde liegende Ursache zu bestimmen.

Warum ist eine rasche Abklärung wichtig?

Da Hämaturie ein frühes Anzeichen von Erkrankungen sein kann, die von einer rechtzeitigen Diagnose profitieren, empfehlen Ärzte im Allgemeinen, jede Episode von sichtbarem Blut im Urin zeitnah abklären zu lassen, selbst wenn sie von selbst wieder verschwindet. Blut im Urin, das ohne begleitende Schmerzen auftritt, wird in der Patientenaufklärung besonders betont als etwas, das nicht allein deshalb bagatellisiert werden sollte, weil keine Beschwerden vorliegen.

Was umfasst eine ärztliche Abklärung typischerweise?

Die Abklärung bei Hämaturie umfasst üblicherweise eine Urinuntersuchung zur Bestätigung und Charakterisierung der Blutung sowie eine Überprüfung der Krankengeschichte und Medikation. Je nach Befund kann ein Arzt weitere Untersuchungen wie bildgebende Verfahren (Ultraschall oder CT) oder eine Überweisung an einen Urologen für eine weitere Abklärung empfehlen, die in manchen Fällen eine Zystoskopie einschließen kann. Der genaue Untersuchungsumfang hängt von individuellen Risikofaktoren und Befunden ab.

Welche Informationen sind hilfreich, um sie mit einem Arzt zu teilen?

Vor einem Termin kann es hilfreich sein, zu notieren, wann das Blut im Urin erstmals bemerkt wurde, ob es mit Schmerzen, Fieber oder einer kürzlichen Verletzung einherging und ob es nach intensiver körperlicher Aktivität auftrat. Patienten sollten außerdem eine aktuelle Medikamentenliste bereithalten, insbesondere Blutverdünner oder Nahrungsergänzungsmittel, sowie Angaben zur persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Nierensteinen, Harnwegserkrankungen oder Krebserkrankungen des Harnsystems. Diese Informationen helfen dem Arzt, die wahrscheinlichsten Erklärungen effizienter einzugrenzen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Blut im Urin immer ein Zeichen für eine ernste Erkrankung?

Nicht zwangsläufig — die Ursachen reichen von geringfügigen, selbstlimitierenden Problemen bis zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Genau diese Bandbreite ist der Grund, warum bei jeder Episode von Hämaturie eine ärztliche Abklärung empfohlen wird, statt einer Vermutung.

Sollte eine bei einer Routineuntersuchung entdeckte mikroskopische Hämaturie ernst genommen werden?

Ja. Auch eine zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckte Hämaturie erfordert im Allgemeinen eine ärztlich empfohlene Nachuntersuchung, da sie trotz fehlender sichtbarer Symptome mitunter eine zugrunde liegende Erkrankung widerspiegeln kann.

Kann Hämaturie verschwinden und wiederkehren?

Ja, manche Ursachen von Hämaturie sind intermittierend. Selbst wenn das Blut im Urin von selbst verschwindet, wird Patienten im Allgemeinen geraten, dennoch eine Abklärung zu suchen, statt anzunehmen, dass die zugrunde liegende Ursache behoben ist.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

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