Dieser Leitfaden bietet einen bildenden, technischen Überblick über die Embolisation und die in diesem Bereich eingesetzten Gerätetechnologien. Da die Embolisation im Allgemeinen dauerhaft angelegt sein soll, wird eine sorgfältige Gefäßauswahl und -größenbestimmung betont, damit nur das beabsichtigte Areal verschlossen wird. Als Hersteller von Medizinprodukten entwickelt INVAMED Technologien in diesem Bereich; die hier bereitgestellten Informationen dienen der Aufklärung und stellen keine medizinische Beratung dar.
Hintergrund: Endovaskuläre Embolisation
Die Embolisation ist eine endovaskuläre Technik, bei der ein okkludierendes Material über einen Katheter abgegeben wird, um den Blutfluss in einem Zielgefäß gezielt zu blockieren, und sie wird bei einer breiten Palette von Indikationen eingesetzt. Transarterielle Ansätze umfassen auch die transarterielle Radioembolisation (TARE) und andere zielgerichtete Therapien, die über dedizierte Mikrokatheter abgegeben werden, stets nach Festlegung durch das behandelnde interventionelle Team. Zu den in der Literatur beschriebenen häufigen Anwendungen gehören periphere Aneurysmen, arteriovenöse Fisteln (AVFs) und Malformationen (AVMs), gastrointestinale oder intestinale Blutungen, pelvine Kongestion, Varikozele und Endoleaks nach Aortenreparatur.
Kerntechnologien und Optionen
Ablösbare und schiebbare Coils. Embolisations-Coils sind feine Metallfilamente, die in einem Gefäß platziert werden, wo sie eine dichte Masse bilden, die Thrombose und mechanische Okklusion fördert. Ablösbare Coils werden auf einem Zuführungsdraht gehalten, bis die operierende Person die Position bestätigt, und dann über eine kontrollierte mechanische Ablösung freigesetzt, was eine Neupositionierung vor der endgültigen Festlegung ermöglicht, während schiebbare Coils direkt vorgeschoben werden. Gefäßplugs. Ein Gefäßplug ist ein in sich geschlossenes okkludierendes Gerät, in der Regel ein Nitinolgerüst, das quer über ein Zielgefäß positioniert wird, um den Fluss zu stoppen, häufig in einer einzigen Freisetzung. Faserfüllung und Abdeckmaterialien können die Thrombose fördern, während röntgendichte Marker die Visualisierung unterstützen und ein ablösbarer Punkt eine kontrollierte Freisetzung ermöglicht. Flüssige Embolisationsagenzien. Flüssige Embolisationsagenzien sind injizierbare Materialien, die sich nach der Abgabe im Gefäß verfestigen, wodurch sie komplexe Netzwerke wie arteriovenöse Malformationen durchdringen und ausgießen können. Nicht-adhäsive Agenzien sind dafür ausgelegt, ohne Bindung an die Katheterspitze auszufällen oder abzubinden, was bei bestimmten Läsionen eine kontrolliertere Abgabe unterstützen kann. Zuführungs-Mikrokatheter und -Katheter. Eine präzise Embolisation hängt von Zuführungskathetern und Mikrokathetern ab, die gewundene Gefäße navigieren und das okkludierende Agens an der beabsichtigten Stelle positionieren können. Das Innendurchmesser-Lumen des Katheters und die Kompatibilität mit dem gewählten Coil, Plug oder Agens sind praktische Faktoren, die die operierende Person vor der Abgabe bestätigt. Coil-Embolisation von Aneurysmen. Bei peripheren Aneurysmen können Coils im Aneurysmasack gepackt oder zur Okklusion eines zuführenden Gefäßes verwendet werden, um die Thrombose zu fördern und den Fluss in das Aneurysma zu verringern. Ablösbare Designs sind hier besonders nützlich, da sie es der operierenden Person ermöglichen, die Coil-Position zu beurteilen, bevor jeder Coil freigesetzt wird. Flussmodulierende Geräte. Flussmodulierende Geräte sind stentbasierte Konstruktionen, die dafür ausgelegt sind, den Blutfluss durch einen Abschnitt zu verändern, anstatt einen Sack direkt zu packen, und sie werden in ausgewählten vaskulären Anwendungen eingesetzt. Durch die Neuordnung des Flusses können solche Geräte nach Festlegung durch das behandelnde Team unterstützend im Aneurysma- und peripheren Gefäßmanagement eingesetzt werden.
Vergleich der Ansätze
Coils vs. Gefäßplug. Coils bauen eine Okklusion auf, indem mehrere Filamente in ein Gefäß oder einen Sack gepackt werden, während ein Gefäßplug ein einzelnes Gerät ist, das eingesetzt wird, um das Zielgefäß zu überbrücken und zu verschließen. INVAMED bietet beide Ansätze an: das Spider Peripheral Detachable Coil System und den faserfüllenden MultiBEAM Embolization Plug, der laut seiner Produktseite für Arterien von 2,6 bis 6,2 mm geeignet ist. Flüssige Embolisation vs. Coils. Flüssige Embolisationsagenzien fließen in ein Gefäßnetzwerk und gießen es aus, was bei diffusen oder komplexen Läsionen wie AVMs von Vorteil sein kann, während Coils an einzelnen Punkten okkludieren. INVAMED bietet das Libro Non-Adhesive Embolization Agent für flüssige Anwendungen und das Spider Coil-System für die coilbasierte Okklusion an. Ablösbare Coils vs. schiebbare Coils. Ablösbare Coils bleiben an einem Zuführungsdraht befestigt, bis die operierende Person eine zufriedenstellende Position bestätigt und dann eine kontrollierte Freisetzung auslöst, was zuvor eine Neupositionierung ermöglicht. Das Spider Peripheral Detachable Coil System von INVAMED stellt beide Konfigurationen innerhalb einer Familie bereit, sodass die operierende Person den Ansatz an die Situation anpassen kann.
INVAMED-Portfolio in diesem Bereich
Zu den zugehörigen Geräten von INVAMED gehören: Spider Peripheral Detachable Coil System, MultiBEAM Embolization Plug, Pars Detachable Embolization Catheter, MicroDELIVERY Embolization Catheter, Stena Multi-Layer Flow Modulator, Libro Non-Adhesive Embolization Agent. Detaillierte Spezifikationen für jedes einzelne finden Sie in der Produktdokumentation.
Wichtige Überlegungen
- Herstellerangaben zu INVAMED-Geräten, einschließlich vergleichender Aussagen auf der MultiBEAM-Produktseite, spiegeln die Positionierung des Unternehmens wider und keine garantierten individuellen Ergebnisse.
- Da die Embolisation in der Regel dauerhaft angelegt sein soll, wird eine präzise Gefäßauswahl und -größenbestimmung betont, damit nur das beabsichtigte Areal verschlossen wird.
- Ablösbare Designs ermöglichen es der operierenden Person, die Position zu bestätigen, bevor sie sich endgültig festlegt, was in der Nähe empfindlicher Äste wertvoll sein kann.
Häufig gestellte Fragen
Wer entscheidet, welches Embolisationsgerät verwendet wird?
Eine geschulte interventionell tätige Person wählt das Agens und das Zuführungssystem auf Grundlage des Zielgefäßes und der Indikation aus; dieser Artikel dient der Aufklärung und ist keine Behandlungsempfehlung.
Ist die Embolisation dauerhaft?
Die Embolisation ist mit Coils, Plugs und sich verfestigenden Flüssigkeiten im Allgemeinen dauerhaft angelegt, wobei einige Partikelagenzien eher vorübergehend sind; die zu erwartende Beständigkeit wird mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt besprochen.
Stellt INVAMED ein flüssiges Embolisationsagens her?
Ja; das Libro Non-Adhesive Embolization Agent ist im Embolisations-Portfolio von INVAMED als nicht-adhäsives flüssiges Agens querverwiesen, wobei die Abgabe von der operierenden Person festgelegt wird.
Über INVAMED
Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.
Weiterführendes bei INVAMED
- Embolization — Produktkategorie
- Ist die Embolisation dauerhaft?
- Eine klinische Einführung in flüssige Embolisationsagenzien
- Ein Blick in den MicroDELIVERY Embolization Catheter: Design und Anwendungen
Wichtiger Haftungsausschluss
Dieser Artikel dient allgemeinen bildenden und technischen Informationen über Medizinproduktetechnologien. Er stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar und ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Jede Entscheidung über Diagnose oder Behandlung sollte von einer zugelassenen Ärztin bzw. einem zugelassenen Arzt auf Grundlage einer individuellen Beurteilung getroffen werden. INVAMED-Geräte sind zur Verwendung durch geschulte medizinische Fachkräfte in Übereinstimmung mit der geltenden Gebrauchsanweisung (IFU) und den lokalen behördlichen Zulassungen bestimmt. Produktverfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land.
Geprüft vom INVAMED Medical Affairs Team. Die Inhalte sind bildender und technischer Natur.
