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CardiologyFebruary 22, 2026Standard Technology

Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie: Diagnose und Behandlung

Entdecken Sie die Diagnose und Behandlung der chronischen thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH), einer schweren Erkrankung, die eine multidisziplinäre Behandlung erfordert. Erfahren Sie mehr über PEA, BPA und pharmakologische Therapien.

Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie: Diagnose und Behandlung

Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) ist eine schwere und komplexe Erkrankung, die durch anhaltende pulmonale Hypertonie infolge einer ungelösten Lungenembolie gekennzeichnet ist. Sie wird als pulmonale Hypertonie der Gruppe 4 eingestuft und kann unbehandelt zu einer erheblichen Rechtsherzinsuffizienz führen [1]. Obwohl es sich um eine seltene Komplikation einer akuten Lungenembolie (APE) handelt, kann ihre tatsächliche Inzidenz aufgrund einer Unterdiagnose unterschätzt werden [1, 2].

Pathophysiologie

CTEPH umfasst einen vielschichtigen Krankheitsprozess, der über eine einfache mechanische Obstruktion hinausgeht. Sie ist durch eine fibrotische Obstruktion der Lungenarterien gekennzeichnet, die sowohl proximale (lobar-segmentale) als auch distale (subsegmentale) Gefäße betreffen kann. Darüber hinaus trägt eine pulmonale Mikrovaskulopathie, ähnlich wie bei pulmonaler arterieller Hypertonie, zu einem erhöhten pulmonalen Gefäßwiderstand und einer fortschreitenden Funktionsstörung des rechten Herzens bei [1, 2]. Die genauen Mechanismen, durch die verbleibende Gerinnsel bestehen bleiben und eine fibrotische Transformation durchlaufen, sind nicht vollständig geklärt, es wurden jedoch verschiedene Risikofaktoren, einschließlich bestimmter chronischer Erkrankungen und Thrombophilie, identifiziert [1].

Diagnose

Ein hoher Verdachtsindex ist entscheidend für eine rechtzeitige Diagnose, insbesondere bei Patienten mit ungeklärter Dyspnoe oder anhaltenden Symptomen nach einem APE [1]. Das anfängliche Screening umfasst häufig Echokardiographie und Ventilations-Perfusions-Scans (V/Q). Ein nicht übereinstimmender V/Q-Scan bei Verdacht auf pulmonale Hypertonie sollte Anlass für weitere Untersuchungen sein. Zur Bestätigung der Diagnose und Beurteilung des hämodynamischen Schweregrads ist eine Rechtsherzkatheterisierung (RHC) erforderlich [1, 2]. Die multimodale Bildgebung, einschließlich der Computertomographie-Lungenangiographie (CTPA) und der konventionellen Lungenangiographie (CPA), ist von entscheidender Bedeutung, um den Ort und das Ausmaß der thromboembolischen Belastung zu charakterisieren und Behandlungsentscheidungen zu treffen [1]. Die Seltenheit der Erkrankung und unspezifische Symptome stellen häufig Hindernisse für eine frühzeitige Diagnose dar [1].

Behandlungsstrategien

Die Behandlung von CTEPH ist komplex und erfordert einen multidisziplinären Ansatz, an dem PEA-Chirurgen, Interventionisten und Spezialisten für pulmonale Hypertonie beteiligt sind [1, 2]. Der Eckpfeiler der Behandlung operabeler Patienten ist die Pulmonale Endarteriektomie (PEA), ein chirurgischer Eingriff, der darauf abzielt, organisiertes fibrotisches Material aus den Lungenarterien zu entfernen. PEA gilt als potenziell kurativ und verbessert die Patientenergebnisse erheblich [1, 2]. Die Patientenauswahl für eine PEA erfolgt sorgfältig und berücksichtigt Faktoren wie die Schwere der Symptome, den Grad der pulmonalen Hypertonie, den Ort der Obstruktionen und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten [1].

Für Patienten, die aufgrund einer distalen Erkrankung, schwerer Komorbiditäten oder persönlicher Vorlieben als inoperabel gelten, oder für Patienten mit anhaltender/wiederkehrender pulmonaler Hypertonie nach PEA stehen alternative Therapien zur Verfügung. **Ballonpulmonale Angioplastie (BPA)** ist ein interventionelles Verfahren, das die Hämodynamik und Symptome durch Erweiterung verstopfter Lungenarterien verbessern kann [1, 2]. Darüber hinaus spielen gezielte **pharmakologische Behandlungen** eine entscheidende Rolle. Dazu gehören PDE5-Inhibitoren, Endothelin-Rezeptor-Antagonisten und sGC-Stimulatoren, die zur Reduzierung des Lungengefäßwiderstands beitragen [1]. Die lebenslange Antikoagulation ist ebenfalls ein entscheidender Bestandteil der Behandlung, um wiederkehrende Thromboembolien zu verhindern [1].

Schlussfolgerung

Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie ist eine schwerwiegende, aber behandelbare Erkrankung. Früherkennung, genaue Diagnose durch umfassende Bildgebung und hämodynamische Beurteilung sowie eine maßgeschneiderte, multidisziplinäre Therapiestrategie sind für die Verbesserung der Patientenergebnisse von größter Bedeutung. Fortschritte in chirurgischen Techniken, interventionellen Verfahren und medizinischen Therapien bieten Hoffnung für Patienten mit dieser herausfordernden Krankheit.

Referenzen

[1] Simeone, B., et al. (2024). Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie: die therapeutische Beurteilung. *Frontiers in Cardiocular Medicine*, 11, 1439411. [https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11337617/](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11337617/) [2] Cazeiro, D. I., et al. (2025). Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie: Eine umfassende Übersicht über Pathogenese, Diagnose und Behandlungsstrategien. *Revista Portuguesa de Cardiologia*, 44(2), 121-137. [https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0870255124001872](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0870255124001872)

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