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Pulmonary Embolism ManagementMay 8, 2025INVAMED Medical Affairs

Katheterbasierte Therapie bei Lungenembolie

Wie die katheterbasierte Therapie bei Lungenembolie funktioniert, warum sie Gerinnsel lokal adressiert und wo pharmakomechanische Thrombolyse-Systeme in der Behandlung einzuordnen sind.

Die interventionelle Medizin hat das verfügbare Instrumentarium zur Behandlung der Lungenembolie stetig erweitert, und Ansätze der katheterbasierten Therapie bei Lungenembolie gehören zu den meistdiskutierten Entwicklungen in diesem Bereich. Anstatt gerinnselauflösende Medikamente im gesamten Blutkreislauf zu verteilen, platziert diese Technik einen Pulmonalarterienkatheter direkt am Ort des Gerinnsels, um die Behandlung dort zu konzentrieren, wo sie am dringendsten benötigt wird. Dieser Artikel erläutert, wie die katheterbasierte Therapie funktioniert, wie sie sich von der systemischen Medikamentenbehandlung unterscheidet und welche Rolle pharmakomechanische Systeme bei ihrer Anwendung spielen.

Wie unterscheidet sich die katheterbasierte Therapie von der systemischen Behandlung?

Die systemische Thrombolyse verabreicht gerinnselauflösende Medikamente über eine gewöhnliche intravenöse Leitung, sodass das Medikament den gesamten Körper durchläuft, bevor es die Pulmonalarterien erreicht. Die katheterbasierte Therapie (CDT bei Lungenembolie) hingegen führt einen dünnen Katheter durch das venöse System bis in die Pulmonalarterie vor, sodass das Medikament direkt am oder nahe dem Gerinnsel freigesetzt wird. Der Gedanke hinter diesem lokalisierten Ansatz ist, dass die Konzentration des Medikaments am Behandlungsort im Vergleich zu einer vollständigen systemischen Infusion eine geringere systemische Gesamtmedikamentenexposition ermöglichen kann – ein Grund, warum sie als Option für Patientinnen und Patienten diskutiert wird, bei denen das Blutungsrisiko eine besondere Rolle spielt. Wie bei jeder Intervention bei Lungenembolie wird die Entscheidung, katheterbasierte Therapie anstelle von systemischer Thrombolyse oder alleiniger Antikoagulation einzusetzen, von einer qualifizierten Ärztin bzw. einem qualifizierten Arzt anhand des individuellen klinischen Bildes getroffen.

Was ist gezielte Thrombolyse und wie wird sie verabreicht?

Gezielte Thrombolyse bezeichnet das Prinzip, die Wirkung des thrombolytischen Medikaments gezielt auf den Ort des Gerinnsels zu richten, anstatt sie breit im Kreislauf zu verteilen. In der Praxis wird dies erreicht, indem ein spezialisierter Pulmonalarterienkatheter unter fluoroskopischer Kontrolle zum betroffenen Gefäß vorgeschoben und Medikament über Öffnungen entlang der Katheterlänge infundiert wird. Manche Systeme kombinieren diese Medikamentenabgabe mit zusätzlicher mechanischer Energie, die dazu beitragen soll, die Struktur des Gerinnsels aufzubrechen und die dem thrombolytischen Wirkstoff ausgesetzte Oberfläche zu vergrößern – eine Kombination, die im Allgemeinen als pharmakomechanische Thrombolyse bezeichnet wird.

Was ist pharmakomechanische Thrombolyse und wie funktioniert sie?

Pharmakomechanische Thrombolyse-Systeme kombinieren die katheterbasierte Medikamentenabgabe mit einer mechanischen Komponente, meist Ultraschallenergie, die über denselben in der Pulmonalarterie positionierten Katheter verabreicht wird. Ein Beispiel, das über INVAMED erhältlich ist, ist der Viper ULTRA Thrombolysis Catheter, der laut Hersteller darauf ausgelegt ist, Thromben durch die Kombination gezielter Ultraschallwellen mit einer kontrollierten Infusion eines thrombolytischen Medikaments aufzulösen. Das pharmakomechanische Konzept hinter dieser Art von Pulmonalarterienkatheter besteht darin, die lokalisierte Medikamentenabgabe mit mechanischer Energie zu kombinieren, die die Gerinnselauflösung am Behandlungsort beschleunigen soll. Geräte dieser Kategorie werden von interventionellen Ärztinnen und Ärzten eingesetzt und unterliegen einer länderspezifischen regulatorischen Zulassung; Verfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land, und Ärztinnen und Ärzte sollten für vollständige Informationen die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) konsultieren.

Für welche Patientinnen und Patienten kommt eine CDT infrage?

Die katheterbasierte Therapie wird im Allgemeinen für Patientinnen und Patienten mit Intermediär-hoch-Risiko- oder Hochrisiko-Lungenembolie diskutiert, insbesondere wenn Hinweise auf eine Rechtsherzbelastung vorliegen oder wenn die systemische Thrombolyse für die betreffende Person ein erhöhtes Blutungsrisiko birgt. Sie gilt für die meisten Niedrigrisiko-Fälle, die üblicherweise allein mit Antikoagulation behandelt werden, nicht als Erstlinientherapie. Die Eignung der katheterbasierten Therapie für eine bestimmte Patientin bzw. einen bestimmten Patienten hängt von Lage und Ausmaß des Gerinnsels, dem allgemeinen Blutungsrisiko, der Nierenfunktion und weiteren klinischen Faktoren ab, die nur eine qualifizierte Ärztin bzw. ein qualifizierter Arzt umfassend beurteilen kann.

Welche allgemeinen Risiken sind mit diesem Ansatz verbunden?

Wie jedes katheterbasierte Verfahren mit thrombolytischer Medikation birgt die katheterbasierte Therapie ein Blutungsrisiko, einschließlich an der Gefäßzugangsstelle oder, seltener, an anderen Stellen im Körper. Weitere allgemein anerkannte Risiken im Zusammenhang mit katheterbasierten Pulmonalarterien-Eingriffen umfassen Gefäßverletzungen und Komplikationen im Zusammenhang mit der Katheterplatzierung. Die Ärztin bzw. der Arzt, die bzw. der den Eingriff durchführt oder empfiehlt, bespricht diese Risiken individuell und wägt sie gegen den potenziellen Nutzen einer Reduktion der Gerinnsellast für die jeweilige Patientin bzw. den jeweiligen Patienten ab.

Ist die katheterbasierte Therapie sicherer als die systemische Thrombolyse?

Die katheterbasierte Therapie wird im Allgemeinen als Option diskutiert, die im Vergleich zur systemischen Thrombolyse in voller Dosierung eine geringere systemische Gesamtmedikamentenexposition ermöglichen kann, was für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko relevant sein kann. Beide Ansätze bergen jedoch Risiken, und die geeignete Wahl hängt von einer individuellen klinischen Beurteilung durch eine qualifizierte Ärztin bzw. einen qualifizierten Arzt ab.

Wie lange dauert eine Sitzung der katheterbasierten Therapie üblicherweise?

Die Dauer variiert je nach eingesetztem System, dem Ausmaß der Gerinnsellast und dem vom Behandlungsteam gewählten Therapieprotokoll. Manche Ansätze umfassen eine mehrstündige Infusionsphase, während andere eine kürzere Verfahrensdauer beinhalten; die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt kann Details zum geplanten Ansatz mitteilen.

Ersetzt die katheterbasierte Therapie die Notwendigkeit von Blutverdünnern danach?

Nein. Die katheterbasierte Therapie behandelt das bestehende Gerinnsel, doch eine Antikoagulation ist danach im Allgemeinen weiterhin notwendig, um die Bildung neuer Gerinnsel zu verhindern. Das spezifische Medikament und die Dauer der Antikoagulation nach dem Eingriff werden von der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt festgelegt.

Weiteren Kontext zu interventionellen Instrumenten in der Versorgung bei Lungenembolie finden Sie auf der Kategorieseite Lungenembolie-Management.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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