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Neurovascular InterventionsSeptember 13, 2021INVAMED Medical Affairs

BE-FAST: Schlaganfall-Warnzeichen erkennen

Die BE-FAST-Warnzeichen für Schlaganfall — Balance, Augen, Gesicht, Arm, Sprache, Zeit — und warum der sofortige Notruf entscheidend ist.

Die BE-FAST-Warnzeichen für Schlaganfall sind eine Merkhilfe, die jedem – unabhängig vom medizinischen Vorwissen – helfen soll, einen möglichen Schlaganfall zu erkennen und ohne Verzögerung zu handeln. Da Hirngewebe bei unterbrochener Durchblutung sehr rasch geschädigt werden kann, ist das frühzeitige Erkennen der Symptome und der sofortige Notruf eine der wichtigsten Maßnahmen, die eine Umstehende Person ergreifen kann. Dieser Leitfaden erklärt jeden Bestandteil des BE-FAST-Akronyms und was bei Auftreten dieser Anzeichen zu tun ist.

Wofür steht BE-FAST?

BE-FAST erweitert das ältere FAST-Akronym um zwei zusätzliche Anzeichen – Balance und Augen –, die ebenfalls auf einen Schlaganfall hinweisen können, insbesondere bei Schlaganfällen, die den hinteren Teil des Gehirns betreffen.

  • B — Balance: Plötzlicher Schwindel, Koordinationsverlust oder Gehschwierigkeiten
  • E — Eyes (Augen): Plötzlich verschwommenes, doppeltes oder verlorenes Sehvermögen auf einem oder beiden Augen
  • F — Face (Gesicht): Herabhängende Gesichtshälfte oder ein schiefes Lächeln, oft einseitig
  • A — Arm: Schwäche oder Taubheitsgefühl in einem Arm, häufig bemerkbar, wenn beide Arme angehoben werden
  • S — Speech (Sprache): Verwaschene Sprache, Sprechschwierigkeiten oder Schwierigkeiten, andere zu verstehen
  • T — Time (Zeit): Zeit, sofort den Notruf zu wählen, wenn eines dieser Anzeichen auftritt

Warum treten diese Anzeichen plötzlich auf?

Schlaganfall-Symptome treten typischerweise abrupt auf, weil sie eine plötzliche Unterbrechung der Durchblutung in einem bestimmten Hirnbereich widerspiegeln. Die jeweilige Kombination der Symptome hängt davon ab, welche Arterie betroffen ist und welche Hirnregionen sie versorgt.

Eine Verschlusssituation im hinteren Teil des Gehirns (das vertebrobasiläre System) kann sich beispielsweise vorrangig mit Gleichgewichts- und Sehstörungen äußern statt mit der häufiger bekannten Gesichts- und Armschwäche. Dies ist mit ein Grund, warum das „BE" dem ursprünglichen FAST-Konzept hinzugefügt wurde.

Was sollten Sie tun, wenn Sie BE-FAST-Anzeichen bemerken?

Wenn Sie selbst oder eine Person in Ihrer Nähe BE-FAST-Symptome zeigt, auch wenn diese scheinbar wieder abklingen, ergreifen Sie folgende Maßnahmen:

  • Rufen Sie sofort den Notruf – warten Sie nicht ab, ob die Symptome vorübergehen
  • Notieren Sie sich den Zeitpunkt des Symptombeginns, da diese Information für Behandlungsentscheidungen entscheidend ist
  • Geben Sie der betroffenen Person nichts zu essen, zu trinken oder Medikamente
  • Versuchen Sie nicht, die Person selbst ins Krankenhaus zu fahren; die Rettungskräfte können die Beurteilung bereits während der Fahrt beginnen

Manche Schlaganfall-Symptome sind nur von kurzer Dauer und klingen von selbst ab, was auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) hindeuten kann. Eine TIA stellt weiterhin einen medizinischen Notfall dar und erfordert eine umgehende Untersuchung, da sie einem größeren Schlaganfall vorausgehen kann.

Warum ist Schnelligkeit so entscheidend?

In der Schlaganfallversorgung wird häufig die Formulierung „Zeit ist Hirn" verwendet, die verdeutlicht, wie schnell Hirngewebe bei unterbrochener Durchblutung geschädigt werden kann. Das Zeitintervall zwischen Symptombeginn und Behandlung kann die für das Behandlungsteam verfügbaren Optionen beeinflussen, unter anderem, ob eine gerinnselauflösende Medikation oder ein kathetergestütztes Verfahren wie die mechanische Thrombektomie infrage kommt.

Rettungsdienste sind darin geschult, Schlaganfall-Anzeichen zu erkennen, das aufnehmende Krankenhaus vorab zu alarmieren und eine rasche Bildgebung bei Ankunft zu priorisieren. Dieser koordinierte Ablauf soll Verzögerungen zwischen Krankenhausankunft und Behandlungsbeginn verringern.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen FAST und BE-FAST?

FAST umfasst Gesicht, Arm, Sprache und Zeit. BE-FAST ergänzt Balance und Augen, wodurch auch Schlaganfälle erfasst werden können, die Hirnregionen betreffen, die FAST allein übersehen könnte, etwa solche mit Seh- oder Koordinationsstörungen.

Sollte ich den Notruf auch dann wählen, wenn die Symptome wieder verschwinden?

Ja. Auch kurze, von selbst abklingende Symptome sollten als medizinischer Notfall behandelt werden. Eine vorübergehende Episode kann eine transitorische ischämische Attacke sein, die ein bedeutsames Risiko für einen nachfolgenden Schlaganfall birgt und eine umgehende ärztliche Untersuchung erfordert.

Können BE-FAST-Anzeichen auch durch etwas anderes als einen Schlaganfall verursacht werden?

Ja, andere Erkrankungen können mitunter ähnliche Symptome hervorrufen. Da ein Schlaganfall jedoch zeitkritisch und potenziell schwerwiegend ist, sollte jedes plötzliche Auftreten dieser Anzeichen von medizinischem Rettungspersonal als möglicher Schlaganfall beurteilt werden – nicht zu Hause.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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