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Digital Health & Remote MonitoringMarch 28, 2020INVAMED Medical Affairs

Was zeigt ein EKG? Die Grundlagen verstehen

Was zeigt ein EKG? Erfahren Sie die Grundlagen der EKG-Auswertung, welche Muster Ärzte suchen und warum EKGs in der Kardiologie wichtig sind.

Viele Patienten fragen sich, was ein EKG zeigt, sobald ein Termin dafür ansteht — ob in einer Praxis, einem Krankenhaus oder über ein tragbares Überwachungsgerät. Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist eine Untersuchung, die die elektrische Aktivität des Herzens während jedes Herzschlags aufzeichnet und dabei eine Kurve erzeugt, anhand derer Ärzte Herzfrequenz, Rhythmus und bestimmte strukturelle oder elektrische Auffälligkeiten beurteilen. Dieser Artikel behandelt die Grundlagen dessen, was ein EKG misst, und wie Ärzte die daraus gewonnenen Daten nutzen.

Wie funktioniert ein EKG?

Jeder Herzschlag wird durch ein elektrisches Signal ausgelöst, das in einem spezifischen, koordinierten Muster durch das Herz wandert. Kleine Elektroden, die je nach Aufbau auf der Haut — an Brust, Armen oder Beinen — angebracht werden, erfassen diese elektrische Aktivität und wandeln sie in eine Kurve um. Bei einem in der Praxis durchgeführten Standard-12-Kanal-EKG erfassen mehrere Elektroden die Herzaktivität aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Tragbare Monitore, die in der mobilen kardialen Telemetrie eingesetzt werden, verwenden in der Regel weniger Elektroden, sind aber darauf ausgelegt, über einen längeren Zeitraum kontinuierlich dieselben grundlegenden Rhythmusdaten zu erfassen.

Welche Informationen enthält eine EKG-Kurve?

Eine EKG-Aufzeichnung besteht aus verschiedenen Wellen und Intervallen, die jeweils einer bestimmten Phase des elektrischen Zyklus des Herzens entsprechen — etwa dem Signal, das die Kontraktion der oberen Herzkammern auslöst, gefolgt vom Signal, das die Kontraktion der unteren Herzkammern auslöst. Ärzte untersuchen Form, Zeitpunkt und Abstände dieser Wellen, um Folgendes zu beurteilen:

  • Herzfrequenz — wie oft das Herz pro Minute schlägt
  • Rhythmusregelmäßigkeit — ob die Schläge in gleichmäßigen Abständen auftreten
  • Erregungsleitungszeit — ob elektrische Signale in der erwarteten Reihenfolge und Dauer durch das Herz wandern
  • Anzeichen von Belastung oder Auffälligkeiten — bestimmte Veränderungen der Kurve können eine weitere Abklärung erforderlich machen

Warum könnte ein Arzt ein EKG anordnen?

EKGs werden aus einer Vielzahl von Gründen angeordnet, unter anderem zur Abklärung von Symptomen wie Herzklopfen, Brustbeschwerden, Schwindel oder Ohnmacht, zur Voruntersuchung vor bestimmten Eingriffen sowie zur langfristigen Überwachung bekannter Herzerkrankungen. Ein einzelnes EKG erfasst nur eine kurze Momentaufnahme, weshalb Ärzte bei intermittierenden, während eines kurzen Praxisbesuchs unwahrscheinlich auftretenden Symptomen manchmal eine erweiterte Überwachung empfehlen — etwa einen Holter-Monitor oder eine mobile kardiale Telemetrie.

Wie baut die EKG-Fernüberwachung auf diesen Grundlagen auf?

Fernüberwachungs- und tragbare EKG-Geräte, einschließlich mobiler kardialer Telemetriesysteme, wenden dasselbe zugrunde liegende Prinzip wie ein Standard-EKG an, verlängern jedoch den Aufzeichnungszeitraum und ergänzen eine drahtlose Übertragung. Dies soll dabei helfen, Rhythmusveränderungen zu erfassen, die außerhalb der Praxis auftreten; die Daten werden von geschultem Personal oder automatisierten Algorithmen geprüft und bei einem signifikanten Muster zur ärztlichen Beurteilung markiert. Die Interpretation jedes EKGs, ob einzelne Messung oder kontinuierliche Daten, erfolgt durch eine qualifizierte medizinische Fachkraft.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein EKG dasselbe wie eine Echokardiografie?

Nein. Ein EKG (Elektrokardiogramm) misst die elektrische Aktivität des Herzens, während eine Echokardiografie eine auf Ultraschall basierende Bildgebungsuntersuchung ist, die die Struktur des Herzens und seine Pumpfunktion zeigt. Beide liefern unterschiedliche, sich ergänzende Informationen.

Kann ein EKG einen Herzinfarkt diagnostizieren?

Ein EKG kann bestimmte Muster zeigen, die mit einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels verbunden sind, weshalb es häufig in der Notfallabklärung von Brustschmerzen eingesetzt wird. Die Diagnose erfordert jedoch stets eine klinische Korrelation und oft zusätzliche Untersuchungen durch einen Arzt.

Bedeutet ein normales EKG, dass kein Herzproblem vorliegt?

Nicht unbedingt. Da ein Standard-EKG nur ein kurzes Zeitfenster erfasst, treten intermittierende Probleme möglicherweise während der Untersuchung nicht auf. Ein Arzt kann trotz eines normalen einzelnen EKGs eine erweiterte Überwachung empfehlen, wenn die Symptome auf ein intermittierendes Rhythmusproblem hindeuten.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

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