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CompanyMay 4, 2023INVAMED Medical Affairs

Vertrieb medizinischer Geräte in Schwellenländern

Überlegungen zum Vertrieb von Medizinprodukten in Schwellenländern, einschließlich Registrierungsstrategie und Aufbau effektiver lokaler Partnerschaften.

Der Vertrieb medizinischer Geräte in Schwellenländern stellt andere Herausforderungen dar als der Eintritt in etablierte, stark regulierte Märkte wie die Europäische Union oder die Vereinigten Staaten, wo die Regulierungswege gut dokumentiert und die Vertriebsinfrastruktur ausgereift ist. Aufstrebende Märkte vereinen häufig einen erheblichen ungedeckten klinischen Bedarf mit noch in der Entwicklung befindlichen regulatorischen Rahmenbedingungen, einer variablen Gesundheitsinfrastruktur und einer Vertriebslogistik, die mehr praktische lokale Kenntnisse als eine einfache Importvereinbarung erfordert. Hersteller und Händler, die sich diesen Märkten nähern, benötigen in der Regel eine maßgeschneidertere Strategie als ein einheitliches Export-Playbook.

Was macht die behördliche Registrierung in Schwellenländern komplexer?

Viele Schwellenländer sind immer noch dabei, ihre eigenen nationalen Regulierungsrahmen für Medizinprodukte zu entwickeln, was dazu führen kann, dass Registrierungsprozesse weniger standardisiert sind, Änderungen unterliegen oder auf Referenzgenehmigungen etablierter Regulierungsbehörden wie dem europäischen Marktzulassungsrahmen gemäß den geltenden europäischen Medizinproduktevorschriften angewiesen sein müssen. Einige Länder akzeptieren europäische Marktzulassungen oder andere anerkannte internationale Zertifizierungen als Teil eines optimierten lokalen Registrierungsprozesses, während andere eine völlig unabhängige lokale Überprüfung erfordern, unabhängig vom regulatorischen Status eines Geräts anderswo. Die Bewältigung dieser Variabilität erfordert im Allgemeinen die Zusammenarbeit mit lokalen Regulierungsberatern oder Händlern, die die aktuellen Anforderungen des jeweiligen Landes verstehen, da veröffentlichte Leitlinien in sich schnell entwickelnden regulatorischen Umgebungen hinter der tatsächlichen Praxis zurückbleiben können.

Warum sind lokale Partnerschaften in diesen Märkten wichtiger?

Vertriebsinfrastruktur, Krankenhauseinkaufsprozesse und Erwartungen an die klinische Ausbildung variieren häufig erheblich von Land zu Land, sodass ein sachkundiger lokaler Partner in Schwellenländern wertvoller ist als in reifen Märkten mit standardisierten Prozessen. Ein starker lokaler Vertriebspartner bringt in der Regel etablierte Beziehungen zu den Zielkrankenhäusern, Verständnis für lokale Ausschreibungs- oder Beschaffungsprozesse (in vielen öffentlichen Gesundheitssystemen üblich) und die Fähigkeit mit, Geräteschulungen und klinische Unterstützung in der lokalen Sprache und im kulturellen Kontext anzubieten. Hersteller, die ohne dieses lokale Fachwissen in Schwellenmärkte vordringen, haben oft Schwierigkeiten mit der Einführung, selbst wenn ihre Geräte technisch einwandfrei und ordnungsgemäß registriert sind. Dies unterstreicht, dass der Erfolg des Markteintritts von mehr als nur der behördlichen Genehmigung allein abhängt.

Wie sollte die Registrierungsstrategie über mehrere Märkte hinweg sequenziert werden?

Unternehmen, die gleichzeitig in mehrere aufstrebende Märkte expandieren, profitieren häufig davon, die Registrierungsbemühungen nach Marktgröße, regulatorischer Komplexität und bestehenden Beziehungen zu sequenzieren, anstatt von Anfang an jeden Zielmarkt parallel zu verfolgen. Die Schaffung einer europäischen Marktzulassung gemäß den geltenden europäischen Medizinproduktevorschriften und einem international anerkannten, nach Qualitätsmanagementstandards zertifizierten Qualitätssystem als grundlegende regulatorische Grundlage kann spätere Registrierungen in Märkten unterstützen, die auf Prozesse für international zertifizierte Hersteller verweisen oder diese rationalisieren, selbst wenn letztendlich eine vollständige unabhängige Registrierung erforderlich ist. Dieser stufenweise Ansatz ermöglicht es einem Unternehmen, Erkenntnisse aus früheren Markteintritten auf spätere anzuwenden und sein Registrierungs- und Vertriebs-Playbook im Zuge seiner Expansion zu verfeinern.

Wie geht INVAMED den internationalen Vertrieb an?

Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Sollte ein Unternehmen gleichzeitig in mehrere Schwellenmärkte eintreten?

Viele Unternehmen finden einen stufenweisen Ansatz einfacher zu handhaben, indem sie Märkte nach Größe, regulatorischer Komplexität und bestehenden Beziehungen priorisieren und die gewonnenen Erkenntnisse dann auf spätere Markteintritte anwenden. Der gleichzeitige Eintritt in viele Märkte kann die Regulierungs- und Vertriebsressourcen belasten, ohne unbedingt den Gesamterfolg zu beschleunigen.


Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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