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Deep Vein Thrombosis (DVT)February 11, 2022INVAMED Medical Affairs

Ablauf der venösen Thrombektomie: Schritt für Schritt erklärt

Ein Schritt-für-Schritt-Überblick über den Ablauf der venösen Thrombektomie bei TVT, vom Gefäßzugang bis zur abschließenden Kontrollvenografie.

Patientinnen und Patienten, denen eine venöse Thrombektomie bevorsteht, empfinden es häufig als beruhigend, genau zu wissen, was in welcher Reihenfolge geschieht. Die Details variieren je nach Lage des Thrombus und eingesetztem System, doch die meisten Eingriffe folgen einer ähnlichen Abfolge von Schritten – von der ersten Vorbereitung bis zur abschließenden Bildgebung. Dieser Überblick beschreibt diesen typischen Ablauf.

Schritt eins: Vorbereitung und Gefäßzugang

Der Eingriff beginnt damit, dass die Patientin oder der Patient auf dem Untersuchungstisch positioniert wird und der Behandlungsbereich steril gereinigt und abgedeckt wird. An der geplanten Einstichstelle, meist einer Vene im Bein, wird eine örtliche Betäubung gesetzt. Der Interventionalist verschafft sich mittels Nadel-Führungsdraht-Technik venösen Zugang, gefolgt vom Einbringen einer Einführschleuse, über die im weiteren Verlauf des Eingriffs sicher Katheter gewechselt werden können.

Schritt zwei: Initiale Venografie zur Darstellung des Thrombus

Sobald der Zugang etabliert ist, wird Kontrastmittel injiziert und mittels Röntgenbildgebung (Venografie) das gesamte Ausmaß des Thrombus dargestellt – einschließlich Lage, Länge und etwaiger zugrunde liegender Engstellen. Diese Kartierung bildet die Grundlage für die Strategie des Interventionalisten, wie der Thrombus angegangen wird und welche Abschnitte besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Schritt drei: Vorschieben des Thrombektomiesystems

Unter fluoroskopischer Kontrolle wird ein Führungsdraht durch den verschlossenen Gefäßabschnitt vorgeschoben, anschließend wird der Thrombektomiekatheter über diesen Draht zur Zielregion geführt. Je nach System und Beschaffenheit des Thrombus kann der Interventionalist rotationale Fragmentierung, Aspiration oder eine Kombination beider Verfahren einsetzen, um den Thrombus zu erfassen und zu entfernen – häufig mit mehreren Durchgängen entlang des betroffenen Abschnitts.

Schritt vier: Thrombusentfernung und Zwischenbewertung

Während der Thrombus fragmentiert und abgesaugt wird, unterbricht der Interventionalist den Vorgang in regelmäßigen Abständen, um das Gefäß mittels Kontrastmittelinjektionen erneut zu beurteilen und zu prüfen, wie viel Thrombusmaterial noch verbleibt und ob sich der Fluss verbessert. Dieser iterative Prozess wird fortgesetzt, bis ein zufriedenstellender Grad an Beseitigung erreicht ist, wobei Gründlichkeit gegen Eingriffsdauer und Gefäßbelastung abgewogen wird.

Schritt fünf: Abklärung zugrunde liegender Ursachen

Deutet die Bildgebung auf einen anatomischen Beitrag zur Thrombusentstehung hin, etwa eine Kompression der Vena iliaca, kann der Interventionalist den Befund mittels intravaskulärem Ultraschall (IVUS) oder zusätzlicher Venografie genauer abklären. Je nach Befund kann in derselben Sitzung ein Venenstent platziert werden, um die zugrunde liegende Engstelle zu behandeln.

Schritt sechs: Abschlussvenografie und Verschluss

Vor Abschluss des Eingriffs wird eine finale Venografie – die Kontrollvenografie – durchgeführt, um zu bestätigen, dass der Blutfluss im behandelten Abschnitt wiederhergestellt ist und kein relevanter Restthrombus verbleibt. Katheter und Schleuse werden anschließend entfernt, an der Zugangsstelle wird manueller Druck oder ein Verschlusssystem angewendet, und die Patientin oder der Patient wird zur Überwachung in den Aufwachbereich verlegt.

In diesem Ablauf eingesetzte INVAMED-Systeme

Zu den katheterbasierten Thrombektomiesystemen, die für diese Art von Eingriff konzipiert sind, zählt das Mantis PRO Rotational Thrombectomy and Ultra Aspiration System von INVAMED, das rotationale Fragmentierung mit einem integrierten Aspirationslumen für tiefe venöse Verschlüsse kombiniert; weitere Details finden Sie auf der Mantis PRO Produktseite. Das im Einzelfall verwendete System und die eingesetzte Technik werden vom behandelnden Interventionalisten festgelegt.

Was geschieht, wenn im selben Eingriff ein Stent benötigt wird?

Wird eine zugrunde liegende Obstruktion festgestellt, kann in derselben Sitzung unmittelbar nach der Thrombusentfernung ein Venenstent platziert werden. Dies verlängert die Eingriffsdauer etwas, kann jedoch die Notwendigkeit eines separaten künftigen Eingriffs vermeiden.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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