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Pulmonary Embolism ManagementJuly 3, 2025INVAMED Medical Affairs

Rechtsherzbelastung bei Lungenembolie: Warum sie das Management verändert

Rechtsherzbelastung bei Lungenembolie erklärt: Wie RV-Dysfunktion, Troponin- und BNP-Werte sowie CT-Zeichen eine Lungenembolie vom niedrigen in ein höheres Risikomanagement verschieben.

Nicht jede Lungenembolie wird gleich behandelt, und einer der wichtigsten Faktoren, der einen Routinefall von einem dringlichen unterscheidet, ist, ob die rechte Herzhälfte unter Belastung steht. Rechtsherzbelastung bei PE signalisiert, dass die Thrombuslast groß genug oder zentral genug positioniert ist, um den Druck in den Pulmonalarterien zu erhöhen und die Pumpfähigkeit des rechten Ventrikels dagegen herauszufordern. Wird dieser Befund frühzeitig erkannt, verändert sich das gesamte Behandlungsgespräch.

Warum der rechte Ventrikel bei einer PE verletzlich ist

Der rechte Ventrikel ist eine dünnwandige Kammer, die darauf ausgelegt ist, Blut in einen normalerweise niederdruckigen Lungenkreislauf zu pumpen. Verlegt eine Lungenembolie einen erheblichen Teil dieses Kreislaufs, steigt der pulmonalarterielle Druck abrupt an, und der rechte Ventrikel ist – anders als der muskulösere linke Ventrikel – schlecht an einen plötzlichen Anstieg der Nachlast angepasst. Dieses Missverhältnis erklärt, warum bereits eine moderate Thrombuslast eine relevante Rechtsherzbelastung hervorrufen kann, wenn sie so positioniert ist, dass sie den Fluss deutlich behindert.

Wie wird eine Rechtsherzbelastung erkannt?

Ärzte suchen mittels einer Kombination aus Bildgebung und blutbasierten Biomarkern nach einer Rechtsherzbelastung. Die Echokardiografie kann eine Dilatation des rechten Ventrikels, eine eingeschränkte Wandbewegung oder ein vorgewölbtes interventrikuläres Septum zeigen – allesamt Hinweise darauf, dass der rechte Ventrikel gegen den erhöhten Druck ankämpft. Die CT-Pulmonalisangiografie, die üblicherweise zur Erstdiagnose der PE eingesetzte Bildgebung, kann ebenfalls eine Vergrößerung des rechten Ventrikels im Verhältnis zum linken zeigen – ein Verhältnis, das Radiologen häufig als eines von mehreren CT-Zeichen einer Belastung heranziehen. Bluttests zur Bestimmung von Troponin und natriuretischem Peptid vom B-Typ (BNP) liefern ein ergänzendes Signal, da erhöhte Werte auf eine rechtsventrikuläre Belastung hindeuten können, noch bevor eine offenkundige Dysfunktion in der Bildgebung sichtbar wird.

Warum verändert dieser Befund das Management?

Das Vorliegen einer Rechtsherzbelastung stuft eine PE in der Regel von niedrigem Risiko in die Kategorie des intermediären Risikos hoch, mitunter auch als submassive PE bezeichnet, wenn eine Belastung vorliegt, der Blutdruck jedoch stabil bleibt. Diese Unterscheidung ist relevant, da eine PE mit intermediärem Risiko ein deutlich anderes Behandlungsgespräch nach sich zieht als ein kleiner, unkomplizierter Thrombus. Eine alleinige Antikoagulation kann für viele dieser Patienten weiterhin angemessen sein, doch das Vorliegen einer Belastung führt häufig zu einer engmaschigeren Überwachung und in ausgewählten Fällen zur Erwägung einer Eskalation hin zu katheterbasierter Therapie oder Thrombektomie, sofern sich der Zustand des Patienten verschlechtert. Dies ist einer der zentralen Faktoren, den ein Lungenembolie-Response-Team bei der Triage eines Falls abwägt.

Was geschieht, wenn sich die Belastung zur Instabilität hin entwickelt?

Schreitet die Rechtsherzbelastung so weit fort, dass der Blutdruck abfällt oder der Patient Anzeichen eines Schocks zeigt, wird der Fall generell als hohes Risiko oder massive PE neu eingestuft – eine Kategorie, die eine dringliche Intervention deutlich stärker unterstützt. Der Verlauf – ob die Belastung stabil bleibt, sich bessert oder sich in seriellen Beurteilungen verschlechtert – ist häufig ebenso relevant wie der Erstbefund selbst, weshalb Patienten mit einer PE mittleren Risikos typischerweise engmaschig überwacht und nicht einfach nach Antikoagulation entlassen werden.

Gerätebasierte Optionen bei Eskalationsbedarf durch Belastung

Ist die Rechtsherzbelastung signifikant genug, um eine Eskalation über die Antikoagulation hinaus zu rechtfertigen, können eine katheterbasierte Aspirationsthrombektomie oder eine katheterbasierte Thrombolyse erwogen werden, um die Thrombuslast rascher zu reduzieren als mit Medikation allein. Diese Entscheidungen trifft das Behandlungsteam anhand des individuellen hämodynamischen Status und der Bildgebungsbefunde des Patienten. Einen Überblick über die in diesem Behandlungspfad eingesetzten Gerätekategorien, einschließlich großlumiger Aspirationssysteme, finden Sie auf der INVAMED-Seite Lungenembolie-Management.

Bildet sich eine Rechtsherzbelastung nach Behandlung der PE zurück?

Bei vielen Patienten verbessert sich die rechtsventrikuläre Funktion, sobald die Thrombuslast reduziert wird – sei es durch alleinige Antikoagulation oder aktivere Intervention –, wobei Tempo und Vollständigkeit der Erholung variieren. Follow-up-Bildgebung wird häufig eingesetzt, um zu bestätigen, dass sich die Rechtsherzfunktion im Zeitverlauf normalisiert hat.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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