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Pulmonary Embolism ManagementAugust 4, 2022INVAMED Medical Affairs

Behandlungsoptionen bei Lungenembolie: Von Medikamenten bis zu Devices

Ein Überblick über Behandlungsansätze bei Lungenembolie, von der Antikoagulation bis zur katheterbasierten Therapie, und wie Ärzte die Therapie an das Patientenrisiko anpassen.

Die Diagnose einer Lungenembolie (LE) löst beim Behandlungsteam eine Kaskade von Entscheidungen aus. Die Behandlung der Lungenembolie ist nicht standardisiert für alle Fälle gleich; sie reicht von oral eingenommenen Medikamenten zu Hause bis zu katheterbasierten Verfahren im Krankenhaus. Das Verständnis der Bandbreite an Optionen – und warum sich Ärztinnen und Ärzte für den einen oder anderen Weg entscheiden – hilft Patientinnen, Patienten und Angehörigen, den Behandlungsplan nachzuvollziehen und informierte Fragen zu stellen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Kategorien der LE-Behandlung, wie Ärztinnen und Ärzte zwischen ihnen entscheiden und welche Rolle die gerätebasierte Therapie in der modernen Praxis spielt.

Was bestimmt, welche LE-Behandlung eine Ärztin bzw. ein Arzt wählt?

Die Wahl der Behandlung bei Lungenembolie hängt in der Regel davon ab, wie stark das Blutgerinnsel die Herz- und Lungenfunktion beeinträchtigt, und nicht allein von der Größe des Gerinnsels. Ärztinnen und Ärzte beurteilen üblicherweise die Rechtsherzbelastung, die Stabilität des Blutdrucks und den Sauerstoffgehalt, um einen Fall als niedrig-, intermediär- oder hochrisikoreich einzustufen. Eine qualifizierte Ärztin bzw. ein qualifizierter Arzt bestimmt die Eignung für einen bestimmten Ansatz nach Auswertung von Bildgebung, Laborwerten und dem gesamten klinischen Bild der Patientin bzw. des Patienten, einschließlich Blutungsrisiko und weiterer Vorerkrankungen. Dieser Prozess der Risikostratifizierung steht im Zentrum der modernen Lungenembolie-Behandlung, da er jene Patientinnen und Patienten unterscheidet, die wahrscheinlich sicher allein mit Medikamenten behandelt werden können, von jenen, die möglicherweise von einer dringlicheren, gezielten Intervention profitieren.

Antikoagulation als Grundlage des Lungenembolie-Managements

Für die meisten Menschen mit der Diagnose Lungenembolie ist die Antikoagulation – häufig als blutverdünnende Therapie bezeichnet – der Ausgangspunkt der Behandlung. Diese Medikamente lösen bestehende Blutgerinnsel nicht direkt auf; vielmehr wird allgemein davon ausgegangen, dass sie die Bildung neuer Gerinnsel verhindern helfen und dem Körper ermöglichen, den bestehenden Thrombus über die Zeit schrittweise selbst abzubauen. Antikoagulanzien können als Injektionen, intravenöse Infusionen oder orale Tabletten verabreicht werden; die Wahl hängt häufig vom klinischen Setting und davon ab, wie schnell eine stabile therapeutische Wirkung erforderlich ist. Die Behandlungsdauer wird individuell festgelegt, und nur eine qualifizierte Ärztin bzw. ein qualifizierter Arzt kann das geeignete Therapieschema und die Behandlungsdauer für eine bestimmte Patientin bzw. einen bestimmten Patienten bestimmen.

Wann wird eine gerinnselauflösende Therapie in Betracht gezogen?

In Fällen, in denen die Embolie eine erhebliche Belastung für das Herz verursacht, können Ärztinnen und Ärzte eine thrombolytische Therapie in Betracht ziehen, bei der gerinnselauflösende Medikamente eingesetzt werden, um den Thrombus schneller aufzulösen als durch Antikoagulation allein. Die systemische Thrombolyse verabreicht das Medikament über eine periphere Vene, während die katheterbasierte Therapie es direkt am Ort des Gerinnsels innerhalb der Pulmonalarterie freisetzt. Dieser lokalisierte Ansatz ist einer der Gründe, warum die katheterbasierte Behandlung für ausgewählte Patientinnen und Patienten zunehmend diskutiert wird: Sie soll die therapeutische Wirkung dort konzentrieren, wo die Gerinnsellast am größten ist, bei geringerer Gesamtmedikamentenexposition als bei der systemischen Verabreichung. Wie bei allen Entscheidungen im Lungenembolie-Management bleibt dies eine fallspezifische klinische Beurteilung durch das Behandlungsteam.

Wie fügen sich katheterbasierte und mechanische Ansätze ein?

Über die Medikamentengabe hinaus umfasst die katheterbasierte Therapie eine Reihe minimal-invasiver Techniken, die darauf ausgelegt sind, die Gerinnsellast in den Pulmonalarterien physisch zu behandeln. Dazu gehören pharmakomechanische Systeme, die die Medikamentenabgabe mit mechanischer Energie kombinieren, sowie Aspirationsthrombektomie-Geräte, die Gerinnselmaterial mechanisch entfernen, ganz ohne thrombolytische Medikamente. Ärztinnen und Ärzte können diese Ansätze bei Patientinnen und Patienten mit erheblicherer Gerinnsellast in Betracht ziehen, bei denen thrombolytische Medikamente ein erhöhtes Blutungsrisiko bergen, oder bei Patientinnen und Patienten, die eine schnellere Reduktion der Gerinnsellast benötigen, als Medikamente allein erreichen können. Gerätebasierte Ansätze zur Behandlung der Lungenembolie werden typischerweise von interventionellen Spezialistinnen und Spezialisten in einem Herzkatheter- oder Angiografielabor des Krankenhauses durchgeführt.

Welche Rolle spielt ein Vena-cava-Filter in der Behandlung?

Bei Patientinnen und Patienten, die keine Antikoagulanzien sicher einnehmen können oder trotz Behandlung neue Gerinnsel entwickeln, können Ärztinnen und Ärzte einen retrievierbaren Vena-cava-inferior-Filter (Cava-Filter) als ergänzende Maßnahme besprechen. Dieses Device wird in der großen Vene platziert, die Blut aus dem unteren Körperbereich zum Herzen zurückführt, und soll im Allgemeinen die Wahrscheinlichkeit verringern, dass ein neues Gerinnsel aus der unteren Extremität in die Lunge wandert. Ein Vena-cava-Filter behandelt keine bereits bestehende Lungenembolie und gilt als eigenständige, ergänzende Strategie innerhalb des breiteren Spektrums des Lungenembolie-Managements und nicht als Ersatz für Antikoagulation oder Gerinnselentfernung.

Ist die Behandlung der Lungenembolie bei jeder Patientin bzw. jedem Patienten gleich?

Nein. Die Behandlung wird individuell auf Basis der Gerinnsellast, der Herz- und Lungenfunktion, des Blutungsrisikos und weiterer Gesundheitsfaktoren angepasst. Eine qualifizierte Ärztin bzw. ein qualifizierter Arzt beurteilt jeden Fall individuell; die Optionen reichen von oraler Antikoagulation bis zu katheter- oder gerätebasierten Interventionen.

Kann eine Lungenembolie ohne Operation behandelt werden?

Viele Fälle von Lungenembolie werden allein mit Antikoagulanzien behandelt, ohne chirurgisches oder katheterbasiertes Verfahren. Wenn eine Intervention erforderlich ist, handelt es sich bei den meisten modernen Optionen um minimal-invasive katheterbasierte Techniken und nicht um offene Chirurgie; der geeignete Ansatz wird jedoch vom Behandlungsteam festgelegt.

Wie dringlich ist die Behandlung einer Lungenembolie?

Eine Lungenembolie kann von einem stabilen, ambulant behandelbaren Zustand bis zu einem medizinischen Notfall reichen. Symptome wie plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder ein schneller Herzschlag erfordern eine sofortige medizinische Abklärung, da eine Lungenembolie in schweren Fällen lebensbedrohlich sein kann.

Einen umfassenderen Überblick über interventionelle Optionen bei gerinnselbedingten Lungenerkrankungen finden Sie auf der Kategorieseite Lungenembolie-Management.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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