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EmbolizationJuly 2, 2015INVAMED Medical Affairs

Embolisation pulmonaler AVM: Was Patienten wissen sollten

Embolisation pulmonaler AVM: Erfahren Sie, wie dieses katheterbasierte Verfahren abnormale Blutgefäßverbindungen in der Lunge behandelt.

Eine pulmonale arteriovenöse Malformation (AVM) ist eine abnormale Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene innerhalb der Lunge, die das normale Kapillarnetz umgeht. Die Embolisation pulmonaler AVM ist der primäre minimalinvasive Behandlungsansatz zum Verschluss dieser abnormalen Verbindungen. Dieser Leitfaden erklärt, was eine pulmonale AVM ist, warum eine Embolisation eingesetzt wird und was Patienten von dem Eingriff im Allgemeinen erwarten können.

Was ist eine pulmonale AVM?

In einer gesunden Lunge fließt Blut von Arterien durch kleine Kapillaren, wo der Sauerstoffaustausch stattfindet, bevor es über Venen zum Herzen zurückkehrt. Eine pulmonale AVM stört diesen Prozess, indem sie eine direkte Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene schafft, wodurch das Blut das Kapillarnetz und den dort normalerweise stattfindenden Sauerstoffaustausch umgeht. Pulmonale AVMs werden mitunter mit einer zugrunde liegenden genetischen Erkrankung namens hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) in Verbindung gebracht, können jedoch auch ohne diesen Zusammenhang auftreten.

Da das durch eine AVM fließende Blut die normale Kapillarfilterung umgeht, sind pulmonale AVMs auch mit einem erhöhten Risiko bestimmter Komplikationen verbunden, einschließlich paradoxer Embolie, bei der Gerinnsel oder Partikel, die normalerweise von der Lunge gefiltert würden, in den systemischen Kreislauf gelangen können.

Warum wird die Embolisation zur Behandlung pulmonaler AVMs eingesetzt?

Die Embolisation hat sich zum primären Behandlungsansatz für pulmonale AVMs entwickelt, die die Behandlungskriterien erfüllen, und hat die chirurgische Resektion aufgrund ihres minimalinvasiven Charakters und der lungengewebeschonenden Vorgehensweise weitgehend abgelöst. Durch den Verschluss der abnormalen versorgenden Arterie soll die Embolisation die AVM-Verbindung verschließen und dabei das umliegende gesunde Lungengewebe erhalten.

Ärzte bewerten im Allgemeinen Faktoren wie die Größe der AVM, den Durchmesser der versorgenden Arterie und das Gesamtbild des Patienten, um zu bestimmen, ob und wann eine Embolisation angemessen ist.

Wie wird die Embolisation pulmonaler AVM durchgeführt?

Der Eingriff wird typischerweise von einem interventionellen Radiologen mittels katheterbasierter Techniken durchgeführt. Ein Katheter wird durch das Gefäßsystem geführt, üblicherweise ausgehend von der Femoralvene, bis in den die AVM versorgenden Ast der Lungenarterie. Nach der Positionierung wird ein Embolisationsgerät – üblicherweise ein Embolisationscoil oder ein Gefäßplug – eingesetzt, um die versorgende Arterie zu verschließen.

Die Geräteauswahl hängt häufig vom Durchmesser und den Strömungseigenschaften des versorgenden Gefäßes ab: Ein Gefäßplug kann bei unkomplizierten, klar definierten versorgenden Arterien eingesetzt werden, die einen raschen Verschluss erfordern, während Coils bei komplexeren AVMs oder solchen mit mehreren Gefäßen ausgewählt werden können. Manche Patienten haben mehrere AVMs und benötigen möglicherweise die Behandlung mehrerer versorgender Gefäße, entweder in einer Sitzung oder über mehrere Eingriffe verteilt.

Was sollten Patienten bei der Nachsorge erwarten?

Da pulmonale AVMs gelegentlich erneut auftreten oder sich neue AVMs im Zeitverlauf entwickeln können, unterziehen sich mit Embolisation behandelte Patienten üblicherweise regelmäßigen, vom Arzt empfohlenen Nachuntersuchungen mittels Bildgebung. Diese Überwachung soll bestätigen, dass die behandelte AVM weiterhin verschlossen bleibt, und auf etwaige neue, untersuchungsbedürftige AVMs prüfen. Wie bei jedem Embolisationsverfahren bestehen Risiken, und die Angemessenheit der Behandlung sowie der Nachsorgeplan werden vom behandelnden Arzt bestimmt.

Häufig gestellte Fragen

Werden alle pulmonalen AVMs mit Embolisation behandelt?

Nicht zwangsläufig. Behandlungsentscheidungen hängen von der Größe der AVM, dem Durchmesser der versorgenden Arterie und dem Gesamtbild des Patienten ab; manche kleineren AVMs werden möglicherweise eher beobachtet als sofort behandelt. Ihr Arzt kann Ihnen den für Ihren konkreten Fall empfohlenen Ansatz erläutern.

Wie lange dauert die Genesung nach der Embolisation einer pulmonalen AVM?

Die Genesungserwartungen variieren je nach Patient und Anzahl der behandelten AVMs. Viele Patienten erleben aufgrund des minimalinvasiven Charakters des Eingriffs eine relativ kurze Genesung, wobei Ihr Arzt Ihnen für Ihre Situation spezifische Hinweise geben kann.

Werde ich nach der Behandlung eine Nachuntersuchung mit Bildgebung benötigen?

Regelmäßige Nachuntersuchungen mittels Bildgebung werden häufig empfohlen, um zu bestätigen, dass die behandelte AVM weiterhin verschlossen bleibt, und um auf neue AVMs zu überwachen, insbesondere bei Patienten mit einer zugrunde liegenden genetischen Prädisposition wie HHT.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

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