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EmbolizationJuly 9, 2024INVAMED Medical Affairs

PAE vs. TURP: Zwei Ansätze bei vergrößerter Prostata

Prostataarterienembolisation vs. TURP: wie beide Verfahren bei vergrößerter Prostata wirken, Unterschiede in der Erholung und ärztliche Abwägungskriterien.

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei älteren Männern. Wenn eine medikamentöse Therapie die Harnwegsbeschwerden nicht mehr ausreichend kontrolliert, stehen Patienten und Ärzte häufig vor der Wahl zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Behandlungsphilosophien. Die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) gilt seit Jahrzehnten als chirurgischer Standard, während die Prostataarterienembolisation (PAE) im Vergleich zur TURP zunehmend diskutiert wird, da sich die interventionelle Radiologie zu einer anerkannten Alternative entwickelt hat. Keines der beiden Verfahren ist grundsätzlich "besser" — jedes hat einen eigenen Wirkmechanismus, ein eigenes Erholungsprofil und eigene klinische Abwägungskriterien.

Was wird bei der TURP tatsächlich entfernt?

Die TURP ist ein chirurgischer Eingriff, der durch die Harnröhre durchgeführt wird: Mit einem Resektoskop wird überschüssiges Prostatagewebe abgetragen, das den Harnfluss behindert. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Spinal- oder Vollnarkose und erfordert meist einen kurzen Krankenhausaufenthalt mit einem Blasenkatheter, der noch einen oder mehrere Tage danach verbleibt. Da Gewebe direkt entfernt wird, führt die TURP bei vielen Patienten zu einer schnellen und deutlichen Verbesserung der Harnflussrate, und für dieses Verfahren liegen langjährige Daten zum Langzeitverlauf vor.

Wie funktioniert die Prostataarterienembolisation im Unterschied dazu?

Die Prostataarterienembolisation (PAE) verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Anstatt Gewebe zu entfernen, verschafft sich ein interventioneller Radiologe Zugang zum arteriellen System — üblicherweise über das Handgelenk oder die Leiste — und führt einen Katheter in die kleinen Arterien, die die Prostata versorgen. Anschließend wird Embolisationsmaterial appliziert, um die Durchblutung des vergrößerten Gewebes zu reduzieren, was im zeitlichen Verlauf mit einer Abnahme des Prostatavolumens und einer Besserung der Harnwegsbeschwerden assoziiert ist. Die PAE erfordert in den meisten Fällen keine Vollnarkose und wird bei geeigneten Patienten in der Regel ohne stationären Aufenthalt über Nacht durchgeführt.

Wie unterscheidet sich der Erholungsverlauf im Alltag?

Der Erholungsverlauf unterscheidet sich in Aspekten, die für die Entscheidung der Patienten relevant sind.

  • Erholung nach TURP: Üblicherweise verbleibt der Katheter mehrere Tage, in der frühen Heilungsphase kann sichtbares Blut im Urin auftreten, und die Rückkehr zur normalen Aktivität wird von Ärzten häufig mit ein bis zwei Wochen angegeben — dies variiert jedoch individuell.
  • Erholung nach PAE: Diese ist in der Regel mit weniger unmittelbaren Beschwerden und einer kürzeren Katheterisierungsdauer verbunden, wobei sich die Besserung der Symptome tendenziell schrittweise über Wochen bis Monate aufbaut, anstatt sofort einzutreten.
  • Aspekte der Sexualfunktion unterscheiden sich zwischen beiden Verfahren: Die TURP ist mit einem bekannten Zusammenhang zur retrograden Ejakulation assoziiert, während bei der PAE häufig ein abweichendes Risikoprofil in diesem Bereich diskutiert wird — die Eignung wird von einem qualifizierten Arzt anhand der individuellen Anatomie und der Behandlungsziele festgelegt.
  • Aspekte einer möglichen erneuten Behandlung können ebenfalls unterschiedlich ausfallen; Patienten sollten die Erwartungen zur Dauerhaftigkeit direkt mit ihrem Behandlungsteam besprechen, anstatt davon auszugehen, dass eines der beiden Verfahren bei jedem Patienten dauerhaft wirkt.

Wer kommt für welches Verfahren infrage?

Prostatagröße, Anatomie der Beckenarterien, Schweregrad der Symptome, Narkoserisiko und Patientenpräferenz fließen alle in die Empfehlung des urologischen oder interventionell-radiologischen Teams ein. Manche Männer mit sehr großer Prostata oder erhöhtem Narkoserisiko werden eher zur PAE tendieren, während andere mit einer für den arteriellen Zugang weniger günstigen Anatomie oder mit einer Präferenz für einen einzigen definitiven Eingriff mit der umfangreichsten Langzeitdatenlage eher zur TURP geführt werden. Da beide Verfahren legitime Optionen bei BPH darstellen, erfolgt die Wahl nie automatisch — ein qualifizierter Arzt bestimmt die Eignung nach Auswertung der Bildgebung, der Symptom-Scores und des allgemeinen Gesundheitszustands des Patienten.

Die Rolle von INVAMED in der Embolisationsversorgung

Interventionell-radiologische Teams, die arterielle Embolisationsverfahren durchführen — einschließlich der Prostataarterienembolisation — setzen auf Embolisationssysteme, die für einen kontrollierten, gezielten Gefäßverschluss entwickelt wurden. INVAMED stellt Embolisationstechnologien als Teil seines interventionellen Portfolios her; Details zum aktuellen Produktangebot im Bereich Embolisation finden Sie auf der INVAMED-Seite für Embolisationsprodukte. Verfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land; Ärzte sollten für die spezifische Anwendung eines Produkts stets die Gebrauchsanweisung (IFU) heranziehen.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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