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Deep Vein Thrombosis (DVT)June 11, 2023INVAMED Medical Affairs

Vorbeugung distaler Embolisation während der Thrombektomie

Wie Gerätekonstruktion und Technik zur Vorbeugung distaler Embolisation bei der TVT-Thrombektomie beitragen, mit Fangstrukturen und Fragmentationskontrolle.

Eines der anerkannten Risiken der mechanischen Thrombektomie besteht darin, dass die Fragmentierung eines Gerinnsels zu dessen Entfernung in manchen Fällen dazu führen kann, dass sich ein Teil löst und weiter stromabwärts wandert. Die Vorbeugung distaler Embolisation ist daher eine zentrale Konstruktionsüberlegung bei Thrombektomiegeräten, die durch eine Kombination aus Katheterkonstruktion, Verfahrenstechnik und sorgfältiger Patientenüberwachung angegangen wird. Dieser Artikel erklärt, wie dieses Risiko entsteht und welche Strategien zu seiner Reduzierung eingesetzt werden.

Warum Fragmentation dieses Risiko schafft

Geräte, die zur Auflösung von Thrombus auf rotierende oder mechanische Fragmentation angewiesen sind, erzeugen als Teil des Clearance-Prozesses zwangsläufig kleinere Gerinnselteile. Werden diese Fragmente nicht rechtzeitig eingefangen oder abgesaugt, können sie weiter entlang des Gefäßes wandern und dabei möglicherweise eine neue, kleinere Verlegung stromabwärts verursachen oder, in schwerwiegenderen Fällen, in Richtung der Lunge gelangen. Dieser Zielkonflikt zwischen wirksamer Fragmentation und Fragmentkontrolle steht im Zentrum der Konstruktion von Thrombektomiegeräten.

Wie Fangstrukturen helfen

Viele moderne Thrombektomiekatheter verfügen über Fangstrukturen an oder nahe der distalen Spitze, etwa geflochtene, ballonförmige oder korbartige Elemente, die dazu ausgelegt sind, Gerinnselmaterial vor oder während der Fragmentation zu umschließen. Diese Strukturen sollen gelöste Fragmente innerhalb eines begrenzten Raums halten, sodass sie abgesaugt werden können, statt sich frei im Gefäß zu bewegen, und fungieren so als eine Art integrierter Embolieschutz während der Gerinnselentfernung.

Die Rolle der gleichzeitigen Aspiration

Die Kombination von Fragmentation mit kontinuierlicher oder nahezu kontinuierlicher Aspiration ist eine weitere zentrale Strategie zur Reduzierung des Embolisationsrisikos. Statt das Gerinnsel zu fragmentieren und zu hoffen, es anschließend bergen zu können, sind viele Geräte so konstruiert, dass sie gelöstes Material in derselben Bewegung absaugen, in der die Fragmentation erfolgt, wodurch das Zeitfenster minimiert wird, in dem ein Fragment stromabwärts wandern könnte, bevor es eingefangen wird.

Techniken zur Fragmentationskontrolle

Über die Gerätekonstruktion hinaus setzen Interventionalisten verfahrenstechnische Methoden ein, um das Embolisationsrisiko weiter zu senken, etwa ein kontrolliertes, schrittweises Vorgehen entlang des behandelten Segments statt einer aggressiven Fragmentation großer Gerinnselvolumina auf einmal. Manche Eingriffe können zudem eine vorübergehende Ballonokklusion des Gefäßes stromabwärts der Behandlungsstelle einbeziehen, was einen zusätzlichen Schutz gegen die Fragmentwanderung während besonders risikoreicher Abschnitte eines Eingriffs bietet.

Überwachung auf Embolisation während und nach dem Eingriff

Interventionalisten nutzen während des gesamten Eingriffs eine Echtzeit-Bildgebung, um Anzeichen einer Fragmentwanderung frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf umgehend zusätzlich einzugreifen. Nach dem Eingriff werden Patienten auf Symptome überwacht, die auf ein übersehenes embolisches Ereignis hindeuten könnten, wie neu auftretende Brustschmerzen oder Atemnot, was eine sofortige weitere Abklärung nach sich ziehen würde.

INVAMEDs Ansatz beim Fangdesign

INVAMED stellt den AngioHAND Clot Removal Catheter her, der geflochtene, ballonförmige distale Fangstrukturen aufweist, die laut Herstellerangaben dazu ausgelegt sind, Gerinnsel zu umschließen und die Fragmentation sowie distale Embolisation während der manuellen Aspirationsthrombektomie zu begrenzen. Weitere Details finden Sie auf der Produktseite von AngioHAND. Kein Gerätedesign eliminiert das Embolisationsrisiko vollständig, und ein qualifizierter Arzt wägt dieses Risiko für jeden einzelnen Patienten gegen den Nutzen der Gerinnselentfernung ab.

Verfügen alle Thrombektomiegeräte über Fangstrukturen?

Nicht alle Geräte sind gleich konstruiert. Das Design der Fangstrukturen variiert je nach Hersteller und Gerät, und manche Systeme setzen stärker auf Aspirationskraft oder Verfahrenstechnik, um das Fragmentationsrisiko zu steuern, statt auf dedizierte Fangelemente.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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