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Neuro, Spine & CranialFebruary 11, 2025INVAMED Medical Affairs

PEEK-Cages bei der interkorporellen Fusion: Material und Funktion

Wie ein PEEK-Zwischenwirbelkäfig bei der Wirbelsäulenfusion wirkt, wie er sich von Titan unterscheidet und warum Röntgentransparenz für die Bildgebung wichtig ist.

Bei der interkorporellen Fusion werden Höhe und Stabilität eines Wirbelsäulensegments wiederhergestellt, indem nach Entfernung der geschädigten Bandscheibe ein Fusionsimplantat zwischen zwei Wirbelkörpern eingesetzt wird. Zu den am häufigsten verwendeten Implantaten für diesen Zweck zählt der PEEK-Zwischenwirbelkäfig, ein strukturgebendes Implantat aus Polyetheretherketon – einem Hochleistungspolymer, das für belastungstragende medizinische Anwendungen entwickelt wurde. Dieser Beitrag erläutert, welche mechanische Funktion ein PEEK-Zwischenwirbelkäfig erfüllt, warum sich das Material in der Wirbelsäulenchirurgie etabliert hat und wie es im Vergleich zu Titan-Alternativen einzuordnen ist.

Was macht PEEK zu einem geeigneten Material für ein Fusionsimplantat?

Polyetheretherketon wurde ursprünglich als industrielles Hochleistungspolymer entwickelt, bevor es aufgrund seiner Kombination aus mechanischer Festigkeit und elastischem Verhalten für orthopädische und spinale Implantate adaptiert wurde. Ein Fusionsimplantat aus PEEK weist eine Steifigkeit auf, die in der Regel als näher an der von natürlichem kortikalem Knochen beschrieben wird als bei metallischen Alternativen – ein Umstand, der beeinflussen kann, wie die Last auf den Cage und die angrenzenden Wirbelkörperendplatten verteilt wird. PEEK ist zudem im Körper chemisch inert, widerstandsfähig gegenüber Materialabbau über die Zeit und mit den für chirurgische Implantate erforderlichen Sterilisationsverfahren kompatibel. Diese Materialeigenschaften sind der Grund, warum sich PEEK als Standardoption für Zwischenwirbelplatzhalter in der zervikalen, thorakalen und lumbalen Fusionschirurgie durchgesetzt hat.

Wie lässt sich der Vergleich zwischen PEEK- und Titan-Cage einordnen?

Die Frage „PEEK oder Titan-Cage" wird häufig gestellt, da beide Materialien nach wie vor klinisch aktiv eingesetzt werden und jedes Material mit eigenen allgemeinen Erwägungen verbunden ist, ohne dass eines kategorisch überlegen wäre. Titan-Cages werden für ihre langjährige Erfahrung in orthopädischen Implantaten sowie für Oberflächeneigenschaften geschätzt, die manche Operateure mit einer günstigen knöchernen Anlagerung in Verbindung bringen. PEEK-Cages sind in der Regel leichter, weisen ein Elastizitätsmodul auf, das näher an dem von Knochen liegt, und werden häufig als massiver Grundkörper gefertigt, der mit Knochentransplantatmaterial befüllt werden kann. Manche moderne Cage-Designs kombinieren beide Materialien, indem ein PEEK-Kern mit einer Titanbeschichtung versehen wird, um Eigenschaften beider Werkstoffe zu vereinen. Die Entscheidung zwischen diesen Optionen richtet sich nach der Einschätzung des Operateurs zur Knochenqualität des Patienten, der zu behandelnden Wirbelsäulenebene und den spezifischen Fusionszielen im jeweiligen Fall.

Warum ist Röntgentransparenz für die postoperative Bildgebung wichtig?

Röntgentransparenz beschreibt, wie ein Material in der Röntgen- und CT-Bildgebung erscheint, und ist eine der klinisch relevantesten Unterscheidungen bei der Auswahl von Zwischenwirbelimplantaten. Ein PEEK-Zwischenwirbelkäfig ist röntgentransparent, das heißt, Röntgenstrahlen durchdringen ihn weitgehend, sodass das chirurgische Team das Knochentransplantatmaterial im Inneren und um den Cage herum bei Verlaufskontrollen klar beurteilen kann. Titan-Cages sind demgegenüber röntgendicht und können Bildartefakte erzeugen, die den Fusionsbereich teilweise verdecken, wodurch sich das Knochenwachstum direkt durch das Implantat hindurch schwerer beurteilen lässt. Viele PEEK-Cage-Designs enthalten zudem kleine röntgendichte Marker, sodass die Position des Implantats selbst sichtbar bleibt, während der Cage-Körper die Beurteilung des heilenden Knochens nicht beeinträchtigt.

Wo PEEK-Cages innerhalb spinaler Instrumentierungssysteme eingesetzt werden

Ein PEEK-Zwischenwirbelkäfig wird typischerweise zusammen mit einem umfassenderen spinalen Instrumentierungssystem eingesetzt, etwa einem Pedikelschrauben-Stab-System, das die während des Fusionsprozesses im und um den Cage erforderliche Stabilität gewährleistet. Systeme dieser Kategorie, einschließlich jener aus INVAMEDs Produktlinie neuro-spine-cranial, sind so konzipiert, dass sie als Teil dieser übergeordneten Fixationsstrategie und nicht als eigenständige Implantate fungieren. Das vollständige Angebot an spinalen und kranialen Fixationssystemen finden Sie auf der INVAMED-Produktseite neuro-spine-cranial.

Verwächst ein PEEK-Zwischenwirbelkäfig mit dem Knochen selbst?

Nein. Der Cage selbst soll nicht biologisch mit dem Knochen verwachsen; vielmehr dient er als mechanischer Platzhalter und Behälter, der Knochentransplantatmaterial in Position hält, während der natürliche Fusionsprozess durch und um den Cage herum zwischen den benachbarten Wirbelkörpern stattfindet. Ein qualifizierter Arzt bestimmt für jeden Patienten das geeignete Transplantatmaterial sowie den passenden Cage-Typ.

Wird ein PEEK-Cage oder ein Titan-Cage generell bevorzugt?

Keines der beiden Materialien wird generell bevorzugt, da die Auswahl von der individuellen Anatomie des Patienten, der Knochenqualität und der jeweils behandelten Wirbelsäulenebene abhängt. Sowohl PEEK- als auch Titan-Zwischenwirbelkäfige sind etablierte Optionen in der Wirbelsäulenfusion, und der Operateur wählt das geeignete Implantat auf Basis der klinischen Beurteilung des jeweiligen Falls aus.

Kann die Bildgebung bestätigen, ob eine Fusion um einen PEEK-Cage stattgefunden hat?

Die Röntgentransparenz erleichtert im Allgemeinen die Beurteilung des Knochenwachstums per CT und Röntgen um und durch einen PEEK-Zwischenwirbelkäfig hindurch im Vergleich zu einem vollständig röntgendichten Metallimplantat, da die Bildgebung nicht durch das Implantatmaterial selbst verdeckt wird. Die endgültige Bestätigung des Fusionsstatus erfolgt durch den behandelnden Arzt anhand einer Kombination aus Bildgebung und klinischen Befunden im zeitlichen Verlauf.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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