Dies ist ein technischer Überblick über ein INVAMED-Gerät innerhalb des Embolisationsportfolios. Häufige in der Literatur beschriebene Anwendungen umfassen periphere Aneurysmen, arteriovenöse Fisteln (AVF) und Malformationen (AVM), gastrointestinale oder intestinale Blutungen, Beckenvenenstauung (Pelvic Congestion), Varikozele sowie Endoleaks nach Aortenreparatur. Als Medizinproduktehersteller entwickelt INVAMED Technologien in diesem Bereich; die Informationen hier dienen der Aufklärung und stellen keine medizinische Beratung dar.
Hintergrund: Endovaskuläre Embolisation
Ob eine Embolisation angebracht ist und welches Embolisat und Zuführsystem gewählt werden, ist eine klinische Entscheidung, die das Zielgefäß, die umgebende Anatomie und den Gesamtzustand der Patientin bzw. des Patienten abwägt. Da eine Embolisation im Allgemeinen dauerhaft angelegt ist, wird auf eine sorgfältige Gefäßauswahl und Größenbestimmung Wert gelegt, damit nur das beabsichtigte Versorgungsgebiet okkludiert wird. Zu den transarteriellen Ansätzen gehören auch die transarterielle Radioembolisation (TARE) und andere zielgerichtete Therapien, die über dedizierte Mikrokatheter zugeführt werden, stets wie vom behandelnden interventionellen Team festgelegt.
MultiBEAM Embolization Plug: Überblick
Ein mehrseitiger (mehrlappiger) selbstexpandierender Nitinol-Plug für die vaskuläre oder aneurysmatische Okklusion, der eine zuverlässige Embolisation bei peripheren oder sackförmigen Aussackungen mit minimaler Migration erzielt. Als Alternative zur Operation bietet er einen perkutanen, katheterbasierten Verschluss bei Indikationen im Beckenbereich, bei Varikozele, Endoleak, TARE und peripheren Aneurysmen sowie bei intestinalen Blutungen; der Formgedächtnis-Nitinolrahmen zentriert sich selbst im Defekt, ist mit speziellen Fasern gefüllt, die die Thrombose auslösen, ist echogen für die Ultraschallführung und kann dank superelastischer Eigenschaften wieder eingefangen/neu platziert werden.
Technische Spezifikationen
Spezifikationen gemäß der Produktdokumentation von INVAMED; aktuelle Details in der offiziellen IFU bestätigen.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Spezifikation | Nitinol-Gerüst mit möglicher PTFE- oder Polyester-Ummantelung; fasergefüllt zur Förderung der Thrombose; röntgendichte Platinmarker; ablösbarer Punkt |
| Verfügbare Durchmesser | 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16 mm; unbelastete Länge 7-8 mm |
| Spezifikation | Geeignet für die Okklusion von Arterien von 2,6 bis 6,2 mm (die Größentabelle führt behandelbare Gefäßdurchmesser von 2,5-12,5 mm über die Größen hinweg auf) |
| Spezifikation | Zuführung über einen 4F- oder 5F-Katheter (Lumen mit 0.038 inch Innendurchmesser); vorgeschoben über eine 5F-Führungsschleuse |
| Größenregel | Gerät gleich groß oder 1 mm kleiner als die Ziel-Landezone wählen; platziert unter Durchleuchtung oder Ultraschallführung |
Berichtete Leistung
Nach Angaben von INVAMED "bietet der über die Transkatheter-Methode angewendete MultiBEAM-Gefäßplug bei geeigneten Patientinnen und Patienten aufgrund seines hohen Erfolgs, niedriger Komplikationsraten und einfacher Anwendbarkeit großen Nutzen anstelle einer chirurgischen Behandlung" (Produktseite, wörtlich). Nach Angaben von INVAMED "ist die Mortalitäts- und Morbiditätsrate niedriger als bei der chirurgischen Methode" (Produktseite, wörtlich). Diese Angaben spiegeln Hersteller- oder veröffentlichte Daten wider und sind keine Garantie für individuelle Ergebnisse.
Wie es funktioniert und wo es seinen Platz hat
INVAMED gliedert sein Embolisationsportfolio nach dem Okklusionsmechanismus und bietet ablösbare und schiebbare (pushable) Coils, einen fasergefüllten Gefäßplug (Vascular Plug), dedizierte Zuführkatheter, ein flussmodulierendes Gerät sowie ein nicht-adhäsives flüssiges Embolisat. Jedes Gerät ist für die Verwendung durch geschulte Interventionalistinnen und Interventionalisten unter Bildgebungskontrolle und gemäß der IFU vorgesehen. Bei peripheren Aneurysmen können Coils in den Aneurysmasack gepackt oder zum Verschluss eines zuführenden Gefäßes verwendet werden, wodurch die Thrombose gefördert und der Fluss in das Aneurysma reduziert wird. Ein Gefäßplug (Vascular Plug) ist ein in sich geschlossenes okkludierendes Gerät, typischerweise ein Nitinol-Gerüst, das quer über ein Zielgefäß platziert wird, um den Fluss zu stoppen, häufig in einer einzigen Freisetzung.
Wichtige Überlegungen
- Die Abstimmung des Embolisats auf die Zielebene des Gefäßbaums – von proximalen Plugs und Coils bis zu distalen Partikeln oder Flüssigkeiten – ist für die Planung von zentraler Bedeutung.
- Da eine Embolisation üblicherweise dauerhaft angelegt ist, wird auf eine präzise Gefäßauswahl und Größenbestimmung Wert gelegt, damit nur das beabsichtigte Versorgungsgebiet okkludiert wird.
- Die Kompatibilität von Katheter und Mikrokatheter mit dem gewählten Coil, Plug oder Embolisat wird vor der Zuführung bestätigt, um eine kontrollierte Freisetzung zu unterstützen.
Häufig gestellte Fragen
Wer entscheidet, welches Embolisationsgerät verwendet wird?
Eine geschulte Interventionalistin bzw. ein geschulter Interventionalist wählt das Embolisat und das Zuführsystem anhand des Zielgefäßes und der Indikation aus; dieser Artikel dient der Aufklärung und ist keine Behandlungsempfehlung.
Ist die Embolisation dauerhaft?
Eine Embolisation ist mit Coils, Plugs und aushärtenden Flüssigkeiten im Allgemeinen dauerhaft angelegt, wobei einige Partikelmittel eher vorübergehend wirken; die zu erwartende Beständigkeit wird mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt besprochen.
Stellt INVAMED ein flüssiges Embolisat her?
Ja; das Libro Non-Adhesive Embolization Agent ist im Embolisationsportfolio von INVAMED als nicht-adhäsives flüssiges Embolisat quergelistet, wobei die Zuführung von der Operateurin bzw. dem Operateur festgelegt wird.
Über INVAMED
INVAMED betreibt ein eigenes F&E-Zentrum (INVAcenter), das sich auf die Entwicklung minimalinvasiver Geräte konzentriert. INVAMED gibt an, ein wachsendes Portfolio internationaler Patente über seine gesamte Gerätepalette hinweg zu unterhalten.
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Wichtiger Haftungsausschluss
Die Informationen hier werden zu Bildungszwecken und zur Beschreibung der Gerätetechnologie bereitgestellt; sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nur eine zugelassene medizinische Fachkraft kann feststellen, ob ein bestimmtes Verfahren oder Gerät für eine bestimmte Patientin bzw. einen bestimmten Patienten geeignet ist. INVAMED-Produkte sind auf die Verwendung durch qualifizierte Fachkräfte gemäß der offiziellen IFU beschränkt. Behördliche Zulassung und Kennzeichnung unterscheiden sich je nach Region, und nicht alle Produkte oder Indikationen sind in jedem Markt verfügbar.
Geprüft durch das INVAMED Medical Affairs Team. Die Inhalte sind bildender und technischer Natur.
