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Pain Management & Spine (Algology)September 9, 2024INVAMED Medical Affairs

Rami-mediales-Blockaden: Der diagnostische Schritt vor der RFA

Warum Rami-mediales-Blockaden als diagnostischer Schritt vor der Radiofrequenzablation eingesetzt werden – Facettenschmerzbestätigung und Blockadeansprechen.

Eine Rami-mediales-Blockade ist ein diagnostisches Verfahren, das dabei hilft zu bestätigen, ob ein bestimmtes Facettengelenk tatsächlich die Ursache der Rücken- oder Nackenschmerzen einer Patientin oder eines Patienten ist, bevor eine definitivere Behandlung wie die Radiofrequenzablation eingeleitet wird. Da mehrere Strukturen der Wirbelsäule überlappende Schmerzmuster hervorrufen können, spielt dieser diagnostische Schritt eine wichtige Rolle dabei, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die anschließende Behandlung die richtige Quelle trifft.

Warum ist die Facettenschmerzbestätigung notwendig?

Die Facettenschmerzbestätigung ist wichtig, weil Rücken- und Nackenschmerzen von mehreren Strukturen ausgehen können, einschließlich der Bandscheiben, Muskeln, Bänder und der Facettengelenke selbst, häufig mit überlappenden Symptommustern, die sich durch körperliche Untersuchung oder Bildgebung allein nicht zuverlässig unterscheiden lassen. Bildgebungsbefunde, wie degenerative Veränderungen in einer MRT- oder CT-Aufnahme, sind zudem auch bei Menschen ohne nennenswerte Schmerzen häufig, was bedeutet, dass eine auffällige Bildgebung nicht zweifelsfrei beweist, dass das Facettengelenk der Schmerzgenerator ist. Eine Rami-mediales-Blockade bietet einen funktionellen Test: Der Nerv, der ein bestimmtes Facettengelenk versorgt, wird vorübergehend betäubt, und es wird beobachtet, ob sich die typischen Schmerzen der Patientin oder des Patienten bessern.

Wie wird eine Rami-mediales-Blockade durchgeführt?

Das Verfahren wird in der Regel ambulant unter fluoroskopischer (Röntgen-)Kontrolle durchgeführt, um eine dünne Nadel präzise in der Nähe des Ramus medialis zu platzieren, der einem bestimmten Facettengelenk zugeordnet ist. Anschließend wird eine kleine Menge Lokalanästhetikum um den Nerv injiziert. Patientinnen und Patienten werden häufig gebeten, in den Stunden nach der Injektion zu versuchen, ihre üblichen schmerzauslösenden Bewegungen oder Aktivitäten zu reproduzieren und ihr Schmerzniveau in diesem Zeitraum zu dokumentieren, da das Ziel darin besteht zu erkennen, ob die Betäubung dieses bestimmten Nervs die typischen Schmerzen der Patientin oder des Patienten spürbar verringert.

Was gilt als positives Ansprechen auf die Blockade?

Das Ansprechen auf die Blockade wird im Allgemeinen anhand des Ausmaßes und der Dauer der Schmerzlinderung nach der Injektion beurteilt, verglichen mit der erwarteten Wirkdauer des verwendeten Lokalanästhetikums. Eine deutliche Verringerung der gewohnten Schmerzen der Patientin oder des Patienten – im Allgemeinen eine erhebliche prozentuale Besserung, die über einen Zeitraum anhält, der der erwarteten Wirkdauer des Anästhetikums entspricht – gilt üblicherweise als positives Ansprechen, das darauf hindeutet, dass das getestete Facettengelenk und der zugehörige Nerv eine bedeutende Schmerzquelle darstellen. Da Placebo-Effekte und die normale tägliche Schmerzschwankung die Ergebnisse beeinflussen können, verwenden manche Protokolle zwei separate Blockaden mit Anästhetika unterschiedlicher erwarteter Wirkdauer, um die diagnostische Sicherheit vor einer Radiofrequenzablation zu erhöhen.

Was geschieht nach einem positiven oder negativen Ergebnis?

Ein positives Ansprechen auf die Rami-mediales-Blockade wird im Allgemeinen als Grundlage für die anschließende Radiofrequenzablation desselben Nervs herangezogen, da es auf eine angemessene Wahrscheinlichkeit hindeutet, dass die Ablation die richtige Schmerzbahn unterbricht. Ein negatives oder nicht eindeutiges Ansprechen deutet darauf hin, dass das getestete Facettengelenk und die zugehörige Nervenebene möglicherweise nicht der primäre Schmerzgenerator sind, was die Ärztin oder den Arzt dazu veranlasst, die Diagnose zu überdenken oder andere mögliche Ebenen oder Strukturen zu untersuchen. Dieser schrittweise Ansatz hilft zu vermeiden, dass ein aufwendigeres Ablationsverfahren bei Patientinnen und Patienten durchgeführt wird, bei denen ein Nutzen unwahrscheinlich ist.

Warum gilt dieser diagnostische Schritt als wertvoll?

Die Forderung nach einer Facettenschmerzbestätigung mittels Rami-mediales-Blockade vor der Ablation spiegelt ein grundlegendes Prinzip der interventionellen Schmerztherapie wider: Eine Behandlung, die gezielt auf eine klar identifizierte Schmerzquelle abgestimmt ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit eines spürbaren klinischen Ansprechens. Eine qualifizierte Ärztin oder ein qualifizierter Arzt legt das spezifische diagnostische Protokoll fest, einschließlich der Anzahl der zu testenden Ebenen und ob einzelne oder doppelte Blockaden verwendet werden, basierend auf dem klinischen Erscheinungsbild der Patientin oder des Patienten und der ärztlichen Beurteilung.

Was bedeutet es, wenn eine Rami-mediales-Blockade die Schmerzen nicht lindert?

Ein nicht eindeutiges oder negatives Ansprechen deutet darauf hin, dass das getestete Facettengelenk und die zugehörige Nervenebene möglicherweise nicht die Hauptursache der Schmerzen der Patientin oder des Patienten sind, was eine weitere Abklärung anderer möglicher Ebenen oder Strukturen veranlasst. Eine Ärztin oder ein Arzt nutzt diese Information, um den diagnostischen und therapeutischen Plan zu verfeinern, statt direkt mit einer Ablation auf dieser Ebene fortzufahren.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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