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Deep Vein Thrombosis (DVT)December 28, 2023INVAMED Medical Affairs

May-Thurner-Syndrom und TVT: Die Kompressionsverbindung

Wie das May-Thurner-Syndrom mit einer Kompression der Beckenvene bei TVT zusammenhängt, warum meist das linke Bein betroffen ist und wie es erkannt und behandelt wird.

Das May-Thurner-Syndrom bei TVT beschreibt eine spezifische und häufig zu wenig erkannte Ursache der tiefen Venenthrombose, bei der eine anatomische Kompression einer großen Beckenvene die Voraussetzungen für eine Thrombusbildung schafft. Anders als eine TVT, die rein durch Immobilität oder einen vorübergehenden Risikofaktor ausgelöst wird, hat diese Form einen strukturellen Ursprung, der – wenn er übersehen wird – auch nach angemessener Antikoagulation zu rezidivierenden Thrombosen führen kann. Das Verständnis dieses Zusammenhangs erklärt, warum bestimmte TVT-Patienten auf diese spezifische Erkrankung hin untersucht werden.

Was ist das May-Thurner-Syndrom?

Das May-Thurner-Syndrom entsteht, wenn die rechte Arteria iliaca communis die linke Vena iliaca communis kreuzt und gegen die Wirbelsäule komprimiert. Diese wiederholte Kompression kann im Laufe der Zeit dazu führen, dass sich die Venenwand innen verdickt und vernarbt, wodurch sich der Durchmesser verengt und der Blutfluss verlangsamt. Da der Blutfluss ein Schlüsselfaktor für die Thromboseprävention ist, schafft diese chronische Verlangsamung günstige Bedingungen für eine Thrombusbildung.

Warum ist häufiger das linke Bein betroffen?

Die anatomische Kreuzungsstelle, die das May-Thurner-Syndrom definiert, betrifft speziell die linke Vena iliaca, weshalb eine linksseitige TVT häufiger mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht wird als eine rechtsseitige. Ärzte, die einen Patienten mit unklarer oder rezidivierender linksseitiger Bein-TVT sehen, insbesondere bei jüngeren Patienten ohne andere offensichtliche Risikofaktoren, ziehen das May-Thurner-Syndrom häufig als mögliche zugrunde liegende Ursache in Betracht.

Wie wird es erkannt?

Die Diagnose umfasst in der Regel eine Bildgebung, die die Kompression direkt darstellen kann, etwa eine CT- oder MR-Venografie oder einen intravaskulären Ultraschall (IVUS) während eines katheterbasierten Eingriffs. IVUS ist besonders nützlich, da er den Grad der Kompression und interne Veränderungen der Gefäßwand klarer darstellen kann als eine rein äußere Bildgebung – ein Grund, warum er häufig eingesetzt wird, wenn diese Erkrankung im Rahmen einer TVT-Intervention vermutet wird.

Warum eine Kompression allein nicht immer eine Diagnose ist

Es ist erwähnenswert, dass ein gewisses Maß an Kompression der linken Vena iliaca auch zufällig bei Menschen gefunden werden kann, die nie eine TVT hatten, da anatomische Variationen häufig vorkommen. Aus diesem Grund gilt das May-Thurner-Syndrom im Allgemeinen nur dann als klinisch relevante Diagnose, wenn es mit Symptomen oder einem dokumentierten Thromboseereignis einhergeht, und nicht als reiner Bildgebungsbefund für sich.

Wie die Behandlung die zugrunde liegende Ursache adressiert

Wird das May-Thurner-Syndrom als beitragender Faktor zur TVT bestätigt, richtet sich die Behandlung häufig sowohl auf den Thrombus als auch auf die zugrunde liegende Kompression. Nach der Thrombusentfernung durch Antikoagulation oder mechanische Thrombektomie kann ein venöser Stent über dem komprimierten Segment platziert werden, um die Vene offen zu halten und den normalen Blutfluss künftig zu unterstützen – da die reine Entfernung des Thrombus ohne Behandlung der Kompression den Patienten weiterhin einem Rezidivrisiko aussetzen kann.

Langfristige Überlegungen

Patienten mit diagnostiziertem May-Thurner-Syndrom benötigen in der Regel eine fortlaufende Nachsorge, einschließlich regelmäßiger Duplexsonografie, um zu bestätigen, dass ein platzierter Stent offen bleibt und der Blutfluss durch das zuvor komprimierte Segment ausreichend ist. Ein qualifizierter Arzt legt die geeignete Dauer der Antikoagulation und den Nachsorgeplan anhand der individuellen Anatomie und Behandlungsgeschichte des Patienten fest.

Ist nach Diagnose eines May-Thurner-Syndroms immer eine Stentimplantation erforderlich?

Nicht zwangsläufig. Die Entscheidung für eine Stentimplantation hängt vom Schweregrad der Kompression, den begleitenden Symptomen und der klinischen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer rezidivierenden Thrombose ab, wenn die zugrunde liegende Anatomie nicht behandelt wird.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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