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Medical Device Industry & QualityJanuary 31, 2022INVAMED Medical Affairs

Medizinprodukte-Vertriebspartner werden: Praxisleitfaden

Medizinprodukte-Vertriebspartner werden: praktische Schritte zu regulatorischer Registrierung, Herstellerpartnerschaften und Markteinstieg im Überblick.

Der Vertrieb von Medizinprodukten liegt an der Schnittstelle von regulatorischer Compliance, Logistik und dem Aufbau klinischer Beziehungen. Für Unternehmen, die diesen Weg in Betracht ziehen, umfasst das Verständnis dafür, wie man Medizinprodukte-Vertriebspartner wird, mehrere eigenständige, aber miteinander verknüpfte Schritte. Dieser praktische Leitfaden skizziert den allgemeinen Prozess auf konzeptioneller Ebene für angehende Vertriebspartner.

Welche regulatorischen Registrierungen benötigt ein Vertriebspartner in der Regel?

Vertriebsunternehmen müssen sich im Allgemeinen bei den zuständigen nationalen oder regionalen Gesundheitsbehörden registrieren, bevor sie in einem bestimmten Markt rechtmäßig Medizinprodukte vertreiben dürfen. Im EU-Rahmen kann dies die Registrierung als „Importeur“ oder „Händler/Vertreiber“ gemäß die geltenden europäischen Medizinprodukte-Vorschriften umfassen, wobei jede dieser Rollen spezifische rechtliche Pflichten mit sich bringt, etwa die Überprüfung, dass Produkte über eine gültige europäische Marktzulassung verfügen, die Kontrolle der Einhaltung von UDI- und Kennzeichnungsanforderungen sowie die Führung von Aufzeichnungen zur Unterstützung der Rückverfolgbarkeit.

Die Anforderungen unterscheiden sich erheblich je nach Land und je nach Risikoklasse der vertriebenen Produkte. Angehende Vertriebspartner sollten daher die spezifischen regulatorischen Anforderungen in jedem Zielmarkt prüfen, idealerweise mit Unterstützung durch auf lokale Vorschriften spezialisierte Regulatory-Affairs-Beratung.

Worauf sollte ein Vertriebspartner bei einem Fertigungspartner achten?

Die Auswahl des richtigen zu vertretenden Herstellers gehört zu den folgenreichsten frühen Entscheidungen für ein neues Vertriebsunternehmen. Wichtige Bewertungspunkte umfassen:

  • Regulatorischer Status — aktive europäische Marktzulassung, international anerkannte Qualitätsmanagementstandards-Zertifizierung und eine klare Dokumentation der Konformitätsbewertung für die betreffenden Produkte
  • Passung des Produktportfolios — Übereinstimmung zwischen den Produktkategorien des Herstellers und den klinischen Fachrichtungen bzw. Einrichtungen, die der Vertriebspartner bedienen möchte
  • Unterstützungsinfrastruktur — Verfügbarkeit von Schulungsmaterialien, technischem Support, Marketingressourcen und reaktionsschnellen Kommunikationskanälen
  • Kommerzielle Konditionen — Strukturen für Gebietsexklusivität, Mindestbestellverpflichtungen und Preisrahmen, die zum Geschäftsmodell des Vertriebspartners passen

Viele Hersteller, darunter auch INVAMED, verfügen über strukturierte Prozesse zur Bewertung und Einbindung neuer Vertriebspartner in verschiedenen Regionen und Fachrichtungen.

Welche betrieblichen Fähigkeiten benötigt ein Vertriebsunternehmen?

Über die Herstellerbeziehung hinaus erfordert ein funktionierender Vertriebsbetrieb in der Regel geeignete Lager- und Aufbewahrungsbedingungen, die auf die gehandhabten Produkte abgestimmt sind (einschließlich etwaiger in den Produkt-IFUs festgelegter Temperatur- oder Feuchtigkeitskontrollen), Logistik- und Import-/Exportfähigkeiten für die bedienten Märkte, ein System zur Führung von UDI- und Chargenrückverfolgbarkeitsdaten sowie einen Prozess zur Weiterleitung von Kundenfeedback und Beschwerden an den Hersteller als Teil der umfassenderen Post-Market-Surveillance- und Vigilanzkette.

Institutionelle Kunden, wie Krankenhäuser und Einkaufsgemeinschaften (Group Purchasing Organizations), bewerten im Rahmen ihres eigenen Lieferantenqualifizierungsprozesses häufig die eigenen Qualitätsprozesse und die finanzielle Stabilität eines Vertriebspartners. Diese Systeme dokumentiert und griffbereit zu haben, unterstützt daher die eigenen Vertriebsbemühungen eines Partners.

Wie kann ein potenzieller Partner ein Gespräch mit INVAMED beginnen?

INVAMED, ein 2005 gegründeter Medizinproduktehersteller mit Hauptsitz in Ankara, Türkei, exportiert derzeit CE-gekennzeichnete Produkte in mehr als 80 Länder und unterhält ein aktives Netzwerk internationaler Vertriebspartner über sein Portfolio von mehr als 150 Produkten hinweg. Unternehmen, die an einer Vertriebspartnerschaft mit INVAMED interessiert sind, können über die Kontakt-Seite des Unternehmens eine Anfrage einreichen, wo Partnerschafts- und globale Vertriebsanfragen an das jeweils zuständige regionale Team weitergeleitet werden.

Häufig gestellte Fragen

Benötigt ein Medizinprodukte-Vertriebspartner ein eigenes Qualitätsmanagementsystem?

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Rechtsraum und je nach den konkreten Tätigkeiten des Vertriebspartners (etwa ob eine Umverpackung oder Neuetikettierung erfolgt), doch viele regulatorische Rahmenwerke erwarten von Vertriebspartnern die Führung dokumentierter Prozesse für Handhabung, Lagerung und Beschwerdeeskalation – auch wenn eine formale international anerkannte Qualitätsmanagementstandards-Zertifizierung für reine Vertriebsunternehmen nicht immer verpflichtend ist.

Kann ein Vertriebspartner Hersteller aus mehreren Ländern vertreten?

Ja, viele Vertriebsunternehmen vertreten Produkte mehrerer Hersteller, sofern jede Partnerschaft und die damit verbundenen regulatorischen Pflichten angemessen verwaltet werden und etwaige Gebietsexklusivitätsbedingungen eingehalten werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Vertriebspartner und einem Bevollmächtigten gemäß die geltenden europäischen Medizinprodukte-Vorschriften?

Ein Vertriebspartner übernimmt im Allgemeinen die kommerzielle Lieferkettenfunktion, während ein Bevollmächtigter (Authorized Representative) eine spezifische rechtliche Rolle ist, die für Hersteller außerhalb der EU vorgeschrieben ist und im Namen des Herstellers für regulatorische Zwecke innerhalb der EU handelt. Beide Rollen können von unterschiedlichen Rechtsträgern oder, in manchen Strukturen, von verbundenen Unternehmen wahrgenommen werden.

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Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.


Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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