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EmbolizationJune 15, 2021INVAMED Medical Affairs

Genikuläre Arterienembolisation bei Knieschmerzen: Die Evidenzlage

Genikuläre Arterienembolisation bei Knie-Arthrose-Schmerzen: der vermutete Wirkmechanismus und der aktuelle Stand der Evidenzlage.

Chronische Knieschmerzen infolge einer Arthrose betreffen einen großen Teil älterer Erwachsener, und nicht jeder möchte sich einer Knieendoprothese unterziehen — oder kommt dafür infrage. Die genikuläre Arterienembolisation hat sich als interventionell-radiologische Option für manche Patienten mit Knie-Arthrose-Schmerzen etabliert, bei denen konservative Maßnahmen keine ausreichende Linderung gebracht haben. Als neuere Anwendung der Embolisationstechnologie lohnt es sich, sowohl den vermuteten Wirkmechanismus als auch das zu verstehen, was die aktuelle Evidenzlage belegt und was nicht.

Was ist die genikuläre Arterienembolisation?

Die genikuläre Arterienembolisation (GAE) ist ein katheterbasiertes Verfahren, bei dem kleine Blutgefäße, die sogenannten genikulären Arterien, welche das Gewebe rund um das Kniegelenk versorgen, gezielt behandelt werden. Der Zugang zu den genikulären Arterien erfolgt über das arterielle System, üblicherweise über die Leiste, unter Bildkontrolle bis zu den kleinen Ästen rund um das Knie. Anschließend werden Embolisate appliziert, um die abnorme Durchblutung zu reduzieren, die mit der synovialen Entzündung im arthrotischen Gelenk assoziiert ist.

Was ist der vermutete Mechanismus hinter der Schmerzlinderung?

Die Rationale hinter der GAE beruht auf Beobachtungen, wonach arthrotische Gelenke häufig ein vermehrtes und abnormes Blutgefäßwachstum (Neovaskularisation) innerhalb der Synovia, der das Gelenk auskleidenden Gewebeschicht, entwickeln. Diese abnorme Vaskularität wird mit einer chronischen, geringgradigen Entzündung und der Schmerzsignalübertragung im Gelenk in Verbindung gebracht. Durch die Reduktion der Durchblutung dieser abnormen Gefäße mittels Embolisation soll das Verfahren die entzündlichen Schmerztreiber verringern — die zugrunde liegende strukturelle Degeneration des Gelenks durch die Arthrose wird durch diesen Ansatz jedoch nicht rückgängig gemacht.

Was zeigt die aktuelle Evidenzlage?

Die interventionell-radiologische Fachliteratur zur genikulären Arterienembolisation ist in den vergangenen Jahren gewachsen; veröffentlichte Studien berichten bei vielen behandelten Patienten in den Monaten nach dem Eingriff von einer Verbesserung der Schmerz-Scores und der Funktion. Wie bei jeder vergleichsweise neueren Anwendung einer etablierten Technologie variieren die veröffentlichten Nachbeobachtungszeiträume zwischen den Studien, und die Dauerhaftigkeit des Nutzens über mehrjährige Zeiträume ist weiterhin Gegenstand laufender Forschung. Patienten, die eine GAE erwägen, sollten ihren behandelnden Arzt nach der für ihre Situation relevanten Evidenz fragen, da sich Studienpopulationen und Zielgrößen zwischen den veröffentlichten Berichten unterscheiden.

Wer kommt für dieses Verfahren typischerweise infrage?

Die GAE wird allgemein als Option für Patienten mit leichter bis mäßiger Knie-Arthrose diskutiert, deren Schmerzen trotz konservativer Behandlungen wie Physiotherapie, Gewichtsmanagement und Medikation fortbestehen und die noch nicht bereit für eine Knieendoprothese sind — oder dafür nicht infrage kommen. Sie wird nicht als Ersatz für eine Gelenkersatzoperation bei Patienten mit fortgeschrittenem strukturellem Gelenkschaden positioniert. Ein qualifizierter Arzt bestimmt die Eignung anhand von Bildgebungsbefunden, Symptomschwere und den übergeordneten Behandlungszielen.

Was beinhaltet die Erholungsphase typischerweise?

Die Erholung nach einer genikulären Arterienembolisation wird im Vergleich zu chirurgischen Knieeingriffen allgemein als kurz beschrieben; die meisten Patienten kehren noch am selben Tag nach Hause zurück und nehmen leichte Aktivitäten innerhalb kurzer Zeit wieder auf. Manche Patienten berichten in den Tagen nach dem Eingriff über leichte Schmerzhaftigkeit oder Hautverfärbungen in der Nähe des Knies, die üblicherweise selbstlimitierend sind. Wie bei anderen Embolisationsverfahren tritt die Symptombesserung häufig schrittweise und nicht sofort ein.

Embolisationssysteme in genikulären Verfahren

Die genikuläre Arterienembolisation erfordert Embolisate, die eine präzise Applikation in kleine Gefäße über Mikrokatheter ermöglichen, welche gewundene distale Äste rund um das Knie navigieren. INVAMED entwickelt Embolisationstechnologien, die in verschiedenen Anwendungsbereichen der interventionellen Radiologie eingesetzt werden; weitere Details finden Sie auf der INVAMED-Seite für Embolisationsprodukte. Verfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land, und behandelnde Ärzte sollten stets die Gebrauchsanweisung (IFU) heranziehen.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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