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Pain Management & Spine (Algology)August 10, 2025INVAMED Medical Affairs

Facettengelenkdenervation: Schmerzhafte Signale zum Schweigen bringen

Wie die Facettengelenkdenervation wirbelsäulenbedingte Schmerzen lindert – mit Fokus auf Rami-mediales-RFA, Facettenarthropathie und RF-Läsionstechnik.

Die Facettengelenkdenervation ist eine minimalinvasive Technik zur Linderung chronischer Rücken- oder Nackenschmerzen, die von den kleinen paarigen Gelenken entlang der Rückseite der Wirbelsäule ausgehen. Statt das Gelenk zu reparieren oder zu ersetzen, unterbricht dieser Ansatz die Nervensignale, die für die Weiterleitung von Schmerzen aus einem arthrotisch veränderten oder gereizten Facettengelenk verantwortlich sind, und bietet damit eine Möglichkeit zur Symptomkontrolle, während das Gelenk selbst strukturell unverändert bleibt.

Was ist Facettenarthropathie, und warum verursacht sie Schmerzen?

Facettenarthropathie bezeichnet degenerative Veränderungen der Facettengelenke – kleiner stabilisierender Gelenke auf beiden Seiten jedes Wirbelsäulensegments, die die Bewegung zwischen den Wirbeln führen und begrenzen. Wie andere Gelenke im Körper können auch Facettengelenke im Laufe der Zeit arthrosetypische Veränderungen entwickeln, darunter Knorpelabbau, Verschmälerung des Gelenkspalts und mitunter die Bildung von Knochenspornen. Diese Veränderungen können die Gelenkkapsel und das umgebende Gewebe reizen und Schmerzsignale erzeugen, die über kleine sensible Nerven, die sogenannten Rami mediales, zum Rückenmark und Gehirn weitergeleitet werden.

Wie unterbricht die Rami-mediales-RFA die Schmerzbahn?

Die Rami-mediales-RFA zielt gezielt auf diese sensiblen Nerven ab und nicht auf das Gelenk selbst. Unter fluoroskopischer (Röntgen-)Kontrolle platziert eine Ärztin oder ein Arzt eine dünne Nadelelektrode in der Nähe des Ramus medialis, der dem schmerzhaften Facettengelenk zugeordnet ist. Anschließend wird über die Nadelspitze Radiofrequenzenergie abgegeben, die eine kleine, kontrollierte Wärmezone erzeugt – ein Vorgang, der als RF-Läsionsbildung bezeichnet wird – und die Fähigkeit des Nervs zur Schmerzsignalweiterleitung unterbricht. Da jedes Facettengelenk in der Regel sensible Zuleitungen von mehr als einem Ramus medialis erhält, behandeln Ärztinnen und Ärzte häufig mehrere Nervenebenen, um ein einzelnes symptomatisches Gelenk angemessen zu behandeln.

Was geschieht vor der RF-Läsionsbildung?

Die Facettengelenkdenervation ist in der Regel nicht der erste Schritt bei der Abklärung eines vermuteten facettenbedingten Schmerzes. Diagnostische Rami-mediales-Blockaden – vorübergehende Injektionen eines Lokalanästhetikums in der Nähe derselben Nerven – werden meist zunächst durchgeführt, um zu bestätigen, dass das betreffende Facettengelenk und die zugehörige Nervenbahn tatsächlich für die Schmerzen der Patientin oder des Patienten verantwortlich sind. Ein positives Ansprechen auf diese diagnostischen Blockaden, das heißt eine spürbare, vorübergehende Schmerzlinderung, wird im Allgemeinen vor der RF-Läsionsbildung vorausgesetzt, da die korrekte Identifizierung der Schmerzquelle entscheidend für die Wahrscheinlichkeit eines dauerhaften Nutzens des Verfahrens ist.

Was umfasst das RF-Läsionsverfahren?

Das Verfahren selbst wird üblicherweise ambulant unter örtlicher Betäubung und mit Bildgebungsunterstützung durchgeführt. Nach Bestätigung der korrekten Nadelplatzierung nahe dem Ziel-Ramus-medialis wird die Radiofrequenzenergie für eine festgelegte Dauer appliziert, um die Läsion zu erzeugen. Häufig werden in einer einzigen Sitzung mehrere Nervenebenen behandelt, wenn mehr als ein Facettengelenk oder Nerv zum Schmerzmuster beiträgt. Da sich die behandelten Nervenfasern mit der Zeit regenerieren können, gilt die Facettengelenkdenervation als eine Maßnahme, die eine zeitlich begrenzte Linderung bietet, keine dauerhafte Lösung; manche Patientinnen und Patienten unterziehen sich künftig einer erneuten Behandlung, falls die Symptome zurückkehren.

Ein INVAMED-System für die RF-Läsionsbildung

INVAMED stellt das Peta Radiofrequenzablationssystem (RFA) her, das bei Nervenablationsverfahren für Erkrankungen einschließlich facettenbedingter Rücken- und Nackenschmerzen eingesetzt wird. Eine qualifizierte Ärztin oder ein qualifizierter Arzt entscheidet über die Eignung zur Facettengelenkdenervation anhand der klinischen Untersuchung, der Bildgebungsbefunde und des Ansprechens auf diagnostische Rami-mediales-Blockaden und wählt die spezifische Ausrüstung sowie Technik passend zur Anatomie der Patientin oder des Patienten aus. Verfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land; Kliniker sollten die offizielle Gebrauchsanweisung für vollständige Informationen konsultieren.

Wie schnell kann man nach der RF-Läsionsbildung zu normalen Aktivitäten zurückkehren?

Viele Patientinnen und Patienten nehmen ihre üblichen Alltagsaktivitäten innerhalb eines oder zweier Tage wieder auf, wobei über eine leichte Empfindlichkeit an den Einstichstellen häufig noch mehrere Tage danach berichtet wird. Eine Ärztin oder ein Arzt gibt spezifische Aktivitätsempfehlungen basierend auf der Anzahl der behandelten Ebenen und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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