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Orthopedic & Trauma SolutionsSeptember 10, 2018INVAMED Medical Affairs

Externe vs. interne Fixation: Die wichtigsten Unterschiede

Externe vs. interne Fixation: Erfahren Sie, wie sich diese beiden Ansätze zur Frakturstabilisierung unterscheiden und wann jeweils infrage kommen.

Wenn ein Knochenbruch eine chirurgische Stabilisierung erfordert, wählen Ärzte zwischen zwei übergeordneten Kategorien von Osteosynthesematerial: externe Fixation, bei der der stabilisierende Rahmen außerhalb des Körpers sitzt, und interne Fixation, bei der Implantate wie Nägel, Platten oder Schrauben im Körperinneren platziert werden. Das Verständnis von externer vs. interner Fixation kann Patienten helfen, den Erklärungen ihres Behandlungsteams zum geplanten Therapieansatz zu folgen, einschließlich Situationen, in denen beide nacheinander eingesetzt werden.

Was ist externe Fixation?

Die externe Fixation verwendet einen außerhalb der Haut positionierten Rahmen- oder Stabaufbau, der über Pins oder Drähte, die durch die Haut und in den Knochen auf beiden Seiten der Fraktur eingebracht werden, mit dem Knochen verbunden ist. Der äußere Rahmen hält die Pins in einer festen Beziehung zueinander und stabilisiert die Fraktur, ohne dass eine umfangreiche chirurgische Freilegung der Frakturstelle selbst erforderlich ist. Externe Fixation wird häufig als vorübergehende Maßnahme eingesetzt, insbesondere bei erheblichen Weichteilverletzungen, Kontamination oder wenn der Allgemeinzustand eines Patienten noch nicht stabil genug für einen umfangreicheren internen Fixationseingriff ist.

Was ist interne Fixation?

Die interne Fixation umfasst Implantate – wie intramedulläre Nägel, winkelstabile Platten oder Schrauben – die im Körperinneren in direktem Kontakt mit dem Knochen platziert werden. Geräte wie die intramedullären Nägel und Verriegelungsplatten von CytroFIX von INVAMED fallen in diese Kategorie. Die interne Fixation soll im Allgemeinen eine langfristige, oft dauerhafte Stabilisierung bieten, um den gesamten Verlauf der Knochenheilung zu unterstützen.

Wichtige Unterschiede auf einen Blick

Faktor Externe Fixation Interne Fixation
Implantatlage Außerhalb des Körpers, verbunden über Pins Im Körperinneren, in Kontakt mit dem Knochen
Typische Dauer Häufig vorübergehend oder stufenweise Im Allgemeinen langfristig oder dauerhaft
Häufiger Früheinsatz Schadensbegrenzung bei schweren oder kontaminierten Verletzungen Definitive Fixation, sobald die Bedingungen es erlauben
Sichtbarkeit Sichtbarer Rahmen außerhalb der Haut Nicht von außen sichtbar
Pin-Stellen-Pflege Erfordert laufende Pin-Stellen-Hygiene Keine externen Pin-Stellen zu versorgen

Wann können beide Ansätze nacheinander eingesetzt werden?

Bei bestimmten schweren Frakturen – wie hochenergetischen offenen Frakturen oder Frakturen bei Patienten mit Mehrfachverletzungen – kann ein Chirurg zunächst eine externe Fixation als vorübergehende „Schadensbegrenzungs"-Maßnahme anwenden, um die Extremität zu stabilisieren und dem Weichteilgewebe oder dem Allgemeinzustand des Patienten Zeit zur Besserung zu geben. Sobald die Bedingungen günstig sind, kann ein zweiter Eingriff die Fixation in eine interne Konstruktion umwandeln, wie einen intramedullären Nagel oder eine Platte, für die definitive Langzeitstabilisierung. Dieser stufenweise Ansatz spiegelt eine individuelle klinische Entscheidungsfindung basierend auf Verletzungsschwere und Patientenstatus wider.

Was sollten Patienten bei jedem Ansatz erwarten?

Patienten mit externem Fixateur benötigen in der Regel eine regelmäßige Pin-Stellen-Pflege, um das Risiko lokaler Infektionen zu verringern, und erhalten spezifische Anweisungen zu Hygiene und Aktivitätseinschränkungen. Patienten mit interner Fixation haben in der Regel kein von außen sichtbares Osteosynthesematerial und folgen einem Rehabilitationsplan, der sich auf die Belastungssteigerung und Physiotherapie gemäß den Vorgaben ihres chirurgischen Teams konzentriert. Alle Fixationsverfahren, ob extern oder intern, bergen inhärente Risiken, und die Eignung für einen bestimmten Ansatz wird vom behandelnden Arzt festgelegt.

Häufig gestellte Fragen

Ist externe Fixation immer vorübergehend?

Nicht immer. Während externe Fixation häufig als vorübergehende Maßnahme vor der Umstellung auf interne Fixation eingesetzt wird, kann sie auch als definitive Behandlung für bestimmte Frakturmuster dienen, insbesondere wenn eine interne Osteosynthese nicht ratsam ist.

Verursacht externe Fixation mehr Schmerzen als interne Fixation?

Das Schmerzerleben variiert je nach individueller Person und Frakturschwere und nicht allein nach Fixationsart. Beide Ansätze beinhalten eine Genesungsphase, und Ihr Behandlungsteam wird die zu erwartenden Beschwerden und Schmerzmanagementoptionen speziell für Ihre Situation besprechen.

Wie wird zwischen externer und interner Fixation entschieden?

Der behandelnde Chirurg beurteilt Bruchmuster, Weichteilzustand, Kontaminationsrisiko und den allgemeinen medizinischen Zustand des Patienten, um festzulegen, welcher Fixationsansatz – oder welche stufenweise Kombination beider – für einen individuellen Fall am geeignetsten ist.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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