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Deep Vein Thrombosis (DVT)November 9, 2021INVAMED Medical Affairs

TVT bei jungen Erwachsenen: Ursachen und interventionelle Überlegungen

Ein Überblick über TVT bei jungen Erwachsenen, häufige Ursachen wie Thrombophilie und altersabhängige interventionelle Behandlungsüberlegungen.

Die tiefe Venenthrombose wird häufig mit höherem Lebensalter in Verbindung gebracht, doch TVT bei jungen Erwachsenen ist keineswegs selten und erfordert in der Regel ein anderes diagnostisches Vorgehen als eine TVT im späteren Leben. Entwickelt sich ein Thrombus bei einer Person ohne die typischen Risikofaktoren wie fortgeschrittenes Alter, Immobilität oder Krebserkrankung, suchen Ärztinnen und Ärzte gezielter nach einer zugrunde liegenden Ursache und gewichten die langfristige Venengesundheit stärker in der Behandlungsentscheidung.

Warum TVT bei jüngeren Patientinnen und Patienten anders bewertet wird

Eine unprovozierte TVT – also eine Thrombose ohne offensichtlichen Auslöser wie eine kürzliche Operation, Verletzung oder längere Immobilisation – wirft bei einem jungen Erwachsenen die Frage auf, ob eine zugrunde liegende prädisponierende Erkrankung vorliegt. Da jüngeren Patientinnen und Patienten zudem noch mehr Lebensjahre bevorstehen, in denen ein postthrombotisches Syndrom oder erneute Thrombosen die Lebensqualität beeinträchtigen könnten, wird häufig verstärkt Wert auf die Identifikation und Behandlung einer zugrunde liegenden Ursache gelegt.

Was ist Thrombophilie?

Thrombophilie bezeichnet eine erhöhte Neigung zur Bildung von Blutgerinnseln, die entweder angeboren (von Geburt an aufgrund eines genetischen Faktors vorhanden) oder erworben (später infolge einer anderen Erkrankung entstanden) sein kann. Zu den häufigen angeborenen Formen zählen die Faktor-V-Leiden-Mutation und Prothrombin-Genmutationen, während zu den erworbenen Ursachen bestimmte Autoimmunerkrankungen und in manchen Fällen hormonelle Faktoren wie die Einnahme oraler Kontrazeptiva oder eine Schwangerschaft zählen. Ein Test auf Thrombophilie wird bei jungen Patientinnen und Patienten mit unprovozierter TVT häufig in Erwägung gezogen, insbesondere bei familiärer Thromboseneigung.

Provozierte vs. unprovozierte TVT

Eine provozierte TVT weist einen erkennbaren Auslöser auf, etwa eine kürzliche Operation, eine Beinverletzung, eine längere Reise oder einen Krankenhausaufenthalt, und gilt im Allgemeinen als mit geringerem Rezidivrisiko verbunden, sobald der Auslöser abgeklungen ist. Eine unprovozierte TVT, die ohne einen solchen Auslöser auftritt, wird mit größerem Verdacht auf einen zugrunde liegenden prädisponierenden Faktor betrachtet und kann beeinflussen, wie lange die Antikoagulation fortgeführt wird, da das Rezidivrisiko ohne erkennbare Ursache höher sein kann.

Verändert das Alter interventionelle Behandlungsentscheidungen?

Das Alter selbst ist nicht zwangsläufig der entscheidende Faktor dafür, ob eine mechanische Thrombektomie in Betracht gezogen wird; Lage, Ausmaß des Thrombus und Schweregrad der Symptome bleiben die primären Einflussgrößen. Da jüngere Patientinnen und Patienten jedoch im Allgemeinen eine längere Lebenserwartung haben, während der sie bei Klappenschäden ein postthrombotisches Syndrom erleben könnten, gewichten manche Ärztinnen und Ärzte den möglichen langfristigen Nutzen einer aggressiveren Thrombusreduktion in dieser Population etwas anders – stets abgewogen gegen das prozedurale Risiko.

Schutz der langfristigen Venengesundheit

Für junge Erwachsene, die eine TVT erleiden, bleibt die fortlaufende Aufmerksamkeit für die Venengesundheit auch weit über die initiale Behandlungsphase hinaus von Bedeutung. Dazu zählen der angemessene Einsatz von Kompressionsstrümpfen bei Auftreten postthrombotischer Veränderungen, die Beachtung beeinflussbarer Risikofaktoren im weiteren Verlauf sowie das Bewusstsein für Situationen – etwa lange Flüge oder größere Operationen –, die angesichts einer früheren Thrombose künftig zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen erfordern können.

Zusammenarbeit mit einer hämatologischen oder gefäßmedizinischen Fachkraft

Da die zugrunde liegenden Ursachen einer TVT bei jüngeren Patientinnen und Patienten vielfältiger sein können, erfolgt die Behandlung häufig in Zusammenarbeit zwischen einer gefäßmedizinischen Fachkraft, die den Thrombus selbst behandelt, und – sofern eine Thrombophilie-Testung durchgeführt wird – einer hämatologischen Fachkraft, die die Ergebnisse interpretiert und langfristige Implikationen für die Dauer der Antikoagulation oder künftige Strategien zur Risikoreduktion mitgestaltet.

Unterscheidet sich die Behandlung der TVT bei jungen Erwachsenen von der bei älteren Erwachsenen?

Der grundsätzliche Behandlungsansatz, einschließlich Antikoagulation und, sofern indiziert, mechanischer Intervention, ist über die Altersgruppen hinweg im Allgemeinen ähnlich, wobei sich die Abklärung der zugrunde liegenden Ursache und die Entscheidungen zur Dauer der Antikoagulation je nachdem, ob der Thrombus provoziert oder unprovoziert war, unterscheiden können.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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