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EmbolizationAugust 4, 2021INVAMED Medical Affairs

Detachable vs. Pushable Coils: Kontrolle und Geschwindigkeit

Detachable vs. pushable Embolisations-Coils im Vergleich: mechanisch kontrollierte Freisetzung versus Freisetzungsgeschwindigkeit und die Wahl des Operateurs.

Embolisations-Coils zählen zu den am häufigsten eingesetzten Devices der interventionellen Radiologie, doch nicht alle Coils werden auf dieselbe Weise freigesetzt. Coils lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen, je nachdem, wie sie aus dem Freisetzungssystem gelöst werden: detachable Coils, die eine mechanisch kontrollierte Freisetzung zum exakten Zeitpunkt ermöglichen, und pushable Coils, die allein durch die zum Vorschieben aus dem Katheter aufgewendete Kraft vorgeschoben und freigesetzt werden. Die Unterscheidung zwischen detachable und pushable Coils hat konkrete Auswirkungen auf die prozedurale Kontrolle, die Kosten und die Herangehensweise der Operateure an unterschiedliche klinische Szenarien.

Wie funktionieren pushable Coils?

Pushable Coils werden mittels eines Führungsdrahts oder Pushers durch einen Freisetzungskatheter vorgeschoben; der Coil verlässt die Katheterspitze und gelangt allein durch mechanisches Vorschieben in das Gefäß – es gibt keinen separaten Ablösemechanismus. Hat der Coil den Katheter verlassen, ist seine Position im Wesentlichen fixiert; ist die Platzierung nicht optimal, ist die Rückholung oder Repositionierung eines pushable Coils deutlich schwieriger als bei einem detachable System. Dieser unkomplizierte Mechanismus macht pushable Coils in der Regel schneller einsetzbar und pro Coil in der Regel kostengünstiger.

Wie unterscheiden sich detachable Coils?

Detachable Coils bleiben mechanisch oder elektrolytisch mit einem Freisetzungsdraht verbunden, selbst nachdem sie den Katheter verlassen und im Zielgefäß ihre Form angenommen haben. Dies erlaubt es dem Operateur, Position und Konfiguration des Coils in der Bildgebung zu beurteilen, bevor die endgültige Entscheidung zur Freisetzung getroffen wird. Ist die Position nicht zufriedenstellend, kann ein detachable Coil in der Regel in den Katheter zurückgezogen und repositioniert oder vollständig entfernt werden – ein Maß an Kontrolle, das pushable Coils nicht bieten.

Warum ist die Kontrolle über die Ablösung klinisch relevant?

Die Möglichkeit, einen Coil vor der endgültigen Freisetzung zu repositionieren oder zurückzuziehen, ist besonders wertvoll in anatomisch komplexen oder risikoreichen Lokalisationen, etwa nahe kleiner Astgefäße, bei denen eine ungenaue Platzierung eine Nicht-Zielembolisation riskieren könnte, oder in Gefäßen, in denen der zuerst platzierte Coil als „Framing"-Coil dient, der bestimmt, wie sich nachfolgende Coils in den Raum einfügen. In diesen Situationen kann die von detachable Coils gebotene Präzision das Risiko reduzieren, einen fehlplatzierten Coil aufgeben oder ein suboptimales Ergebnis akzeptieren zu müssen.

Wann könnten pushable Coils bevorzugt werden?

Pushable Coils bleiben eine sinnvolle und häufig eingesetzte Wahl in Situationen, in denen eine präzise, individualisierte Platzierungskontrolle weniger entscheidend ist – etwa beim Füllen eines relativ großen, unkomplizierten Gefäßes, bei dem eine allgemeine Positionierung innerhalb des Zielsegments ausreicht, oder wenn prozedurale Effizienz und Kosten wesentliche Erwägungen darstellen. Da detachable Coil-Systeme in der Regel einen komplexeren Freisetzungsmechanismus beinhalten, sind sie pro Coil tendenziell teurer, was in die Entscheidung des Operateurs einfließt, insbesondere bei Eingriffen, die viele Coils zum Erreichen einer ausreichenden Packungsdichte erfordern.

Wie entscheiden Operateure, welcher Typ verwendet wird?

Die Entscheidung zwischen detachable und pushable Coils hängt von der Gefäßanatomie, der Kritikalität einer präzisen Platzierung, der voraussichtlichen Anzahl benötigter Coils sowie der klinischen Beurteilung der spezifischen Risiken im jeweiligen Fall ab. Viele Eingriffe folgen einem Kombinationsansatz, etwa einem detachable Coil zur präzisen Etablierung eines Framing-Coils, gefolgt von pushable Coils zum effizienteren Auffüllen des verbleibenden Raums. Kein Coil-Typ ist grundsätzlich überlegen – die geeignete Wahl trifft der behandelnde Arzt anhand der konkreten klinischen Situation.

Coil-Systeme von INVAMED

INVAMED stellt das Spider Peripheral Detachable Coil System her, eine Plattform mit detachable und pushable Coils zur Embolisation peripherer Aneurysmen, AV-Fisteln und abnormer Gefäße, die eine stabile Coil-Packung mit kontrollierter mechanischer Ablösung bietet. Weitere Details finden Sie auf der Produktseite des Spider Peripheral Detachable Coil System. Die Devicewahl sollte stets vom behandelnden Arzt und anhand der Gebrauchsanweisung (IFU) des Produkts erfolgen; Verfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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