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Deep Vein Thrombosis (DVT)September 2, 2021INVAMED Medical Affairs

Rotational, Aspiration oder Pharmakomechanisch? Die richtige Plattform wählen

Ein ausgewogener Vergleich rotationaler, aspirations- und pharmakomechanischer Thrombektomie-Plattformen zur Behandlung venöser und arterieller Verschlüsse.

Interventionalisten, die die tiefe Venenthrombose und andere thrombotische Verschlüsse behandeln, haben heute mehr Geräteoptionen zur Verfügung als je zuvor, und diese Auswahl wirft eine naheliegende Frage auf: Wie entscheidet sich ein Arzt zwischen rotationalen, aspirationsbasierten und pharmakomechanischen Thrombektomie-Plattformen? Bei diesem Vergleich der Thrombektomie-Plattformen geht es nicht darum, ein einzelnes „richtiges" Gerät zu bestimmen. Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie der Wirkmechanismus jeder Modalität mit Lage, Alter und Zusammensetzung einer bestimmten Läsion zusammenwirkt. Die folgenden Abschnitte skizzieren die allgemeinen Erwägungen zu jedem Verfahren, ohne eine Modalität als den anderen überlegen darzustellen.

Was unterscheidet die rotationale Thrombektomie von anderen Modalitäten?

Rotationale Thrombektomiesysteme verwenden ein mechanisch rotierendes Element, häufig kombiniert mit Aspiration, um den Thrombus zu fragmentieren, sodass er zerkleinert und über den Katheter entfernt werden kann. Dieser Mechanismus kann bei organisiertem oder eher chronischem Thrombus hilfreich sein, der einer alleinigen Aspiration widerstehen kann. Rotationale Plattformen erlauben in der Regel einstellbare Geschwindigkeitsstufen, wodurch der Anwender die mechanische Einwirkung an die vorgefundene Thromboskonsistenz anpassen kann. Wie bei jedem mechanischen Gerät werden rotationale Systeme im Allgemeinen hinsichtlich ihrer Eignung für einen bestimmten Läsionstyp bewertet und nicht als universelle Lösung, wobei die Erfahrung des Anwenders mit der Plattform eine bedeutsame Rolle für die Ergebnisse spielt.

Wie schneidet die aspirationsbasierte Thrombektomie im Vergleich typischerweise ab?

Aspirationsbasierte Plattformen nutzen in erster Linie Unterdruck, um den Thrombus in den Katheter zu ziehen, im Allgemeinen mit geringerer mechanischer Fragmentierung als bei rotationalen Systemen. Dieser Ansatz kann sich gut für weicheren, jüngeren Thrombus eignen, bei dem eine kontinuierliche Absaugung das Material effizient entfernen kann, ohne es vorher in kleinere Teile zerlegen zu müssen. Aspirationssysteme werden häufig für ihre relative Anwendungseinfachheit geschätzt, wobei stark organisierter oder fibröser chronischer Thrombus für die alleinige Aspiration eine größere Herausforderung darstellen kann als für stärker an chronische Verhältnisse angepasste Mechanismen. Das Management des Blutverlusts während der Aspiration ist ebenfalls ein praktischer Faktor, den Anwender berücksichtigen, da die kontinuierliche Absaugung bei längeren Eingriffen den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen kann.

Wo fügt sich die pharmakomechanische Thrombektomie ein?

Pharmakomechanische Ansätze kombinieren eine mechanische Komponente mit der lokalen Applikation eines thrombolytischen Wirkstoffs mit dem Ziel, den Thrombus medikamentös zu erweichen oder abzubauen, während das Gerät bei Fragmentierung und Entfernung unterstützt. Dieser kombinierte Ansatz kann erwogen werden, wenn die Thrombuslast erheblich ist oder wenn ein rein mechanisches Vorgehen voraussichtlich nicht allein ausreicht. Da pharmakomechanische Verfahren zusätzlich zu einem Gerät pharmakologische Wirkstoffe einsetzen, werden Blutungsrisiko und patientenspezifische Kontraindikationen gegen eine thrombolytische Therapie neben den bereits erörterten mechanischen Erwägungen Teil der Entscheidungsfindung.

Wie ordnen Ärzte eine Läsion einer Plattform zu?

Die Läsionsauswahl umfasst im Allgemeinen die Beurteilung des Thrombusalters (akut, subakut oder chronisch), der Lokalisation innerhalb des venösen oder arteriellen Systems, des Gefäßdurchmessers und des Vorliegens einer zugrunde liegenden anatomischen Obstruktion wie einer Stenose. Chronischer, organisierter Thrombus verhält sich unter mechanischer Einwirkung häufig anders als ein frischer, akuter Thrombus, was mit ein Grund dafür ist, dass die Geräteauswahl nicht nach einem Einheitsschema erfolgt. Auch der gesamte klinische Kontext – einschließlich des Blutungsrisikoprofils des Patienten, vorheriger Behandlungen und der Dringlichkeit der Vorstellung – fließt in die Wahl der Plattform oder Kombination von Verfahren ein, die der Anwender für einen konkreten Fall trifft.

Welche Rolle spielt ein Geräteportfolio in der klinischen Praxis?

Der Zugang zu mehr als einer Thrombektomie-Modalität erlaubt es einem Behandlungszentrum, sich an die tatsächlich vorgefundene Läsion anzupassen, statt sich für jeden Fall auf einen einzigen Mechanismus festzulegen. Das Mantis-Rotationsthrombektomie- und Aspirationssystem von INVAMED ist ein Beispiel für ein Gerät, das rotationale Thrombusfragmentierung mit einem integrierten Aspirationslumen und pharmakomechanischer Funktionalität in einer einzigen katheterbasierten Plattform vereint und eine einstellbare rotationale Steuerung bietet, die laut Herstellerangaben für die unterschiedlichen Thromboskonsistenzen geeignet ist, die bei akuten, subakuten oder chronischen Verschlüssen auftreten. Solche Geräte veranschaulichen, wie eine einzelne Plattform darauf ausgelegt sein kann, mehr als einen Punkt des Läsionsspektrums abzudecken, wobei die endgültige Wahl für einen individuellen Patienten stets eine Frage der klinischen Beurteilung bleibt.

Wird eine Thrombektomie-Modalität grundsätzlich gegenüber den anderen bevorzugt?

Keine einzelne Modalität gilt als universell überlegen; jede weist Eigenschaften auf, die für einen bestimmten Läsionstyp, eine Gefäßlokalisation und ein Patientenbild mehr oder weniger geeignet sein können. Ärzte berücksichtigen bei der Wahl eines Vorgehens Thrombusalter, Zusammensetzung und Blutungsrisiko. Die Entscheidung erfolgt individuell und nicht standardisiert über alle Fälle hinweg.

Können rotationale und Aspirationsmechanismen gemeinsam eingesetzt werden?

Manche Thrombektomie-Plattformen sind so konzipiert, dass sie rotationale Fragmentierung mit Aspiration im selben Gerät kombinieren, sodass ein Anwender beide Mechanismen innerhalb eines einzigen Eingriffs nutzen kann. Ob dieser kombinierte Ansatz angemessen ist, hängt von der konkreten Läsion und der klinischen Situation ab. Ein qualifizierter Arzt legt die Technik oder Kombination von Techniken fest, die für einen bestimmten Patienten angewendet wird.

Erfordert chronischer Thrombus immer ein anderes Vorgehen als akuter Thrombus?

Chronischer Thrombus ist tendenziell stärker organisiert und fibröser, was dazu führen kann, dass er auf mechanische oder aspirationsbasierte Verfahren anders reagiert als ein frischer, akuter Thrombus. Dies ist ein allgemeines Muster und keine absolute Regel, und einzelne Fälle variieren. Bildgebung und klinische Beurteilung helfen dabei, das gewählte Vorgehen zu bestimmen.

Um das breitere Geräteangebot von INVAMED in diesem Bereich einzusehen, besuchen Sie die Produktkategorieseite tiefe Venenthrombose.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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