Skip to main content
INVAMED
StartseiteINVAblogBronchialarterienembolisation: Was Patienten wissen sollten
EmbolizationApril 8, 2019INVAMED Medical Affairs

Bronchialarterienembolisation: Was Patienten wissen sollten

Erfahren Sie, was eine Bronchialarterienembolisation ist, warum sie bei Hämoptyse eingesetzt werden kann und wie der Eingriff üblicherweise abläuft.

Die Bronchialarterienembolisation (BAE) ist ein minimalinvasives, katheterbasiertes Verfahren, das zur Kontrolle von Blutungen aus den Bronchialarterien beiträgt, welche die Atemwege und Lungen mit Blut versorgen. Am häufigsten wird sie im Zusammenhang mit Hämoptyse besprochen, dem medizinischen Begriff für das Husten von Blut. Dieser Leitfaden bietet allgemeine aufklärende Informationen über die Erkrankung und das Verfahren.

Was ist Hämoptyse?

Hämoptyse bezeichnet das Husten von Blut oder blutig durchsetztem Material aus Lunge oder Atemwegen. Sie kann von leichten Blutspuren bis zu erheblicheren Blutungen reichen, und die zugrunde liegenden Ursachen sind vielfältig, darunter Infektionen, chronische Lungenerkrankungen, Tumoren und andere strukturelle Auffälligkeiten der Atemwege oder Blutgefäße. Da Hämoptyse auf eine Reihe von Erkrankungen hinweisen kann, von denen manche schwerwiegend sein können, ist eine umgehende ärztliche Untersuchung für jeden, der dieses Symptom bemerkt, wichtig.

Wie funktioniert die Bronchialarterienembolisation?

In vielen Fällen einer signifikanten Hämoptyse geht die Blutung von abnormen, erweiterten Bronchialarterien aus. Die BAE soll den Blutfluss durch diese Gefäße reduzieren, indem embolisches Material direkt in die blutenden oder abnormen Äste der Bronchialarterien eingebracht wird, mit dem allgemeinen Ziel, aktive oder wiederkehrende Blutungen kontrollieren zu helfen.

Der Eingriff wird üblicherweise von einem interventionellen Radiologen durchgeführt und umfasst in der Regel:

  1. Zugang zum arteriellen System, meist über die Leiste.
  2. Navigation eines Katheters in die Aorta und anschließend selektiv in die Bronchialarterien unter Bildgebungskontrolle.
  3. Durchführung einer Angiographie zur Identifizierung abnormer Gefäße und, soweit möglich, zur Bestätigung der Blutungsquelle.
  4. Einbringen von embolischem Material – häufig kalibrierte Partikel oder Mikrosphären, bei größeren Gefäßen manchmal in Kombination mit Coils – in die Zieläste der Bronchialarterien.
  5. Bestätigung des reduzierten Blutflusses in den behandelten Gefäßen vor Abschluss des Eingriffs.

Warum könnte eine BAE empfohlen werden?

Ärzte können eine BAE bei Patienten mit signifikanter oder wiederkehrender Hämoptyse in Betracht ziehen, insbesondere wenn die Blutung durch medikamentöse Behandlung allein nicht ausreichend kontrolliert wird oder wenn ein rascher Eingriff erforderlich ist. Die BAE gilt allgemein als weniger invasive Alternative zu chirurgischen Optionen zur Behandlung von Bronchialarterienblutungen, ist jedoch nicht für jede Ursache einer Hämoptyse geeignet.

Was geschieht nach dem Eingriff?

Die Genesungserwartungen nach einer BAE variieren je nach Person und der zugrunde liegenden Ursache der Hämoptyse. Ärzte überwachen die Patienten üblicherweise auf erneute Blutungen und behandeln die Grunderkrankung, die die Hämoptyse ursprünglich verursacht hat, da die Embolisation das blutende Gefäß behandelt, nicht notwendigerweise die eigentliche Ursache. Konkrete Anweisungen zur Nachsorge sollten stets direkt vom behandelnden Arzt stammen.

Häufig gestellte Fragen

Stoppt die Bronchialarterienembolisation jegliche Lungenblutung dauerhaft?

Die BAE soll Blutungen aus den behandelten Gefäßen kontrollieren helfen, ein erneutes Auftreten ist jedoch möglich, insbesondere wenn die zugrunde liegende Erkrankung, die die Hämoptyse verursacht hat, fortbesteht oder sich im Laufe der Zeit Kollateralgefäße entwickeln. Die langfristigen Ergebnisse variieren je nach Person und zugrunde liegender Ursache.

Ist die Bronchialarterienembolisation ein Notfalleingriff?

Die BAE kann sowohl in dringenden Situationen mit signifikanter aktiver Blutung als auch in eher geplanten Settings bei wiederkehrender Hämoptyse eingesetzt werden. Ob sie dringend oder elektiv durchgeführt wird, hängt von der klinischen Situation ab, wie sie vom behandelnden Arzt beurteilt wird.

Was verursacht Hämoptyse, die zu einer BAE-Empfehlung führen könnte?

Hämoptyse hat viele mögliche Ursachen, darunter Infektionen, chronische Lungenerkrankungen und strukturelle Auffälligkeiten. Ein Arzt muss die zugrunde liegende Ursache abklären, bevor festgelegt wird, ob eine BAE oder ein anderer Ansatz angemessen ist.

Verwandte INVAMED-Ressourcen


Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

bronchial artery embolizationhemoptysis treatmentcoughing up blood procedurebronchial artery bleedingembolization for lung bleedinginterventional radiology hemoptysis
Bronchialarterienembolisation: Was Patienten wissen sollten | INVAMED